Lehrveranstaltungen
Wichtiger Hinweis zur Planung
Bitte beachten Sie, dass alle im Kommentierten Vorlesungsverzeichnis aufgeführten Angaben ohne Gewähr erfolgen. Da die Semesterplanung ein dynamischer Prozess ist, kann es fortlaufend zu Änderungen und kurzfristigen Anpassungen (z. B. bei Terminen, Räumen oder Lehrpersonen) kommen.
Es wird daher empfohlen, die Einträge regelmäßig auf Aktualisierungen zu prüfen.
Wahlpflichtbereich – Sommersemester 2026
PHF-SEBS-GK-07
(Kritisches politisches Denken)
- Seminar – [Pw Theo - van Ooyen] Die Staats- und Demokratietheorie des Bundesverfassungsgerichts
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Robert Christian van Ooyen
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Siehe Opal
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis ausstehend In Präsenz bis ausstehend In Präsenz bis ausstehend In Präsenz bis ausstehend In Präsenz bis ausstehend In Präsenz - Beschreibung
- Das „Politikverständnis“ des Bundesverfassungsgerichts im Spannungsfeld von Macht und Recht aus Sicht der politischen Theorie, erarbeitet anhand der Lektüre zentraler Entscheidungen (insb. Parteiverbotsverfahren von SRP bis NPD II – Ausländerwahlrecht und Kopftuch I-III – Einsatz Bundeswehr – EU von Solange I bis Post-Lissabon). Ausgangspunkt bildet dabei der zentrale Theoriestreit um den „Hüter der Verfassung“ der Kelsen-Schmitt-Kontroverse.
- Literatur
-
- Badura/Dreier (Hg.): Festschrift 50 Jahre Bundesverfassungsgericht, Tübingen 2001
- Baer: Rote Linien, Freiburg 2025
- Brodocz: Die Macht der Judikative, Wiesbaden 2009
- Collings: Democracy’s Guardians. A History of the German Constitutional Court, Oxford 2015
- Czermak: 70 Jahre Bundesverfassungsgericht in ideologischer Schieflage, Baden-Baden 2021
- Darnstädt: Verschlusssache Karlsruhe, München 2018
- Foschepoth: Verfassungswidrig! Das KPD-Verbot im Kalten Bürgerkrieg, 2. Aufl., Göttingen 2021
- Gawron/Rogowski: Die Wirkung des Bundesverfassungsgerichts, Baden-Baden 2007
- Gawron: Bundesverfassungsgericht und Religionsgemeinschaften, Berlin 2017
- Gawron: Private und Bundesverfassungsgericht, Berlin 2021
- Gawron/Lembcke/van Ooyen: Reform des Bundesverfassungsgerichts?, Berlin 2021
- Grigoleit: Bundesverfassungsgericht und deutsche Frage, Tübingen 2004
- Grimm: Recht oder Politik? Die Kelsen-Schmitt-Kontroverse…, Berlin 2020
- Häberle: Verfassungsgerichtsbarkeit – Verfassungsprozessrecht, Berlin 2014
- Henne/Riedlinger: Das Lüth-Urteil aus (rechts-)historischer Sicht, Berlin 2005
- Hönnige: Verfassungsgericht, Regierung und Opposition, Wiesbaden 2007
- Jestaedt/Möllers/Lepsius/Schönberger: Das entgrenzte Gericht, Frankfurt a.M. 2011
- Kelsen: Wer soll der Hüter der Verfassung sein?, Neuausgabe, 2. Aufl., Tübingen 2019
- Kneip: Verfassungsgerichte als demokratische Akteure, Baden-Baden, 2009
- Kommers: Judicial Politics in West Germany, Beverly Hills – London 1976
- Kranenpohl: Hinter dem Schleier des Beratungsgeheimnisses, Wiesbaden 2011
- Kuhn: Bundesverfassungsgericht und Parlamentarismus, Baden-Baden 2021
- Kulick/Vasel: Das konservative Gericht, Tübingen 2021
- Lamprecht: Das Bundesverfassungsgericht, BpB, Bonn 2011
- Landfried: Bundesverfassungsgericht und Gesetzgeber, Baden-Baden 1996
- Lembcke: Der Hüter der Verfassung, Tübingen 2007
- Lembcke: Das öffentliche Ansehen des Bundesverfassungsgerichts, Berlin 2007
- Lhotta/Ketelhut/Schöne (Hg.): Das Lissabon-Urteil, Wiesbaden 2013
- Lietzmann: Das Bundesverfassungsgericht, Opladen 1988
- Menzel/Müller-Terpitz (Hg.): Verfassungsrechtsprechung, 3. Aufl., Tübingen 2017
- Möllers: Der vermisste Leviathan, Frankfurt a.M. 2008
- Möllers/van Ooyen (Hg.): Parteiverbotsverfahren, 5. Aufl., Frankfurt a.M. 2017
- van Ooyen: Der Begriff des Politischen des Bundesverfassungsgerichts, Berlin 2005
- van Ooyen: Bundesverfassungsgericht und politische Theorie, Wiesbaden 2015
- van Ooyen: Der Staat der Moderne. Hans Kelsens Pluralismustheorie, 2. Aufl., Berlin 2020
- van Ooyen: Das Bundesverfassungsgerichts und der „Kopftuch-Streit“, 4. Aufl., Frankfurt a.M. 2025
- van Ooyen: Die Staatstheorie des Bundesverfassungsgerichts und Europa, 9. Aufl., Baden- Baden 2022
- van Ooyen: Das Bundesverfassungsgerichts und der Einsatz der Bundeswehr, 5. Aufl., Frankfurt a.M. 2025
- van Ooyen/Möllers: „Der Staat ist von Verfassungs wegen nicht gehindert...“. National-liberaler Etatismus im Staatsverständnis des Bundesverfassungsgerichts, Baden-Baden 2021
- van Ooyen/Möllers: Das Bundesverfassungsgericht im Politikfeld Öffentliche Sicherheit, 6 Bde, Frankfurt a.M. 2025
- van Ooyen/Möllers (Hg.): HB Bundesverfassungsgericht im politischen System, 3. Aufl., Wiesbaden 2025
- Schaal: Integration durch Verfassung und Verfassungsrechtsprechung?, Berlin 2000
- Schlaich/Korioth: Das Bundesverfassungsgericht, 12. Aufl., München 2021
- Schäller: Föderalismus und Souveränität im Bundesstaat, Wiesbaden 2016
- Schmitt: Der Hüter der Verfassung, 4. Aufl., Berlin 1996
- Stolleis (Hg.): Herzkammern der Republik, München 2011
- Stüwe: Die Opposition im Bundestag und das Bundesverfassungsgericht, Baden-Baden 1997
- Vanberg: The Politics of Constitutional Review in Germany, Cambridge 2005
- Vorländer (Hg.): Die Deutungsmacht der Verfassungsgerichtsbarkeit, Wiesbaden 2006
- Wiegandt: Norm und Wirklichkeit. Gerhard Leibholz (1901-1982), Baden-Baden 1995
- Wendenburg: Die Debatte um die Verfassungsgerichtsbarkeit und der Methodenstreit in der Weimarer Republik, Göttingen 1984
- Wöhst: Hüter der Demokratie, Wiesbaden 2017
- Wrase/Boulanger (Hg.): Die Politik des Verfassungsrechts, Baden-Baden 2013.
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Zeitfenster Lehramt
- Seminar – [Pw Theo - Dhawan] Theories of Violence and Nonviolence
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Nikita Dhawan
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 50
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde ABS/0E04/U In Präsenz - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Zeitfenster Lehramt
- Seminar – [Pw Theo - Dhawan] Human Rights and its Critics
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Nikita Dhawan
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 50
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde ABS/0E04/U In Präsenz - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Zeitfenster Lehramt
- Seminar – [Pw Theo - Gleißner] Kritische Migrationstheorien: Exil und politische Autobiographie
- Lehrperson
-
- Leyla Sophie Gleißner
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis – Virtuell bis ABS/0105/U In Präsenz bis ABS/0105/U In Präsenz bis ABS/0105/U In Präsenz bis ABS/0105/U In Präsenz bis ABS/0105/U In Präsenz - Beschreibung
- Dieses Seminar setzt sich mit dem Potenzial autobiografisch situierten Wissens für die Arbeit an einer kritischen Theorie der Migration, der Flucht und des Exils auseinander. „Kritisch“ ist dabei nicht als Kritik an Migration zu verstehen, sondern als Ausgangspunkt einer Theorie, die soziale Gerechtigkeit und anti-rassistischen Widerstand in den Blick nimmt und konzeptuell zu unterstützen sucht. Entlang der intensiven Auseinandersetzung mit Schriften von migrantisch situierten Autorinnen* wird gemeinsam an einer begrifflichen und konzeptuellen Grundlage für ein solches Denken gearbeitet. Ergänzend werden Gastvorträge von Gästinnen aus der kritischen Rechts- und Literaturwissenschaft (Dr. Nerges Azizi – European Center for Constitutional and Human Rights und Dr. Alice Lacoue-Labarthe – Université Grenoble Alpes/ Centre Marc Bloch) sowie künstlerische Materialien, darunter ein Filmscreening („De l’autre côté“ von Chantal Akerman), in die Sitzungen einbezogen.
Inhaltlich orientiert sich das Seminar an fünf thematischen Leitlinien:
Erstens wird die Rolle sogenannter „Fremder“ sowie der „Gastfreund*innenschaft“ in der Geschichte der politischen Theorie und Philosophie diskutiert (Jacques Derrida mit Bezügen zu Platon und Immanuel Kant, Georg Simmel).
Zweitens wird die Bedeutung von Grenzen und deren Überschreitung sowie die Begrenzung individueller und kollektiver Rechte im Kontext von Flucht und Migration diskutiert (Hannah Arendt, Gloria E. Anzaldúa).
Drittens widmet sich das Seminar zeitgenössischen intersektional-feministischen Theorien zu migrantischem Widerstand sowie aktivistischen und rechtlichen Praktiken desselben (Sara Ahmed, Mariana Ortega).
Viertens werden migrantische Poetiken sowie sprachliche Dimensionen kolonialer Gewalt und Assimilation in den Blick genommen (Arendt, Derrida, Frantz Fanon).
Fünftens werden die singulären wie politischen Konsequenzen einer unmöglichen Rückkehr aus dem Exil ausgelotet (Edward Said, Saidiya Hartman).
Drei der Themenblöcke werden durch Gastvorträge und künstlerische Materialien erweitert:
Im zweiten Themenblock wird ein Screening von Chantal Akermans Film „De l’autre côté“ („Von der anderen Seite“) gezeigt, der Flucht und Grenzgewalt an der mexikanisch-US-amerikanischen Grenze thematisiert. Dies geschieht mit freundlicher Unterstützung der Foundation Chantal Akerman.
Im dritten Themenblock referiert Dr. Nerges Azizi (ECCHR – European Center for Constitutional and Human Rights) zum Verhältnis zwischen Recht und Widerstand geflüchteter Menschen.
Im vierten Themenblock hält Dr. Alice Lacoue-Labarthe (Université Grenoble Alpes / Centre Marc Bloch) einen Vortrag zu Poetik und Assimilation im Kontext von Literaturen der sogenannten „Flüchtlingskrise“.
Die Bereitschaft zu Lektüre und Diskussion wird vorausgesetzt. - Literatur
-
- Die vorbereitende Lektüre des folgenden Texts wird empfohlen:
- Ahmed, Sara (1999). Home and away: Narratives of migration and estrangement. International Journal of Cultural Studies, 2(3), 329-347.
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Zeitfenster Lehramt
- Seminar – [Pw Theo - Arenhövel] Theorien der Radikalen Demokratie
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Mark Arenhövel
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde HSZ/0204/U In Präsenz - Beschreibung
- Neben den liberalen, republikanischen und deliberativen Demokratietheorien haben sich die „radikalen Demokratietheorien“ als ein eigenständiger, wenn auch sehr heterogener Strang in der Demokratietheorie etabliert. Doch worum geht es den radikalen Demokratietheorien überhaupt, und was ist „radikal“ an ihnen? Und wie verhalten sie sich zu KritikerInnen, die – wie zuletzt Philip Manow – vorbringen, mit ihnen verkümmere die politische Theorie zum Wettbewerb um die Raffinesse in der Produktion politischer Pathosformeln, die es „Autor und Lesern, Sprecherin und Publikum ermöglichen sollen, sich irgendwie kritischer, progressiver, widerständiger zu fühlen...“ Im Seminar sollen die Theorien von Iris Marion Young, Wendy Brown, Jacques Ranciére, Cornel West und anderen anhand von Primärtexten erschlossen, diskutiert und im Lichte ihrer KritikerInnen bewertet werden.
- Literatur
- Literatur zur Orientierung: Comtesse, Dagmar/Flügel-Martinsen, Oliver/Nonhoff, Martin (Hrsg.): Radikale Demokratietheorie. Ein Handbuch. Berlin 2019.
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
- Zeitfenster Lehramt
- Seminar – [Pw Theo - Arenhövel] Demokratie und Erinnerung
- Lehrperson
-
- Prof. Dr. Mark Arenhövel
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 40
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde HSZ/0204/U In Präsenz - Beschreibung
- Die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann bemerkt in ihrem Buch „Das neue Unbehagen an der Erinnerungskultur“ einleitend, es stelle sich vermehrt die Frage, welche Rolle die (deutsche) Erinnerungskultur fortan in unserer Gesellschaft spielen soll, ob sie überhaupt fortgesetzt werden solle, und wenn ja, wie? In unserem Seminar wollen wir der Frage nachgehen, welcher Zusammenhang zwischen Demokratie und kollektiver Erinnerung spielt, wie Erinnerungskulturen entstehen, wie und von wem sie gestaltet werden und wie die aktuelle Debatte um das Verhältnis von Holocaustgedenken und Kolonialismus zu bewerten ist.
Dabei befragen wir einige Demokratietheorien auf ihre Einbeziehung kommunikativer und kultureller Erinnerungen und analysieren, welche Institutionen in besonderem Maße als Speicher kollektiver Erinnerungen dienen (können). Ein Vergleich zwischen unterschiedlichen Erinnerungskulturen öffnet dann den Weg zu der spekulativen Frage, ob ein „Weltgedächtnis“ wünschbar und möglich ist. Da seit ca. 30 Jahren im Paradigma Gedächtnis/Geschichte/Erinnerungskultur eine kaum noch überschaubare Literatur im Entstehen begriffen ist, wird die selbständige Literaturrecherche der Teilnehmer:Innen des Seminars vorausgesetzt. - Literatur
-
- Literatur zum Einstieg:
- Arenhövel, Mark: Demokratie und Erinnerung. Der Blick zurück auf Diktatur und Menschenrechtsverbrechen. Frankfurt am Main 2000.
- Arenhövel, Mark: Democratization and Transitional Justice, in: Democratization,15:3,570 — 587, 2008.
- Assmann, Aleida: Das neue Unbehagen an der Erinnerungskultur. München 2020.
- Herf, Jeffrey: Zweierlei Erinnerung. Die NS-Vergangenheit im geteilten Deutschland. Berlin 1998.
- Rothberg, Michael: Multidirektionale Erinnerung. Holocaustgedenken im Zeitalter der Dekolonisierung. Berlin 2021.
- Sznaider, Natan: Fluchtpunkte der Erinnerung. Über die Gegenwart von Holocaust und Kolonialismus. München und Bonn 2022.
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Lehrplanung
- Zeitfenster Lehramt
- Seminar – [Pw RVT - Zucca-Soest] Rechtskritik
- Lehrperson
-
- Dr. Sabrina Zucca-Soest
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 4. Doppelstunde ABS/0105/U In Präsenz - Beschreibung
- Das Seminar bietet eine Einführung in zentrale Ansätze der Rechtskritik und fragt, welche Rolle das Recht als besondere Form von Normativität in modernen Gesellschaften spielt. Im Mittelpunkt steht die Annahme, dass Recht nicht nur neutrale Regeln bereitstellt, sondern auch gesellschaftliche Macht- und Herrschaftsverhältnisse aktiv hervorbringt, stabilisiert und legitimiert. Gemeinsam untersuchen wir, wie Kategorien wie Gleichheit, Freiheit oder Neutralität juristisch konstruiert werden und welche sozialen Konflikte dabei verdeckt oder reproduziert werden können. Rechtskritik versteht Recht als umkämpftes Feld: Einerseits kann es Gewalt und Ungleichheit absichern, andererseits wird es auch als mögliches Instrument sozialer Transformation diskutiert. Ziel des Seminars ist es, ein kritisches Verständnis von Recht als historisch gewachsenem und politisch geprägtem System zu entwickeln und nach alternativen Perspektiven auf Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Wandel zu fragen. Dafür werden zentrale Perspektiven der Critical Legal Studies, der feministischen Rechtswissenschaft und der postkolonialen Theorien bearbeitet.
- Seminar – [Pw RVT - Zucca-Soest] Warum sollen wir gehorchen? Staat-Recht-Herrschaft im Liberalismus, Republikanismus und Anarchismus
- Lehrperson
-
- Dr. Sabrina Zucca-Soest
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 3. Doppelstunde HSZ/0101/U In Präsenz - Beschreibung
- Das Seminar widmet sich der Frage, wie politische Herrschaft begründet und legitimiert wird – und wo ihre Grenzen liegen. Ausgangspunkt sind drei klassische Positionen der politischen Philosophie: Liberalismus, Republikanismus und Anarchismus, die jeweils unterschiedliche Antworten und Begründungen auf die Legitimität von Staat, Recht und Herrschaft geben. Klassische Positionen des Liberalismus (Hobbes) begründen die liberalen Formen der Herrschaft als notwendige Zwangsordnung: Legitimität entsteht durch den Verzicht auf individuelle Freiheit zugunsten von Sicherheit und Frieden. Der Republikanismus (Rousseau) entwickelt demgegenüber eine republikanische Konzeption, in der Herrschaft nur dann legitim ist, wenn sie aus kollektiver Selbstgesetzgebung hervorgeht und der Gemeinwille Ausdruck politischer Freiheit ist. Der Anarchismus (Bakunin) schließlich weist jede staatliche Herrschaft grundsätzlich zurück und versteht Recht und Staat (fast immer) als illegitime Instrumente struktureller Unterdrückung. Ergänzt wird dieser klassische Dreischritt durch die moderne diskurstheoretische Perspektive von Jürgen Habermas, der politische Herrschaft nicht durch Zwang oder vorgegebene Einheit, sondern durch öffentliche, herrschaftsfreie Kommunikation legitimiert sieht. Das Seminar vergleicht diese unterschiedlichen Legitimationsmodelle und diskutiert ihre Relevanz für moderne demokratische Ordnungen sowie für aktuelle politische Konflikte.
- Seminar – [Pw Theo - Al-Taher] Exile and the City - Auf den Spuren von Hannah Arendt und Edward Said zwischen Jerusalem und New York
- Lehrperson
-
- Hanna Al-Taher
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 25
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis HSZ/0208/U In Präsenz bis HSZ/0208/U In Präsenz bis HSZ/0208/U In Präsenz bis HSZ/0208/U In Präsenz bis HSZ/0208/U In Präsenz bis HSZ/0208/U In Präsenz - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Zeitfenster Lehramt
PHF-SEBS-GK-06
(Geschichte, Theorien und Empirie Internationaler Politik)
- Seminar – [Pw IP - Kleinschmidt] Geschichte, Theorien u. aktuelle Fragen der Politik Europas
- Lehrperson
-
- Dr. Jochen Kleinschmidt
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Montag 3. Doppelstunde HSZ/0105/U In Präsenz - Beschreibung
- Dieser Kurs wendet einen historisch-soziologischen Ansatz auf die Analyse europäischer Politik und Geschichte an. Dieser basiert auf der Beobachtung und theoretischen Interpretation langfristiger Interaktionsmuster zwischen sozialen und wirtschaftlichen Strukturen, internationalen Systemen und militärischen Konflikten. Insbesondere wird auf entscheidende Transformationsprozesse in der europäischen Geschichte – wie Staatenformation, Revolutionen, der Aufstieg von Absolutismus, Imperialismus, Faschismus, der liberalen Demokratie und der modernen Konsumgesellschaft, die beiden Weltkriege, der Kalte Krieg, die europäische Einigung und ihre Krise sowie der gegenwärtige Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine – eingegangen. Auch die Beziehungen Europas zu anderen Teilen der Welt, und hier insbesondere die transatlantischen Beziehungen, werden thematisiert. Erfolgreiche Teilnehmer*innen erwerben ein fortgeschrittenes Verständnis der begrifflichen und theoretischen Debatten über europäische Politik und Geschichte in den Internationalen Beziehungen und in angrenzenden Disziplinen.
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Zeitfenster Lehramt
- Seminar – [Pw IP - Opitz] Internationale Organisationen in der Zeitenwende
- Lehrperson
-
- Friedrich Opitz
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 35
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Mittwoch 5. Doppelstunde ABS/1-01/U In Präsenz - Beschreibung
- IOs in der Zeitenwende
Kontestation, Backlash und die Zukunft globaler Zusammenarbeit
Die globale Ordnung befindet sich in einer tiefgreifenden Transformationsphase. Machtverschiebungen, autoritäre Gegenbewegungen, neoimperiale Bestrebungen und technologische Disruption prägen die gegenwärtige Entwicklungen. Diese Umbrüche stellen internationale Organisationen (IO) vor grundlegende Herausforderungen. Die zunehmende Verwischung der Grenzen zwischen innerstaatlicher und internationaler Politik erzeugt komplexe Wechselwirkungen, die sowohl die Funktionsfähigkeit als auch die Legitimität internationaler Institutionen beeinflussen. Daraus ergeben sich drängende Zukunftsfragen: Für wen und mit welchem Auftrag sollen internationale Organisationen handeln? Wie können Institutionen Interessenkonflikte zwischen Staaten und nichtstaatlichen Akteuren überbrücken, Kooperation ermöglichen oder Konflikte moderieren? Sind sie (noch) in der Lage, globale Probleme wie Klimawandel, Pandemien oder Sicherheitskrisen effektiv zu bewältigen? Wer repräsentiert wen--und wie demokratisch sind ihre Entscheidungsprozesse? Wie ist nationale Souveränität mit globaler Governance vereinbar? Vor diesem Hintergrund zielt das Einführungsseminar auf eine kritische Auseinandersetzung mit den theoretischen Grundlagen, historischen Entwicklungslinien und aktuellen Dynamiken internationaler Organisationen. Im Mittelpunkt stehen die Kontestation liberaler Ordnungsprinzipien, die Anpassungsstrategien internationaler Organisationen sowie der Nexus zwischen Innen- und Außenpolitik. Zugleich wird die Zukunft globaler Zusammenarbeit selbst zum analytischen Spannungsfeld: Bewegen wir uns auf eine Phase postliberaler Fragmentierung und machtpolitischer Blockbildung zu—oder entstehen in der Polykrise neue Formen institutioneller Kooperation und normativer (Un-)Ordnung im 21. Jahrhundert? - Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Zeitfenster Lehramt
- Blockseminar – [Pw IP - Gerstenberger] Zivilgesellschaft im deutsch-tschechischen Grenzraum: Lokale Teilhabe und Empowerment
- Lehrperson
-
- Stefanie Gerstenberger
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 60
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Über URL einschreiben
- Termine
-
Datum Uhrzeit Ort Durchführung bis ausstehend In Präsenz bis ausstehend In Präsenz bis ausstehend In Präsenz - Beschreibung
- Das Seminar ist ein deutsch-tschechisches Lehrforschungsprojekt der TU Dresden, der Univerzita J.E. Purkyné Ústí nad Labem im Fachbereich Politikwissenschaft sowie der Euroregion Erzgebirge und der Aktion Zivilcourage e.V. als Praxispartner. Es findet im Rahmen des Projekts„re:demo – Dialog fördern und Gemeinschaft stärken / Podpora dialogu a posílení komunity“ statt.
Im Zentrum steht die Frage, wie Menschen in ihren Gemeinden und Alltagsräumen demokratische Teilhabe erfahren, ausbauen und gestalten können – und welche Rolle zivilgesellschaftliche Akteure hierbei spielen. Das Seminar richtet sich an Studierende, die erforschen möchten, wie Vereine, Initiativen, Nachbarschaftsnetzwerke, Jugendgruppen, kulturelle Einrichtungen, soziale Träger, migrantische Organisationen, Umwelt- und Sportvereine, Kirchengemeinden, digitale Engagementformen und weitere lokale Beteiligung ermöglichen, erweitern oder stabilisieren. