Veranstaltungen

WERKSTATTTAGUNG THE HANDMAID'S TALE 2./3.11.2018

Zum siebten Mal trifft sich die Forscher_innengruppe WEITERSEHEN – Interdisziplinäre Perspektiven Dresdner Serienforschung, um gemeinsam über eine Serie zu sprechen und diese pädagogisch, politisch, geographisch, theologisch, juristisch und kulturell auszudeuten. In diesem Spätjahr ist es die Serie THEHANDMAID`S TALE, die Verfilmung eines Buches von Margaret Atwood. Es handelt sich dabei um ein Material, das sich auch und gerade vor dem Hintergrund aktueller Ereignisse als Mahnung lesen lässt. Denn diese Serie spielt im Amerika einer dystopischen Zukunft. Atomare Katastrophen, Umweltzerstörung und seuchenbedingte Unfruchtbarkeit haben zu einer umfassenden Reproduktionskrise geführt, in deren Folge sich ein totalitärer, christlich-fundamentalistischer Staat herausbildet, in dem Frauen versklavt werden und echter Widerstand nur sehr zögerlich zustande kommt. 

Wie in den vorausgegangenen Veranstaltungen geht es auch bei diesem Treffen von WEITERSEHEN darum, Serien-material als Reflexionsmaterial zu benutzen, um mehr über die gegenwärtige Gesellschaft zu erfahren und es sowohl sozial- wie kulturwissenschaftlich zu deuten. In dieser Episode der Serientagungsserie kooperieren wir zum ersten Mal mit der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung. Wir freuen uns auf einen regen Austausch!

Freitag 2.11.

13:30 Willkommen

13:45 Die Zukunft als Albtraum: Politische Bildung im Zeitalter der Illusionskrise Anja Besand - Didaktik der politischen Bildung

14:45 The Handmaid’s Tale: 
‚Race‘ in Serie und Roman Katja Kanzler - Amerikanistik

16:00 The Handmaid’s Space. Zu Orten und Maßstäben in The Handmaid’s Tale Matthias Naumann/Nicole Raschke/Judith Miggelbrink – Geographie/Didaktik der Geographie

17:00 Von Mägden und Knechten - DDR & Gilead - realexistierende Erinnerungen an eine Dystopie Stefan Schönfelder – Weiterdenken Heinrich Böll Stiftung in Sachsen

18:00 Möglichkeit zum gemeinsamen Abendessen 

Samstag 3.11.

9:00 Once upon a time nearby - Sakralisierung der Reproduktion und Reproduktion der Sakralität in Gilead Christian Schwarke – Evangelische Theologie

10:00 The Handmaid's Tale zwischen Feministischer Erzählung und "Torture Porn": Eine intersektionale Kritik Gesine Wegner/ Mirjam Frotscher - Amerikanistik

11:00 Ursprünge und Elemente totalitärer Herrschaft am Beispiel von The Handmaid‘sTale Mark Arenhövel – Politikwissenschaft

13:00„It can’t happen here” – „But what could happen here?” The Handmaid’s Tale und die Konjunktur der Dystopie Jan-Philipp Kruse - Rechtswissenschaft/ Philosophie

14:00 Magdwirtschaft: Adaptionsstrategien in The Handmaid’s Tale Wieland Schwanebeck - Anglistik/Gender Studies 

15:30 Serialisierte Allegorien: The Handmaid's Tale als ein Narrativer Palimpsest des 21. Jahrhunderts Angelika Köhler (Amerikanistik)

16:30 Bildung nach reaktionären Revolutionen Olaf Sanders - Erziehungswissenschaft

17:30 Ende der Veranstaltung und Ausblick auf die nächste Tagung

Die Tagung findet im Veranstaltungssaal der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung (SLpB) statt.

Die Teilnahmegebühr beträgt 8€/5€ erm. und kann vor Ort entrichtet werden. Anlemungen bitte an https://www.slpb.de/veranstaltungen/details/1087/

Werkstatt-Tagung: "Star Trek und andere Blicke in die Gegenwart der Zukunft"

4.-5. Mai 2018
TU Dresden, Wiener Str. 48, Raum 004
Organisation: Christian Schwarke, Anne Katrin Stricker
Anmeldung: fernsehforschung@mailbox.tu-dresden.de

Tagung Star Trek 1 © Christian Schwarke Tagung Star Trek 1 © Christian Schwarke
Tagung Star Trek 1

© Christian Schwarke

Tagung Star Trek 2 © Christian Schwarke Tagung Star Trek 2 © Christian Schwarke
Tagung Star Trek 2

© Christian Schwarke

Vergangene Veranstaltungen

4. Werkstatt-Tagung, Westworld, 19.-20.5.2017

Ein „come-hither drama that introduces itself as a science-fiction thriller about cyborgs who become self-aware, then reveals its true identity as what happens when an HBO drama struggles to do the same“ – so beschreibt die Fernsehkritikerin des New Yorker, Emily Nussbaum, die neue Prestigeserie des Senders HBO, Westworld (2016). Die vierte Werkstatt-Tagung der Arbeitsgruppe „weiter sehen“ wirft einen genaueren Blick auf die viel diskutierte erste Staffel der Serie und bringt dabei unterschiedliche Ansätze der Geistes- und Sozialwissenschaften miteinander ins Gespräch.

Flyer

Tagung "Von House of Cards bis Game of Thrones: Politik in Fernsehserien", 27.-29.10.2016

Fernsehserien haben in den letzten Jahren eine neue und ganz erstaunliche Konjunktur und Popularität erfahren. Serien wie House of Cards, Homeland oder Borgen, aber auch The Walking Dead, Real Humans, oder The Good Wife sprechen dabei explizit politische Fragestellungen an. Ob die Darstellung von Politik in diesem Zusammenhang realistisch ist oder nicht, ist dabei von nachgeordneter Bedeutung. Vielmehr gelingt es den seriellen Formaten in ganz fiktiven Formen, die Gesellschaft mit sich selbst ins Gespräch zu bringen. Sie machen soziale und politische Fragen anschaulich und loten spielerisch aus, wohin wir uns mit unserem Gemeinwesen entwickeln wollen.

Veranstalter der Tagung ist "Weiter sehen" in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden.

Flyer.pdf

3. Werkstatt-Tagung, 26.-27.5.2016
Flyer der 3. Werkstatt-Tagung © ERC Forschergruppe Principle of Disruption Flyer der 3. Werkstatt-Tagung © ERC Forschergruppe Principle of Disruption
Flyer der 3. Werkstatt-Tagung

© ERC Forschergruppe Principle of Disruption

Der Titel der postapokalyptischen AMC-Erfolgsserie The Walking Dead lässt sich geradezu als Chiffre verstehen für eine Zombiementalität des Fernsehens in einer Medienlandschaft, die gekennzeichnet ist durch vielfältige Konvergenzen und Kontaminationen. Der Dresdner Arbeitskreis "Weiter sehen" diskutiert am Beispiel von The Walking Dead die Frage, was die Anziehungskraft der Figur und Form des Untoten in der gegenwärtigen Serienlandschaft ausmacht, was die aktuellen Zombies in Serie von ihren filmischen Vorgängern und deren Kolonialismus- und Konsumgesellschaftsallegorien überhaupt unterscheidet und wie ihr Verhältnis zu anderen un/toten Figuren wie dem Vampir oder dem Revenant zu beschreiben ist.

Veranstalter der Tagung waren "Weiter sehen" und die ERC Forschergruppe "Principle of Disruption".

Weitere Informationen: Flyer

1. Werkstatt-Tagung, 30.10.- 1.11.2014

Eine Vielzahl unterschiedlicher Disziplinen haben in der jüngeren und jüngsten Vergangenheit Fernsehserien als hochrelevante kulturelle Forschungsobjekte für sich entdeckt. Dabei haben die verschiedenen disziplinären Kontexte der Serienforschung bisher weitgehend isoliert voneinander operiert. Die Tagung "Weiter sehen" bringt erstmals Serienforscher/innen des Bereichs Geistes- und Sozialwissenschaften der TU Dresden zusammen und lädt zum Dialog zwischen ihren unterschiedlichen Interessensschwerpunkten und Methodiken ein. Die Tagung - auf der die Forscher/innen sich mit Vorträgen vorstellen, die exemplarisch für ihre Arbeit stehen - hat nachdrücklich Werkstattcharakter und zielt darauf ab, das interdisziplinäre Dialogpotential der Dresdener Fernsehserienforschung auszuloten.

  • Brigitte Georgi-Findlay, "Geschichts- und Gesellschaftsentwürfe in Western-Serien"
  • Angelika Köhler, "Riding Across Boundaries: Post-Western Narrative in Hell on Wheels"
  • Stefan Horlacher und Wieland Schwanebeck, "Brainy's the New Sexy: Wie Sherlock viktorianische Männlichkeit ins 21. Jahrhundert holt"
  • Katja Kanzler, "Die Poetik und Politik des Reboot in Battlestar Galactica"
  • Olaf Sanders, "Wenn Kontingenz real wird: Lehren aus John from Cincinnati"
  • Frank Beiler, "It's all in the Game: Zu Serialität und Ästhetik in The Wire"
  • Lars Koch, "Epistemologien der Feindschaft: Heimkehr und Verdacht in Hatufim und Homeland"
  • Eike Brock und Dominik Hammer, "Becoming the One Who Knocks"
  • Mark Arenhövel, "So etwas wie Gesellschaft gibt es nicht: Walt Meets Maggie"
  • Anja Besand, "Zweite Wahl? Didaktische Reflexion über Chancen und Grenzen der Vermittlung politischer Konzepte durch Fernsehserien"
2. Werkstatt-Tagung, 1.-2.5.2015

Im Mittelpunkt der zweiten Werkstatt-Tagung des Netzwerks steht die Serie True Detective, die aus unterschiedlichen methodischen Perspektiven beleuchtet wird. Mit Beiträgen aus den Politik-, Religions-, Erziehungs-, Medien-, Literatur- und Kulturwissenschaften lädt die Tagung wieder zum Dialog zwischen verschiedenen disziplinären Zugriffen in der Fernsehserienforschung ein.

  • Olaf Sanders, "Serie als symbolische Form: Mit True Detective zurück zu den Anfängen der Qualitätsserienkultur"
  • Tanja Prokic, "Serie und Ereignis: Die zwei Gesichter des Detektivs"
  • Katja Kanzler, "The Truth of True Detective: Wahrheit und Genre in der (post-)postmodernen Krimiserie"
  • Wieland Schwanebeck, "Sherlock Holmes in Louisiana: Rust Cohle und die Symptomatologie des Fin-de-Siecle"
  • Christian Schwarke, "True Religion: Sinnverlust und der amerikanische Traum in Nic Pizzolattos Louisiana"
  • Brigitte Georgi-Findlay und Stefanie Hellner, "Warum gerade Louisiana? Raum und Religion in True Detective"
  • Jan-Nicolai Kolorz, "Dunkler Grund, gelber König, heller Wahn: Natur und Mystik in True Detective"
  • Christina Rogers, "Nietzsche im Sumpf: Der Detektiv und seine Begegnung mit der Natur"
  • Mark Arenhövel, "Das Ende der Ordnung und die Ordnung des Endes"
Tagung "Väter allerlei Geschlechts", 11.-12.12.2015
2015-12-04_Väter_Flyer_Seite_1.jpg © TUD 2015-12-04_Väter_Flyer_Seite_1.jpg © TUD
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© TUD

Nicht nur dank des neuen 'Qualitätsfernsehens' sind Fernsehserien in aller Munde – neben Publikum und Kritik beschäftigen sich insbesondere die Kultur- und Sozialwissenschaften zunehmend mit seriellen Fernsehformaten und deren kultureller Arbeit. Fernsehserien lassen sich als fiktionale Selbstbeschreibungen moderner Gesellschaften lesen, als "gesellschaftliche Agenturen", in denen politische, soziale, ethische und ökonomische Fragen auf spielerische Weise nicht nur ausgelotet sondern oft auch spezifische Lösungen vorgeschlagen werden. Als häusliches Medium fokussiert das Fernsehen dabei immer wieder auf die Familie als Instanz und Symbol von Gesellschaft, innerhalb derer über soziale Rollen und Praxen reflektiert wird. Die Tagung lädt ein darüber nachzudenken, wie Fernsehserien Vaterschaft (und durchaus auch Mutterschaft) inszenieren und welche Momente der gesellschaftlichen Selbstreflexion und Projektion sich darin abzeichnen. Dabei gilt unser besonderes Interesse dem spezifischen Reflexionspotential serieller Formate: Unter dem Stichwort der Intergenerationenambivalenz fragen wir, wie serielle Fernseherzählungen von Vaterschaft die zunehmende Spannung zwischen traditionellen, auch normativen Rollenbildern und gelebten Familienpraxen auffächern. Welche Modelle von Elternschaft entwerfen Fernsehserien, welche Familienutopien oder -dystopien imaginieren sie? Wie wird dabei über Geschlechter- und Familienrollen reflektiert? Wie thematisieren sie die Widersprüche von Affekt und Macht, von Autonomie und Abhängigkeit in Familienbeziehungen?

Die Tagung findet in Kooperation mit folgenden Partnern statt: weiterdenken. Heinrich Böll Stiftung Sachsen, Deutsches Hygiene-Museum Dresden, ERC Forschergruppe "The Principle of Disruption", und Evangelische Akademie Meißen

  • Manuel Zahn (Hamburg), "Frau-Werden in Hit & Miss"
  • Mark Arenhövel (Dresden), "Family Values in New Mexico: Patriarchale Eskalation in Serie"
  • Brigitte Georgi-Findlay (Dresden), "Ben Cartwright und andere Väter"
  • Olaf Sanders (Dresden) und Karl-Josef Pazzini (Hamburg), "Vaterliche Prekarität in The Sopranos"
  • Christian Schwarke (Dresden), "Abraham, Agnew, McNulty und die anderen: Väter-Cops und ihre Opfer"
  • Katja Kanzler (Dresden), "Komische Väter? Das Lustige, das Lächerliche und Vorstellungen von der 'guten Familie' in Sitcoms"
  • Miriam Frotscher und Gesine Wegner (Dresden), "Von Max zu Maura: Auf der seriellen Suche nach trans*gressiver Elternschaft"
  • Anja Besand (Dresden), "Von einsamen Müttern und verzweifelten Vätern: Fernsehserien als Erziehungsratgeber"

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Letzte Änderung: 26.08.2018