10.07.2026
Johanna Hanke und Jan-Hendrik Herbst referieren auf Tagungen zu kontroversen Themen und religionsbezogener Demokratiebildung
Konferenzfoto (Bernd Ziegler, Sarah Delling, Johanna Hanke und Sebastian Eck, v.l.n.r.)
In Kristiansand (Norwegen) fand vom 2. bis 5. Juni 2026 die internationale Konferenz „Navigating Polarisation and Fostering Civic Engagement through Education” der EARLI Special Interest Groups (SIG) 13 und 19 statt. Im Mittelpunkt der Tagung stand die Frage, welchen Beitrag Demokratiebildung und religiöse Bildung zum konstruktiven Umgang mit gesellschaftlicher Polarisierung leisten können.
Die Professur für Religionspädagogik der TU Dresden war durch Johanna Hanke vertreten. Im Rahmen eines Symposiums zum Thema „Controversy in Religious Education as concept to navigate polarization“ stellte sie das DFG-geförderte Forschungsprojekt „Kontroverse Themen im konfessionellen Religionsunterricht (KoTheRu)“ vor, das unter der Leitung von Prof. Dr. Jan-Hendrik Herbst durchgeführt wird. Im Fokus des Vortrags standen erste Erkenntnisse zu den subjektiven Theorien von Religionslehrkräften im Umgang mit kontroversen Themen. Anhand erster Auswertungstendenzen zeigte Hanke auf, welche Faktoren die Wahrnehmung und didaktische Gestaltung kontroverser gesellschaftlicher und religiöser Fragestellungen beeinflussen und welches besondere Potenzial der Religionsunterricht für demokratische Bildungsprozesse eröffnet.
Die auf der Konferenz diskutierten Fragestellungen wurden wenige Tage später am 17.6. im Rahmen der ALPIKA-Fachtagung „Politische Dimensionen des Religionsunterrichts“ in Rehburg-Loccum weitergeführt. Dort gestalteten Herbst und Hanke das Programm mit einem Workshop zu Unterrichtsmaterialien zum Thema Rap, Rassismus und Religion sowie einem Fachvortrag zu den politischen Dimensionen des Religionsunterrichts mit.