Jan 05, 2026
Kasuistische Demokratiebildung im Lehramt - Freiraum-Projekt startet im April
Vor einigen Tagen wurde das Lehrprojekt „Kasuistische Demokratiebildung im Lehramt“ bewilligt (Freiraum-2026-Ausgewaehlte-Projekte-1.pdf). Im Zentrum des Projekts steht die Arbeit mit Fallbeispielen, die in Dresden bereits in der Geschichts-, Politik- und Philosophie-/Ethikdidaktik relevant ist. Das Projekt fokussiert Fälle aus der Schulpraxis, die religions- und politikbezogen sind.
Bestehende Lehrkonzepte für die Fallarbeit erfahren eine Weiterentwicklung im Sinne von partizipativen Design-Based-Research (DBR) und fachspezifischer didaktischer Vertiefung: Bewährte Lernumgebungen werden iterativ überarbeitet, erprobt und evaluiert.
Die Fälle selbst sind an den folgenden drei Schritten in Anlehnung an die Harvard Case Studies „Justice in School“ orientiert:
- Fälle werden lebendig erzählt und multimedial inszeniert.
- Systematisch berücksichtigt wird die Sicht ausgewählter zivilgesellschaftlicher Stakeholder auf Unterricht – beispielsweise die Perspektiven von Eltern und Schulleitung.
- Zusätzlich stärken strukturierte Diskussionsprotokolle die multiperspektivische Konfliktanalyse.
Insgesamt werden die Studierenden durch die Arbeit mit konkreten Fällen in die Lage versetzt,
- Dynamiken religionsbez. Radikalisierung/Diskriminierung zu deuten und zu erklären.
- die Heterogenität der zugrunde liegenden Perspektiven/Werte der Stakeholder zu analysieren.
- die daraus entspringenden Kontroversen entlang eines Diskussionsprotokolls zu moderieren.