Lehrveranstaltungen
Wichtiger Hinweis zur Planung
Bitte beachten Sie, dass alle im Kommentierten Vorlesungsverzeichnis aufgeführten Angaben ohne Gewähr erfolgen. Da die Semesterplanung ein dynamischer Prozess ist, kann es fortlaufend zu Änderungen und kurzfristigen Anpassungen (z. B. bei Terminen, Räumen oder Lehrpersonen) kommen.
Es wird daher empfohlen, die Einträge regelmäßig auf Aktualisierungen zu prüfen.
Module – Sommersemester 2026
PHF-BA-SOWI-POL-PS-Akt
(Aktuelle Debatten der vergleichen Demokratieforschung)
- Seminar – [Pw Sys - Vollmann] Autokratische Legitimationsstrategien im Vergleich
- Lehrperson
-
- Erik Vollmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 3. Doppelstunde HSZ/0101/U In Präsenz - Beschreibung
- „Warum überleben Regierungen? Diese bis heute aktuelle Frage stellt sich die Politische-Kultur-Forschung. Die Prämisse der Forschung lautet: „Jedes politische System versucht Stabilität zu erreichen, um seine Bestandserhaltung zu gewährleisten. Hierzu benötigt es die Anerkennung als legitim durch seine Bürger, sonst wird es über kurz oder lang zusammenbrechen und in einen anderen Aggregatzustand übergehen“ (Pickel und Pickel 2006: 52). Legitimität, d.h. der Glaube einer Bevölkerung bzw. bedeutender Segmente derselben an eine Herrschaftsordnung als rechtens, steht dabei im Mittelpunkt. Das gilt nicht nur für demokratische Systeme, auf die sich die Politische-Kultur-Forschung bisher überwiegend bezog, sondern gerade auch für Autokratien, die im Zentrum dieses Seminars stehen. Dieses Seminar bietet einen Überblick über bedeutende Ansätze der Legitimationsforschung in nicht-demokratischen Systemen. Verschiedene Konzepte und methodische Zugänge (z.B. Einstellungs-, Verhaltens- und Diskursforschung) des Forschungszweigs werden analysiert, diskutiert und kritisch eingeordnet. Hinzu erhalten die Studierenden praktische Einblicke in die Anwendungs- und Auswertungsmöglichkeiten, um Legitimationsstrategien in autokratischen Kontexten vergleichen zu können.
- Literatur
-
- Beetham, David. 2013. The Legitimation of Power, 2. Aufl. Basingstoke: Palgrave Macmillan.
- - Dukalskis, Alexander. 2017. The Authoritarian Public Sphere. Legitimation and Autocratic Power in North Korea, Burma, and China. New York: Routledge.
- - Gerschewski, Johannes. 2013. The three pillars of stability: legitimation, repression, and co-optation in autocratic regimes. Democratization, 20(1), 13-38. doi:10.1080/13510347.2013.738860
- - Josua, Maria. 2016. Cooptation Reconsidered: Authoritarian Regime Legitimation Strategies in the Jordanian “Arab Spring”. Middle East Law and Governance, 8(1), 32-56. doi: 10.1163/18763375-00801001
- - Kneuer, Marianne. 2013. Die Suche nach Legitimität. Außenpolitik als Legitimationsstrategie autokratischer Regime. In Steffen Kailitz und Patrick Köllner (Hrsg.), Auto-kratien im Vergleich. PVS Sonderheft 47 Nomos, S. 210-241. https://doi.org/10.5771/9783845244655-210
- - Schmidtke, Henning und Steffen Schneider. 2012. Methoden der empirischen Legitimationsforschung: Legitimität als mehrdimensionales Konzept. In Anna Geis, Frank Nullmeier und Christopher Daase (Hrsg.), Der Aufstieg der Legitimitätspolitik: Rechtfertigung und Kritik politisch-ökonomischer Ordnungen. Baden-Baden: Nomos, S. 225-242.
- - von Soest, Christian und Julia Grauvogel. 2017. Identity, procedures and performance: how authoritarian regimes legitimize their rule. Contemporary Politics, 23(3), 287-305. doi:10.1080/13569775.2017.1304319
- - Weber, Max. 2008. Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriss der verstehenden Soziologie. Frankfurt am Main: Zweitausendeins, S. 157-222.
