Studieren an der Professur für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Medienbildung
Die Professur für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Medienbildung bietet Lehrveranstaltungen in allen Lehramtsstudiengängen.
© Amac Garbe
Studium: Medienpädagogik als Theorie und Praxis der Medienbildung
Das Lehrangebot der Professur für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Medienbildung ist zentral in den Lehramtsstudiengängen der TU Dresden verankert und bedient die medienpädagogischen Anteile.
Die didaktischen Fundamente unserer Lehrveranstaltungen bilden der Entwurf zur Grundbildung Medien für alle pädagogischen Studiendänge (Niesyto, Bellinger & Spengler 2024 [Preprint]) sowie der Orientierungsrahmen für die Entwicklung von Curricula für medienpädagogische Studiengänge und Studienanteile der Sektion Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE, 2017). Unsere Lehre zeichnet sich entsprechend durch aktuelle Themen und Bezüge sowie Problem- und Projektorientierung aus – und dies mit dem Ziel Selbstwirksamkeitserfahrungen zu ermöglichen und medienpädagogische Professionalisierung zu fördern.
Wir verstehen unsere Seminare als Gemeinschaften Forschender, in denen unter spezifischen medienpädagogischen Fragestellungen ein Rahmen eröffnet wird, um sich darin wissenschaftlich fundiert mit Phänomenen und Sachverhalten auseinanderzusetzen. Im Idealfall ist diese Auseinandersetzung nicht nur theoretisch und empirisch, sondern mündet in didaktisch fundierte Medienproduktionen.
Lehrinhalte: Medienbildung als Theorie und Praxis der Medienpädagogik
Wie vielfältig Fragestellungen medienpädagogischer Forschung und Lehre sein können, das vergegenwärtigt bereits ein Blick auf die Themenfelder und Bezugsdisziplinen:
„Medienpädagogik umfasst alle Fragen der pädagogischen Bedeutung von Medien in den Nutzungsbereichen Freizeit, Bildung und Beruf. Dort wo Medien als Mittel der Information, Beeinflussung, Unterhaltung, Unterrichtung und Alltagsorganisation Relevanz für die Sozialisation des Menschen erlangen, werden sie zum Gegenstand der Medienpädagogik“ (Hüther & Schorb, 2010, S. 265).
Medienpädagogik ist damit eine genuin interdisziplinäre erziehungswissenschaftliche Sub- und Querschnittsdisziplin (Barberi 2017), die entlang ihrer sog. einheimischen Begriffe (insbesondere Medien, Bildung, Erziehung, Sozialisation) auf Theorien und Erkenntnisse ihrer Bezugswissenschaften zurückgreift. Darunter fallen unter anderen die Philosophie, die Soziologie, die Psychologie, die Medienwissenschaft und Kommunikationswissenschaft, die Bildwissenschaft, die Informatik und viele mehr.
Medienbildung ist entsprechend als übergeordnete Theorie, Forschung und Praxis der Medienpädagogik zu verstehen.
„Medienbildung beginnt […] dort, wo die Vermittlung von Informationen aus subjektunabhängigen Datennetzen und Informationssystemen aufhört, und wo es um deren Verarbeitung und Integration in den eigenen Lebens- und Erfahrungskontext geht. Im Bildungsbegriff ist damit auch jene Perspektive aufgehoben, die […] dadurch gekennzeichnet ist, dass die Menschen sowohl ihr Ich, wie die Welt, in der sie sich bewegen, letztlich selbst erzeugen, um sich darüber reflektierend zu verständigen“ (Moser, 2010, S. 314–315).
Medienpädagogik bezieht sich also darauf, die Konstitution – die Voraussetzungen, Praktiken, Institutionen, Bedingungen und Einschränkungen, aber auch Verständnisse von Medienbildung – auf subjektiver wie struktureller Ebene zu untersuchen, um sie so besser und wissenschaftlich fundiert verstehen, mitgestalten oder verändern zu können.