07.09.2017 - 08.09.2017

Tagung "Adel und Reformation" am 7. und 8. September 2017 auf Burg Gnandstein

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V.
Ganztägig
Burg Gnandstein
Burgstraße 3
04655 Kohren-Sahlis

Reformation und Konfessionalisierung gehörten zu den fundamentalen Herausforderungen, denen sich im 16. Jahrhundert auch der sächsische Adel zu stellen hatte. Die daraus resultierenden religiösen, politischen und gesellschaftlichen Veränderungen griffen tief in adlige Lebens- und Denkweisen ein. Sie brachten nicht nur Einschnitte bei der Ausübung der Patronatsrechte in den lokalen Kirchen, sondern zeigten sich z. B. auch im Wegfall von Versorgungsmöglichkeiten für jüngere Söhne und unverheiratete Töchter. Darüber hinaus betrafen sie Fragen der persönlichen Frömmigkeit sowie der Norm- und Wertvorstellungen des Adels. Eng damit verbunden war ein neues Verständnis von Herrschaft. Das Bild des Hausvaters und der Hausmutter, die sich um die eigene Haushaltsführung ebenso fürsorglich kümmerten wie um das Seelenheil ihrer Untergebenen, prägte nicht allein den Typus des evangelischen Landesvaters und der Landesmutter, sondern auch normative Vorstellungen von der patriarchalischen Grundherrenfamilie.

Die Tagung wird durch das Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde organisiert, das Programm findet sich hier.

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Swen Steinberg
Letzte Änderung: 01.08.2017