- Seminar – [Pw Sys - Vollmann] Strategien von Herrschaftssicherung im Vergleich
- Lehrperson
-
- Erik Vollmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde ABS/0213/U In Präsenz - Beschreibung
- Dieses Seminar untersucht zentrale Strategien, mit denen politische Herrschaft gesichert und stabilisiert wird. Im Mittelpunkt steht ein vergleichender Blick auf demokratische und autoritäre Systeme sowie die Instrumente, die politische Regime einsetzen, um ihre Macht zu erhalten.
Ausgehend von klassischen und aktuellen Ansätzen der vergleichenden Politikwissenschaft analysiert das Seminar u.a. drei zentrale Mechanismen der Herrschaftssicherung: Legitimation, Repression und Kooptation. Legitimation umfasst etwa ideologische Rechtfertigungen, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit oder demokratische Verfahren, die Zustimmung in der Bevölkerung erzeugen sollen. Repression bezieht sich auf den Einsatz von Zwang, Überwachung und Gewalt gegen Opposition und gesellschaftliche Akteure. Kooptation bezeichnet Strategien der Einbindung potenzieller Gegner oder gesellschaftlicher Eliten in politische Entscheidungsstrukturen, etwa durch Patronage, institutionelle Beteiligung oder materielle Anreize.
Anhand ausgewählter Fallstudien wird untersucht, wie unterschiedliche Regime diese Strategien kombinieren und an institutionelle sowie gesellschaftliche Kontexte anpassen. Ziel des Seminars ist es, theoretische Ansätze zur Stabilität politischer Regime kritisch zu diskutieren und empirisch vergleichend anzuwenden.
Die Teilnehmenden erwerben Kenntnisse zentraler Theorien zu Autoritarismus, Demokratie und Regimestabilität sowie Fähigkeiten zur Analyse politischer Herrschaftsstrategien in unterschiedlichen politischen Systemen.
PHF-BA-SOWI-POL-THEO-Akt
(Aktuelle Debatten der Politischen Theorie)
- Seminar – [Pw Theo - Dhawan] Theories of Violence and Nonviolence
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Nikita Dhawan
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 50
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde ABS/0E04/U In Präsenz - Beschreibung
- One of the biggest challenges facing critical theorizing of violence and nonviolence is how to define it. Are these accounts universal and ahistorical or are they specific to time and space? While some insist that only physical assault qualifies as violence, others argue that words and ideas have the power to injure, such that violence can be discursive and epistemic. Furthermore, it is also highlighted that violence is not just personal and intersubjective but can also involve economic and legal structures. How do different practices of violence constitute bodies and spaces? What are the technologies of violence? Through what physical, structural, discursive, normative, and affective means and modalities is violence staged and enacted? How do we respond to the ethical demands that these issues raise? Can one fight for gender or racial justice with unjust means? Or does violence only endlessly multiply itself, with every violent act strengthening its force? Given the pervasiveness of violence, is nonviolence a luxury and privilege reserved only for those who need not struggle for their self-preservation, whose existence is not under permanent threat? In this class, we will engage with these questions through the writings of Frantz Fanon, Hannah Arendt, M.K. Gandhi, and Judith Butler.
- Literatur
- The class is a reading seminar. You should be prepared to read and discuss lengthy English texts.
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Zeitfenster Lehramt
- Seminar – [Pw Theo - Gleißner] Kritische Migrationstheorien: Exil und politische Autobiographie
- Lehrperson
-
- Leyla Sophie Gleißner
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis – Virtuell bis ABS/0105/U In Präsenz bis ABS/0105/U In Präsenz bis HSZ/0405/U In Präsenz bis ABS/0105/U In Präsenz bis ABS/0214/U In Präsenz - Beschreibung
- Dieses Seminar setzt sich mit dem Potenzial autobiografisch situierten Wissens für die Arbeit an einer kritischen Theorie der Migration, der Flucht und des Exils auseinander. „Kritisch“ ist dabei nicht als Kritik an Migration zu verstehen, sondern als Ausgangspunkt einer Theorie, die soziale Gerechtigkeit und anti-rassistischen Widerstand in den Blick nimmt und konzeptuell zu unterstützen sucht. Entlang der intensiven Auseinandersetzung mit Schriften von migrantisch situierten Autorinnen* wird gemeinsam an einer begrifflichen und konzeptuellen Grundlage für ein solches Denken gearbeitet. Ergänzend werden Gastvorträge von Gästinnen aus der kritischen Rechts- und Literaturwissenschaft (Dr. Nerges Azizi – European Center for Constitutional and Human Rights und Dr. Alice Lacoue-Labarthe – Université Grenoble Alpes/ Centre Marc Bloch) sowie künstlerische Materialien, darunter ein Filmscreening („De l’autre côté“ von Chantal Akerman), in die Sitzungen einbezogen.
Inhaltlich orientiert sich das Seminar an fünf thematischen Leitlinien:
Erstens wird die Rolle sogenannter „Fremder“ sowie der „Gastfreund*innenschaft“ in der Geschichte der politischen Theorie und Philosophie diskutiert (Jacques Derrida mit Bezügen zu Platon und Immanuel Kant, Georg Simmel).
Zweitens wird die Bedeutung von Grenzen und deren Überschreitung sowie die Begrenzung individueller und kollektiver Rechte im Kontext von Flucht und Migration diskutiert (Hannah Arendt, Gloria E. Anzaldúa).
Drittens widmet sich das Seminar zeitgenössischen intersektional-feministischen Theorien zu migrantischem Widerstand sowie aktivistischen Praktiken desselben (Sara Ahmed, Mariana Ortega).
Viertens werden migrantische Poetiken sowie sprachliche Dimensionen kolonialer Gewalt und Assimilation in den Blick genommen (Arendt, Derrida, Frantz Fanon).
Fünftens werden die singulären wie politischen Konsequenzen einer unmöglichen Rückkehr aus dem Exil sowie die Bedeutung die daraus folgend dem Schreiben beigemessen wird, ausgelotet (Edward Said, Saidiya Hartman).
Drei der Themenblöcke werden durch Gastvorträge und künstlerische Materialien erweitert:
Im zweiten Themenblock referiert Dr. Nerges Azizi (ECCHR – European Center for Constitutional and Human Rights) zum Verhältnis zwischen Recht und Widerstand geflüchteter Menschen.
Im dritten Themenblock wird ein Screening von Chantal Akermans Film „De l’autre côté“ („Von der anderen Seite“) gezeigt, der Flucht und Grenzgewalt an der mexikanisch-US-amerikanischen Grenze thematisiert. Dies geschieht mit freundlicher Unterstützung der Foundation Chantal Akerman.
Im vierten Themenblock hält Dr. Alice Lacoue-Labarthe (Université Grenoble Alpes / Centre Marc Bloch) einen Vortrag zu Poetik und Assimilation im Kontext von Literaturen der sogenannten „Flüchtlingskrise“.
Die Bereitschaft zu Lektüre und Diskussion wird vorausgesetzt. - Literatur
-
- Die vorbereitende Lektüre des folgenden Texts wird empfohlen:
- Ahmed, Sara (1999). Home and away: Narratives of migration and estrangement. International Journal of Cultural Studies, 2(3), 329-347.
- Seminar – [Pw Theo - Al-Taher] Exile and the City - Auf den Spuren von Hannah Arendt und Edward Said zwischen Jerusalem und New York
- Lehrperson
-
- Hanna Al-Taher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis ABS/2-09/U In Präsenz bis ABS/2-09/U In Präsenz bis ABS/2-09/U In Präsenz bis ABS/2-09/U In Präsenz bis ABS/2-09/U In Präsenz bis ABS/0105/U In Präsenz
PHF-BA-SOWI-POL-THEO-Meth
(Methoden der Politischen Theorie)
- Seminar – [Pw Theo - Dhawan] Theories of Violence and Nonviolence
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Nikita Dhawan
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 50
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde ABS/0E04/U In Präsenz - Beschreibung
- One of the biggest challenges facing critical theorizing of violence and nonviolence is how to define it. Are these accounts universal and ahistorical or are they specific to time and space? While some insist that only physical assault qualifies as violence, others argue that words and ideas have the power to injure, such that violence can be discursive and epistemic. Furthermore, it is also highlighted that violence is not just personal and intersubjective but can also involve economic and legal structures. How do different practices of violence constitute bodies and spaces? What are the technologies of violence? Through what physical, structural, discursive, normative, and affective means and modalities is violence staged and enacted? How do we respond to the ethical demands that these issues raise? Can one fight for gender or racial justice with unjust means? Or does violence only endlessly multiply itself, with every violent act strengthening its force? Given the pervasiveness of violence, is nonviolence a luxury and privilege reserved only for those who need not struggle for their self-preservation, whose existence is not under permanent threat? In this class, we will engage with these questions through the writings of Frantz Fanon, Hannah Arendt, M.K. Gandhi, and Judith Butler.
