30.07.2026
Petrocultures 2026: Situating Energy – eine internationale Konferenz zu den Energy Humanities an der TU Dresden
Energie ist Kultur. Sie prägt, wie Gesellschaften ihren Alltag organisieren, Fortschritt verstehen, Macht und Ressourcen verteilen und ihre Beziehung zur Natur gestalten. Die gegenwärtige Energiewende findet vor dem Hintergrund eskalierender ökologischer Krisen, wachsender Energiebedarfe digitaler Technologien, geopolitischer Konflikte über Rohstoffe, neuer Autoritarismen und anhaltender globaler Ungleichheiten statt. Die damit einhergehenden Herausforderungen sind dabei nicht nur technischer Natur, sondern betreffen gesellschaftliche Identitäten, sozio-kulturelle Beziehungen, historische Wandlungsprozesse und kulturelle Weltbilder.
Mit dem Ziel die gesellschaftlichen Dimensionen von Energie und Energiewenden zu untersuchen, richtet die TU Dresden vom 26. bis 28. August die neueste Ausgabe der Konferenzreihe Petrocultures aus – dem international führenden Forum des rasant wachsenden Forschungsfeldes der Energy Humanities. Unter dem Titel „Petrocultures 2026: Situating Energy“ versammelt die Konferenz über 200 internationale Wissenschaftler:innen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, die die kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Dimensionen von Energie- und Rohstoffkulturen sowie die mit ihnen verbundenen Machtverhältnisse und Raumordnungen untersuchen. Petrocultures 2026 verortet Energie in ihren geografischen, materiellen, historischen, kulturellen, sozialen und politischen Beziehungen und eröffnet damit ein vielschichtiges Verständnis von Energiewenden und den Herausforderungen sozio-ökologischer Transformationsprozesse. Dresden und die umliegende Region bieten dafür einen besonders geeigneten Ausgangspunkt. Die Region zeigt beispielhaft, wie sich unterschiedliche Formen der Energiegewinnung und -nutzung – von Kohle und Uran bis hin zu Wasser-, Wind- und Solarenergie sowie den wachsenden Anforderungen einer digitalen Wirtschaft – mit gesellschaftlichen Fragen nach Wandel, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit verbinden. Ein erklärtes Ziel der Konferenz ist es regionale Fragestellungen mit internationalen Kontexten im Dialog zu betrachten. Die Veranstaltung steht im Zusammenhang mit dem Leitthema der dritten Förderphase des Schaufler Lab@TU Dresden „Energiekulturen im Wandel“ (2027-2030).
Organisation:
Moritz Ingwersen, Anja Lind, Susann Wagenknecht, Michaela Büsse, Özgün Eylül Isçen
Professur für Literatur Nordamerikas und Future Studies
Professur für Mikrosoziologie und technosoziale Interaktion
Professur für Digital Cultures
Schaufler Lab@TU Dresden
Interessierte Zuschauer:innen sind eingeladen sich mit einer kurzen Email beim Konferenzteam anzumelden: .
Weitere Informationen und Details: http://petrocultures2026.com/
KEYNOTE-VORTRÄGE
26. August, 11:30-13:00. ABS E11 | TUD
Jordan B. Kinder (NYU Steinhardt)
“Situating the Situations of Energy: Doing Energy Humanities in Non-Renewable Times”
27. August, 16:00-17:30. ABS E11 | TUD
Kathryn Yusoff (Queen Mary University of London)
“Geocide: Colonial Earth Rubrics and Anti-Imperial Geopower”
28. August, 11:30-13:00. ABS E11 | TUD
Alexander Dunlap (Boston University Institute for Global Sustainability)
“Confronting the “Green” in the Energy-Extraction Nexus: Moving Beyond Energy Binaries for Rigorous Research & Political Action”
SPECIAL EVENTS
25. August, 19:00 | Deutsches Hygiene Museum Dresden
Drill, Baby, Drill! A Conversation on Petro-Masculinity with Cara New Daggett
Moderation: Moritz Ingwersen (TUD)
https://shop.dhmd.de/veranstaltungen/drill-baby-drill
26. August, 19:00 | Zentralkino Dresden
Film Screening: Situating Energy through Film
Mareike Bernien & Alex Gerbaulet (Sonne unter Tage, 2022, 39 min)
Su Yu Hsin (Sunshine-belt Machine, 2026, 14 min)
Moderation: Michaela Büsse (TUD)