22.10.2026
Bericht: Die Professur auf der Geschichtsdidaktikkonferenz
Die Dresdner Geschichtsdidaktik Konferenz für Geschichtsdidaktik 2026 in Bielefeld
Vom 30. September bis 2. Oktober 2026 war die Professur für Didaktik der Geschichte der TU Dresden mit mehreren Beiträgen auf der Zweijahrestagung der Konferenz für Geschichtsdidaktik (KGD) in Bielefeld vertreten. Die Tagung „Unsichere Zeiten. Geschichtsdidaktik in der Demokratie“, ausgerichtet mit dem Profilbereich Geschichtskulturen der Universität Bielefeld, fragte, ob Geschichte angesichts von Populismus, erodierenden Ordnungen und digitalem Wandel noch Orientierung stiften kann.
Ins Zentrum dieser Frage führte die von J.Prof. Dr. Corinna Link und Prof. Dr. Manfred Seidenfuß geleitete und von Dr. Mathias Herrmann moderierte Sektion „Demokratie erzählen in unsicheren Zeiten“. Ausgehend von Dietmar von Reekens Einblick in die Entstehung des Themenhefts „Demokratie“ der Zeitschrift „Geschichte lernen“ stellten die beiden Sektionsleitenden Ergebnisse ihres gemeinsam mit Dr. Andreas Spiziali durchgeführten Forschungsprojekts vor, das über 1.000 Geschichten auswertet, in denen Jugendliche die Geschichte ihres Landes erzählen. Qualitative Rekonstruktion und statistische Modellierung zeigen übereinstimmend, unter welchen Bedingungen Demokratie darin überhaupt zum Thema wird – und wie selten dabei Menschen als Handelnde auftreten. Die Befunde stießen eine intensive Diskussion über Ziele und Grenzen des Geschichtsunterrichts an.
In der Postersession der Early Career Researchers stellten Theresa Kempe und Sara Gätke ihre Dissertationsprojekte „Geschichte in Familie in Schule. Die Transformationszeit aus Schüler*innenperspektive“ und „Allgemeinwissen in Geschichte. Gestalt und Gestaltung in Entscheidungsprozessen allgemeinbildender Geschichtslehrkräfte“ zur Diskussion. Der Termin fiel auf ein kleines Jubiläum: Genau ein Jahr zuvor, am 1. Oktober 2025, hatten beide ihre Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterinnen in Dresden aufgenommen.
Auch in den Arbeitskreisen setzte das Team Akzente: Auf Initiative von Mathias Herrmann befasste sich der Arbeitskreis Historische Lernorte mit dem Beschluss des Heidenauer Stadtrats, das Projekt Stolpersteine nicht fortzuführen. Gemeinsam mit dem KGD-Vorstand entstand daraus eine Stellungnahme.
Mit dem „Forum Geschichtsdidaktik“ endete die Tagung am Freitag; das Team kehrt mit zahlreichen Impulsen für Forschung und Lehre nach Dresden zurück.