Veranstaltungen

"Krieg in Serie": Eine interdisziplinäre Arbeitstagung über kriegsfernsehserien

2. - 4. November 2017
Helmut Schmidt Universität der Bundeswehr, Hamburg

Weitersehen BW © A. Besand Weitersehen BW © A. Besand
Weitersehen BW

© A. Besand

Vorträge u.a.:

  • Olaf Sanders (Hamburg), "Sie ist eine von uns. Von Verillo zu Six, von der Kamaradschaft zur Familie"
  • Florian Kühn (Hamburg), "Die mediale Repräsentation des Krieges: Ein prägender Beitrag zum politischen Diskurs?"
  • Lars Koch (Dresden), "Der heiße Kalte Krieg in Deutschland 83 und The Americans"
  • Anja Besand (Dresden), "WAR IN THE WHITE HOUSE - und was das alles mit Serien zu tun hat"
  • Brigitte Georgi-Findlay (Dresden), "The Greatest Generation: Band of Brothers im Kontext amerikanischer Geschichts- und Identitätsdiskurse"
  • Carsten Heinze (Hamburg), "Authentizität und dokumentarischer Bezug in Generation Kill?"
  • Mark Arenhövel, Franz Beensen, Rosa Meyer (Dresden), "Screening Security: Die Neuen Kriege in Serie"
  • Katja Kanzler (Dresden), "Der Krieg und das Lachen: M.A.S.H.
  • Roger Behrens (Hamburg), "Magnum P.I."

Details: Poster
Anmeldung: serientagung@hsu-hh.de

Vergangene Veranstaltungen

4. Werkstatt-Tagung, Westworld, 19.-20.5.2017

Ein „come-hither drama that introduces itself as a science-fiction thriller about cyborgs who become self-aware, then reveals its true identity as what happens when an HBO drama struggles to do the same“ – so beschreibt die Fernsehkritikerin des New Yorker, Emily Nussbaum, die neue Prestigeserie des Senders HBO, Westworld (2016). Die vierte Werkstatt-Tagung der Arbeitsgruppe „weiter sehen“ wirft einen genaueren Blick auf die viel diskutierte erste Staffel der Serie und bringt dabei unterschiedliche Ansätze der Geistes- und Sozialwissenschaften miteinander ins Gespräch.

Flyer

Tagung "Von House of Cards bis Game of Thrones: Politik in Fernsehserien", 27.-29.10.2016

Fernsehserien haben in den letzten Jahren eine neue und ganz erstaunliche Konjunktur und Popularität erfahren. Serien wie House of Cards, Homeland oder Borgen, aber auch The Walking Dead, Real Humans, oder The Good Wife sprechen dabei explizit politische Fragestellungen an. Ob die Darstellung von Politik in diesem Zusammenhang realistisch ist oder nicht, ist dabei von nachgeordneter Bedeutung. Vielmehr gelingt es den seriellen Formaten in ganz fiktiven Formen, die Gesellschaft mit sich selbst ins Gespräch zu bringen. Sie machen soziale und politische Fragen anschaulich und loten spielerisch aus, wohin wir uns mit unserem Gemeinwesen entwickeln wollen.

Veranstalter der Tagung ist "Weiter sehen" in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und dem Deutschen Hygiene-Museum Dresden.

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3. Werkstatt-Tagung, 26.-27.5.2016
Flyer der 3. Werkstatt-Tagung © ERC Forschergruppe Principle of Disruption Flyer der 3. Werkstatt-Tagung © ERC Forschergruppe Principle of Disruption
Flyer der 3. Werkstatt-Tagung

© ERC Forschergruppe Principle of Disruption

Der Titel der postapokalyptischen AMC-Erfolgsserie The Walking Dead lässt sich geradezu als Chiffre verstehen für eine Zombiementalität des Fernsehens in einer Medienlandschaft, die gekennzeichnet ist durch vielfältige Konvergenzen und Kontaminationen. Der Dresdner Arbeitskreis "Weiter sehen" diskutiert am Beispiel von The Walking Dead die Frage, was die Anziehungskraft der Figur und Form des Untoten in der gegenwärtigen Serienlandschaft ausmacht, was die aktuellen Zombies in Serie von ihren filmischen Vorgängern und deren Kolonialismus- und Konsumgesellschaftsallegorien überhaupt unterscheidet und wie ihr Verhältnis zu anderen un/toten Figuren wie dem Vampir oder dem Revenant zu beschreiben ist.

Veranstalter der Tagung waren "Weiter sehen" und die ERC Forschergruppe "Principle of Disruption".

Weitere Informationen: Flyer

1. Werkstatt-Tagung, 30.10.- 1.11.2014

Eine Vielzahl unterschiedlicher Disziplinen haben in der jüngeren und jüngsten Vergangenheit Fernsehserien als hochrelevante kulturelle Forschungsobjekte für sich entdeckt. Dabei haben die verschiedenen disziplinären Kontexte der Serienforschung bisher weitgehend isoliert voneinander operiert. Die Tagung "Weiter sehen" bringt erstmals Serienforscher/innen des Bereichs Geistes- und Sozialwissenschaften der TU Dresden zusammen und lädt zum Dialog zwischen ihren unterschiedlichen Interessensschwerpunkten und Methodiken ein. Die Tagung - auf der die Forscher/innen sich mit Vorträgen vorstellen, die exemplarisch für ihre Arbeit stehen - hat nachdrücklich Werkstattcharakter und zielt darauf ab, das interdisziplinäre Dialogpotential der Dresdener Fernsehserienforschung auszuloten.

  • Brigitte Georgi-Findlay, "Geschichts- und Gesellschaftsentwürfe in Western-Serien"
  • Angelika Köhler, "Riding Across Boundaries: Post-Western Narrative in Hell on Wheels"
  • Stefan Horlacher und Wieland Schwanebeck, "Brainy's the New Sexy: Wie Sherlock viktorianische Männlichkeit ins 21. Jahrhundert holt"
  • Katja Kanzler, "Die Poetik und Politik des Reboot in Battlestar Galactica"
  • Olaf Sanders, "Wenn Kontingenz real wird: Lehren aus John from Cincinnati"
  • Frank Beiler, "It's all in the Game: Zu Serialität und Ästhetik in The Wire"
  • Lars Koch, "Epistemologien der Feindschaft: Heimkehr und Verdacht in Hatufim und Homeland"
  • Eike Brock und Dominik Hammer, "Becoming the One Who Knocks"
  • Mark Arenhövel, "So etwas wie Gesellschaft gibt es nicht: Walt Meets Maggie"
  • Anja Besand, "Zweite Wahl? Didaktische Reflexion über Chancen und Grenzen der Vermittlung politischer Konzepte durch Fernsehserien"
2. Werkstatt-Tagung, 1.-2.5.2015

Im Mittelpunkt der zweiten Werkstatt-Tagung des Netzwerks steht die Serie True Detective, die aus unterschiedlichen methodischen Perspektiven beleuchtet wird. Mit Beiträgen aus den Politik-, Religions-, Erziehungs-, Medien-, Literatur- und Kulturwissenschaften lädt die Tagung wieder zum Dialog zwischen verschiedenen disziplinären Zugriffen in der Fernsehserienforschung ein.

  • Olaf Sanders, "Serie als symbolische Form: Mit True Detective zurück zu den Anfängen der Qualitätsserienkultur"
  • Tanja Prokic, "Serie und Ereignis: Die zwei Gesichter des Detektivs"
  • Katja Kanzler, "The Truth of True Detective: Wahrheit und Genre in der (post-)postmodernen Krimiserie"
  • Wieland Schwanebeck, "Sherlock Holmes in Louisiana: Rust Cohle und die Symptomatologie des Fin-de-Siecle"
  • Christian Schwarke, "True Religion: Sinnverlust und der amerikanische Traum in Nic Pizzolattos Louisiana"
  • Brigitte Georgi-Findlay und Stefanie Hellner, "Warum gerade Louisiana? Raum und Religion in True Detective"
  • Jan-Nicolai Kolorz, "Dunkler Grund, gelber König, heller Wahn: Natur und Mystik in True Detective"
  • Christina Rogers, "Nietzsche im Sumpf: Der Detektiv und seine Begegnung mit der Natur"
  • Mark Arenhövel, "Das Ende der Ordnung und die Ordnung des Endes"
Tagung "Väter allerlei Geschlechts", 11.-12.12.2015
2015-12-04_Väter_Flyer_Seite_1.jpg © TUD 2015-12-04_Väter_Flyer_Seite_1.jpg © TUD
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© TUD

Nicht nur dank des neuen 'Qualitätsfernsehens' sind Fernsehserien in aller Munde – neben Publikum und Kritik beschäftigen sich insbesondere die Kultur- und Sozialwissenschaften zunehmend mit seriellen Fernsehformaten und deren kultureller Arbeit. Fernsehserien lassen sich als fiktionale Selbstbeschreibungen moderner Gesellschaften lesen, als "gesellschaftliche Agenturen", in denen politische, soziale, ethische und ökonomische Fragen auf spielerische Weise nicht nur ausgelotet sondern oft auch spezifische Lösungen vorgeschlagen werden. Als häusliches Medium fokussiert das Fernsehen dabei immer wieder auf die Familie als Instanz und Symbol von Gesellschaft, innerhalb derer über soziale Rollen und Praxen reflektiert wird. Die Tagung lädt ein darüber nachzudenken, wie Fernsehserien Vaterschaft (und durchaus auch Mutterschaft) inszenieren und welche Momente der gesellschaftlichen Selbstreflexion und Projektion sich darin abzeichnen. Dabei gilt unser besonderes Interesse dem spezifischen Reflexionspotential serieller Formate: Unter dem Stichwort der Intergenerationenambivalenz fragen wir, wie serielle Fernseherzählungen von Vaterschaft die zunehmende Spannung zwischen traditionellen, auch normativen Rollenbildern und gelebten Familienpraxen auffächern. Welche Modelle von Elternschaft entwerfen Fernsehserien, welche Familienutopien oder -dystopien imaginieren sie? Wie wird dabei über Geschlechter- und Familienrollen reflektiert? Wie thematisieren sie die Widersprüche von Affekt und Macht, von Autonomie und Abhängigkeit in Familienbeziehungen?

Die Tagung findet in Kooperation mit folgenden Partnern statt: weiterdenken. Heinrich Böll Stiftung Sachsen, Deutsches Hygiene-Museum Dresden, ERC Forschergruppe "The Principle of Disruption", und Evangelische Akademie Meißen

  • Manuel Zahn (Hamburg), "Frau-Werden in Hit & Miss"
  • Mark Arenhövel (Dresden), "Family Values in New Mexico: Patriarchale Eskalation in Serie"
  • Brigitte Georgi-Findlay (Dresden), "Ben Cartwright und andere Väter"
  • Olaf Sanders (Dresden) und Karl-Josef Pazzini (Hamburg), "Vaterliche Prekarität in The Sopranos"
  • Christian Schwarke (Dresden), "Abraham, Agnew, McNulty und die anderen: Väter-Cops und ihre Opfer"
  • Katja Kanzler (Dresden), "Komische Väter? Das Lustige, das Lächerliche und Vorstellungen von der 'guten Familie' in Sitcoms"
  • Miriam Frotscher und Gesine Wegner (Dresden), "Von Max zu Maura: Auf der seriellen Suche nach trans*gressiver Elternschaft"
  • Anja Besand (Dresden), "Von einsamen Müttern und verzweifelten Vätern: Fernsehserien als Erziehungsratgeber"

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Letzte Änderung: 08.11.2017