24.06.2026 - 26.06.2026; Tagung
Projekt Universitätsschule Dresden bei der GELYDA 2026
Building civic and community engagement in youth development: A shared responsibility of schools and extended education |
Förderung des bürgerschaftlichen und gemeinschaftlichen Engagements in der Jugendarbeit: Eine gemeinsame Aufgabe von Schulen und außerschulischen Bildungsangeboten
2026 GELYDA International Conference
24. bis 26. Juni 2026
Seoul, Südkorea
Veranstaltet von der Sungkyunkwan University
Die Mitarbeiterinnen der Forschungsstelle Universitätsschule Dresden, Hannah Bartels und Wiebke Bergjürgen, bringen auf der GELYDA Konferenz 2026 ihre Expertise und Erkenntnisse aus den Projekten QualiPro und GoFlexi ein. Auf den Seiten der Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Inklusive Bildung finden Sie mehr Informationen über die Drittmittelprojekte im Kontext des Schulversuchs Universitätsschule Dresden.
- Between research and practice: Learning at the Dresden University School | Zwischen Forschung und Praxis: Lernen an der Universitätsschule Dresden
Referentin: Hannah Bartels
Die Universität Dresden verfolgt einen neuen und experimentellen Lernansatz, indem sie ein Umfeld schafft, das soziales Lernen fördert und die Schüler dazu befähigt, ihren Lernprozess selbst in die Hand zu nehmen. Der Schulversuch legt großen Wert auf selbstgesteuertes, projektbasiertes Lernen und unterstützt die Schüler dabei, ihr Lernen selbst zu organisieren, ihren eigenen Interessen nachzugehen und in altersgemischten Gruppen zu arbeiten. Um dies zu ermöglichen und evidenzbasierte, schülerzentrierte Lernformate zu entwickeln, unterhält die Schule eine Research-Practice-Partnership mit der Technischen Universität Dresden (TUD). Aufbauend auf dieser Zusammenarbeit berichtet der vorliegende Beitrag über ein designbasiertes Forschungsprojekt (QualiPro), gefördert vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Im Mittelpunkt der Studie stehen die Entwicklung und Weiterentwicklung formativer Beurteilungsverfahren zur Unterstützung individualisierten Lernens. Auf der Grundlage von Interviews mit Schülerinnen und Schülern, partizipativen Unterrichtsbeobachtungen und Online-Befragungen von Lehrkräften entwirft, implementiert und evaluiert die Studie iterativ Formate zur Unterstützung von Lernprozessen in selbstregulierten, projektbasierten Lernumgebungen. Ziel ist es, die Wirksamkeit der formativen Beurteilung zu stärken und praxisnahe, forschungsgestützte Gestaltungsempfehlungen abzuleiten, die es Lehrkräften ermöglichen, das autonome Lernen der Schüler:innen zu unterstützen, die Motivation zu fördern und eine nachhaltige Kompetenzentwicklung in altersgemischten Lerngruppen zu begünstigen. - Making school more flexible – organizational factors in fostering sustainable and self-regulated learning in students | Mehr Flexibilität in der Schule – organisatorische Faktoren zur Förderung nachhaltigen und selbstgesteuerten Lernens bei Schülern
Referentin: Wiebke Bergjürgen
Schulen stehen unter dem ständigen Druck, der sich rasch wandelnden Gesellschaft gerecht zu werden, die Schüler auf ihre Zukunft vorzubereiten sowie lebenslanges Lernen und mehr Chancengleichheit für die Schüler zu ermöglichen. Eine Möglichkeit, diesen Anforderungen gerecht zu werden, besteht darin, projektbasiertes Lernen in den Stundenplan zu integrieren und Zeit für selbstgesteuertes Lernen in flexiblen Gruppen einzuräumen. Diese Veränderungen ermöglichen es den Schülern zwar, mehr Verantwortung für ihren Lernprozess zu übernehmen und geben ihnen mehr Entscheidungsfreiheit, stellen die Schulen jedoch auch vor neue Herausforderungen, z. B. in Bezug auf die Stundenplanerstellung, die Organisation des Unterrichts oder die Anwesenheitskontrolle in flexiblen Lerngruppen. Das vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) geförderte Projekt GO-flexi arbeitet eng mit Schulen zusammen, die sich für die Einrichtung einer flexiblen Sekundarstufe II entschieden haben, und zielt darauf ab, sie bei der Bewältigung einiger der organisatorischen Herausforderungen zu unterstützen, mit denen sie konfrontiert sind. Zu Beginn des Projekts wurde eine Interviewstudie mit Vertretern der teilnehmenden Schulen durchgeführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet. Die Ergebnisse geben einen Einblick in die Motivation und die Schwierigkeiten dieser Schulen sowie in die Anstrengungen, die Lehrer und Mitarbeiter bereit sind zu unternehmen, damit die Flexibiliserung funktioniert.
Über die GELYDA - Global Extended Learning and Youth Development Association
Die Global Extended Learning and Youth Development Association (GELYDA – ausgesprochen GELIDA) ist eine neue internationale Mitgliederorganisation, die sich dafür einsetzt, erweiterte Möglichkeiten für Lernen, Entwicklung und Entfaltung in Schulen, außerschulischen und Sommerprogrammen sowie in Gemeinden zu verstehen, zu fördern und zu verbessern.
Erweitertes Lernen und Entwicklung sind ein zentrales Thema in den Bereichen Bildung, öffentliche Gesundheit und öffentliche Sicherheit – eine Tatsache, die diesem Thema in jeder Gemeinde, jedem Land und im globalen Kontext einen vorrangigen Stellenwert in Politik, Praxis und Forschung einräumen sollte.
Die GELYDA-Konferenz wird im Zweijahresrhythmus veranstaltet, um den Austausch und die Vernetzung rund um die Ziele der Organisation zu ermöglichen. Weitere Informationen finden Sie auf der Konferenz-Webseite und auf der GELYDA-Webseite.
Über die Universitätsschule Dresden
Die Universitätsschule Dresden ist ein gemeinsames Projekt der Landeshauptstadt Dresden und der Technischen Universität. Sie ist eine öffentliche und kostenfreie Gemeinschaftsschule in städtischer Trägerschaft, an der unter wissenschaftlicher Begleitung innovative Formen des Lehrens und Lernens erprobt werden. Darüber hinaus ist sie Ausbildungsschule für zukünftige Lehrkräfte und künftig auch Weiterbildungsschule für Lehrer:innen. Wissenschaftlich begleitet wird der Schulversuch von der Forschungsstelle ForUS an der TU Dresden.
Informationen zum Forschungsprojekt an der TU Dresden: https://tu-dresden.de/gsw/unischule
Informationen zur Universitätsschule Dresden: http://universitaetsschule.org
Auf verschiedenen Social-Media-Kanälen finden Sie unter @unischuleTUD Einblicke in das Forschungsprojekt und den Schulalltag : Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Neuigkeiten aus dem Projekt Universitätsschule Dresden gibt es regelmäßig im GSW-Newsletter.