- Literatur
- The class is a reading seminar. You should be prepared to read and discuss lengthy English texts.
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Zeitfenster Lehramt
- Seminar – [Pw Theo - Dhawan] Human Rights and its Critics
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Nikita Dhawan
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 50
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Einschreibefrist
- Ab
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde ABS/0E04/U In Präsenz - Beschreibung
- Human rights are commonly classified into civil, political, economic, social, and cultural rights. A wide range of theoretical approaches has been developed to explain why the protection and promotion of human rights are considered central to processes of transnational justice and democratic governance. At the same time, these approaches seek to account for the persistent gaps between the normative promise of human rights and their uneven implementation in practice.
The doctrine of human rights has also generated substantial critical debate. Feminist, postcolonial, and queer scholars, among others, have questioned the transformative and emancipatory potential of the human rights project. Their critiques highlight how the universalist claims embedded in human rights discourse can, in certain contexts, legitimize political exclusion, reinforce existing power hierarchies, or even enable forms of oppression.
This seminar examines both the theoretical foundations of human rights and the major strands of critique directed at them. By engaging with diverse perspectives, the seminar invites students to reflect on the possibilities and limits of human rights as a framework for justice and political transformation, and to consider calls for rethinking some of the field’s underlying assumptions. - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Zeitfenster Lehramt
PHF-BA-SOWI-POL-IP-Akt
(Aktuelle Debatten der Internationalen Politik)
- Blockseminar – [Pw IP - Gerstenberger] Zivilgesellschaft im deutsch-tschechischen Grenzraum: Lokale Teilhabe und Empowerment
- Lehrperson
-
- Stefanie Gerstenberger
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 60
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis ABS/2-01/U In Präsenz bis ABS/2-01/U In Präsenz - Beschreibung
- Das Seminar ist ein deutsch-tschechisches Lehrforschungsprojekt der TU Dresden, der Univerzita J.E. Purkyné Ústí nad Labem im Fachbereich Politikwissenschaft sowie der Euroregion Erzgebirge und der Aktion Zivilcourage e.V. als Praxispartner. Es findet im Rahmen des Projekts„re:demo – Dialog fördern und Gemeinschaft stärken / Podpora dialogu a posílení komunity“ statt.
Im Zentrum steht die Frage, wie Menschen in ihren Gemeinden und Alltagsräumen demokratische Teilhabe erfahren, ausbauen und gestalten können – und welche Rolle zivilgesellschaftliche Akteure hierbei spielen. Das Seminar richtet sich an Studierende, die erforschen möchten, wie Vereine, Initiativen, Nachbarschaftsnetzwerke, Jugendgruppen, kulturelle Einrichtungen, soziale Träger, migrantische Organisationen, Umwelt- und Sportvereine, Kirchengemeinden, digitale Engagementformen und weitere lokale Beteiligung ermöglichen, erweitern oder stabilisieren. Dabei geht es auch darum, welche Barrieren vorzufinden sind und wie Empowerment insbesondere in peripheren Grenzregionen gefördert werden kann.
Basierend auf theoretischen Perspektiven aus der Politikwissenschaft und Soziologie entwickeln die Studierenden eigenständige empirische Forschungsprojekte. In deutsch-tschechischen Teams untersuchen sie konkrete Formen von Engagement, Mitgestaltung und Beteiligung – etwa in selbstverwalteten Räumen, Kulturinitiativen, Stadtteilprojekten, Jugendforen oder interkulturellen Begegnungsformaten. Methodisch arbeiten sie qualitativ und/oder quantitativ, z. B. mit Interviews mit lokalen Akteur:innen, Umfragen, ethnografischen Beobachtungen, Netzwerkanalysen oder Dokumentenanalysen.
Eine deutsch-tschechische Projektgruppe wird einen grenzüberschreitenden Schulprojekttag konzipieren und gemeinsam durchführen. Dabei erkunden Schüler:innen aus Deutschland und Tschechien, wie sie selbst in ihrem lokalen Umfeld aktiv werden können, welche Formen von Engagement es gibt, was sie sich wünschen, und wie sie demokratische Teilhabe im Alltag stärken können.
Zwei zweieinhalbtägige Blockveranstaltungen in Dresden und Most bilden den strukturellen Rahmen des Seminars. Hier entwickeln die Studierenden ihre Forschungsvorhaben, erhalten methodisches Feedback, tauschen sich mit Vertreter:innen aus Wissenschaft, kommunaler Praxis und unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Bereichen aus und reflektieren ihre Zwischenergebnisse. Im engen Austausch mit lokalen Akteuren analysieren sie sowohl bestehende als auch innovative Formen der Beteiligung und des Empowerments in grenzüberschreitenden und strukturschwachen Regionen.
Das Seminar verbindet wissenschaftliche Analyse, interkulturelle Zusammenarbeit und praxisorientiertes Lernen. Die Ergebnisse werden öffentlich zugänglich gemacht, um Impulse für Forschung, Zivilgesellschaft und Praxisakteure zu geben. Die Kosten für Präsenzangebote (Übernachtung, Kulturprogramm oder Fahrtkosten) werden durch Fördermittel abgedeckt.
- Blockseminar – [Pw - Weisskircher] Die Transnationalisierung des Nationalismus? Rechtspopulismus im 21. Jahrhundert
- Lehrperson
-
- Dr. Manès Weisskircher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis – Virtuell bis ABS/2-01/U In Präsenz bis ABS/2-09/U In Präsenz bis ABS/2-01/U In Präsenz bis ABS/2-01/U In Präsenz - Beschreibung
- Das Seminar untersucht die zunehmende Transnationalisierung von Rechtsaußen-Akteuren. Dabei diskutieren wir sowohl Parteipolitik als auch soziale Bewegungen und andere außerparlamentarische Gruppierungen und Zirkeln. Das Seminar gliedert sich in drei Teile: Im ersten Teil („Ideologie“) analysieren wir den Wandel des klassischen Nativismus hin zu zivilisatorischen bzw. „europäischen“ Selbstverständnissen und wie gemeinsame Feindbilder globale ideologische Brücken schlagen. Im zweiten Teil („Praxis“) stehen transnationale Verflechtungen im Zentrum, etwa im Europäischen Parlament, bei Protestwellen, internationalen Kampagnen und der Diffusion von Labels. Im dritten Teil („Digitalisierung“) analysieren wir die Rolle digitaler Öffentlichkeiten, sozialer Medien und Plattformen für die internationale Vernetzung von Rechtsaußen-Akteuren. Im gesamten Seminar fragen wir nach der Stärke dieser transnationalen Netzwerke und inwiefern nationale Kontexte weiterhin handlungsleitend sind, und transnationale Angleichungen begrenzen. Das Seminar richtet sich an Studierende der Politikwissenschaft und angrenzender Fächer, die sich empirisch-analytisch mit einer zentralen Frage an der Schnittstelle zwischen vergleichender Politikwissenschaft und internationaler Politik befassen möchten.
PHF-BA-SOWI-POL-Digi
(Digitalpolitik)
- Seminar – [Pw Sys - Treiber] Politische Akteure in den sozialen Medien
- Lehrperson
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- Janek Treiber
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
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Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde ABS/2-09/U In Präsenz - Beschreibung
- Soziale Medien sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken und durchdringen inzwischen alle Bereiche des Alltags – von der Ernährung bis zum Dating. Es ist also keineswegs verwunderlich, dass Plattformen wie Facebook, Instagram oder X zunehmend für Akteure der Politik interessant werden – egal, ob Parteien, deren Fraktionen in den Parlamenten oder einzelne Politikerinnen und Politiker. Aber was machen diese Personen und Organisationen eigentlich in den sozialen Medien? Mit welchen Themen beschäftigen sie sich, welche Inhalte bieten sie an, wofür erhalten sie Resonanz? Diese und weitere Fragen sollen im Seminar diskutiert und Antworten gesucht werden. Dazu werden Social-Media-Auftritte nach qualitativen sowie quantitativen Methoden analysiert und verglichen, etwa mit Inhalts- und Bildanalysen oder anhand statistischer Verfahren. Nicht zuletzt sollen rechtliche Aspekte wie Meinungsfreiheit und Persönlichkeitsrechte diskutiert werden. Der Fokus des Seminars liegt auf politischen Gruppen und Personen in Deutschland, ist aber keineswegs auf diese begrenzt. Die Studierenden haben zudem die Möglichkeit, inhaltlich eigene Schwerpunkte zu setzen.
Das Seminar lebt wesentlich von der Anwesenheit und aktiven Beteiligung der Studierenden und erfordert neben der Bereitschaft zum Studium englischsprachiger Texte auch Wissen über die grundlegende Funktionslogik der gängigen Social-Media-Plattformen. Es ist aber nicht nötig, auf diesen angemeldet zu sein oder sie aktiv zu nutzen. - Literatur
-
- Literaturhinweise Social-Media-Nutzung:
- Bast, Jennifer. 2021. Politicians, Parties, and Government Representatives on Instagram: A Review on Research Approaches, Usage Patterns, and Effects. Review of Communication Research 9: 193. doi: 10.12840/ISSN.2255-4165.032.
- Emmer, Martin. 2019. Online-Kommunikation politischer Akteure. In Handbuch Organisationssoziologie, hrsg. Maja Apelt, Ingo Bode, Raimund Hasse, Uli Meyer, Victoria von Groddeck, Maximiliane Wilkesmann und Arnold Windeler, 369-392. Living reference work. Wiesbaden: Springer VS.
- Kelm, Ole. 2020. Why do politicians use Facebook and Twitter the way they do? The influence of perceived audience expectations. Studies in Communication and Media 9 (1): 8–34. doi: 10.5771/2192-4007-2020-1-8.
- Oelsner, Karoline und Linette Heimrich. 2015. Social Media Use of German Politicians: Towards Dialogic Voter Relations? German Politics 24 (4): 451–468. doi: 10.1080/09644008.2015.1021790.
- Peng, Yilang. 2021. What Makes Politicians’ Instagram Posts Popular? Analyzing Social Media Strategies of Candidates and Office Holders with Computer Vision. The International Journal of Press/Politics 26 (1): 143–166. doi: 10.1177/1940161220964769.
- Zu den Forschungsmethoden:
- Bohnsack, Ralf. 2019. Unbewegte Bilder: Fotografien und Kunstgegenstände. In Handbuch Methoden der empirischen Sozialforschung, hrsg. Nina Baur und Jörg Blasius, 1183–1190. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden.
- Mayerl, Jochen und Thorsten Faas. 2019. Quantitative Analyse von Twitter und anderer usergenerierter Kommunikation. In Handbuch Methoden der empirischen Sozialforschung, hrsg. Nina Baur und Jörg Blasius, 1027–1040. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden.
- Mayring, Philipp und Thomas Fenzl. 2019. Qualitative Inhaltsanalyse. In Handbuch Methoden der empirischen Sozialforschung, Bd. 3, hrsg. Nina Baur und Jörg Blasius, 633–648. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden.
- Schrape, Jan-Felix und Jasmin Siri. 2019. Facebook und andere soziale Medien. In Handbuch Methoden der empirischen Sozialforschung, hrsg. Nina Baur und Jörg Blasius, 1053–1064. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden.
- Traue, Boris und Anja Schünzel. 2019. YouTube und andere Webvideos. In Handbuch Methoden der empirischen Sozialforschung, hrsg. Nina Baur und Jörg Blasius, 1065–1077. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden.