22.05.2026
Leben ist Sterben.
Leben ist Sterben.
Unter diesem Titel fand am 12.05. in der Dreikönigskirche in Dresden ein Fachtag zu Abschied und Trauer in verschiedenen Religionen in Sachsen statt, den die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung organisierte.Sterben und Trauer berühren uns alle - und jede Religion hat ihre eigenen Wege, Abschied und Verlust zu gestalten. Der Tod ist dabei selten ein endgültiges Ende, sondern ein Übergang in eine andere Wirklichkeit. Der Fachtag öffnete Türen zu religiösen Vorstellungen, Ritualen und Traditionen rund um Trauer und Abschied in Sachsen. Teilnehmende erlebten persönliche Geschichten von Menschen, die an der Ausstellung ,Sichtbare Vielfalt. Religionen in Sachsen" mitgewirkt haben: Sie berichteten von Trauererfahrungen, Abschiedsritualen, vom Umgang mit den Körpern Verstorbener, von Bestattungsformen und den kulturellen und theologischen Hintergründen - u.a. durch Vorträge des Rabbiners Michael Jedwabny, des Religionswissenschaftlers Sarah Besic und von Sarah Rosenhauer zur christlichen Auferstehungshoffnung. Auferstehung, so Rosenhauer, bezieht sich nicht nur auf ein postmortales Geschehen, in dem der Mensch in ein himmlisches Jenseits transferiert wird. Auferstehung findet jetzt und hier statt, wo Menschen sich helfen, aufzustehen, sich umeinander sorgen, Isolation und Verkrümmung heilen.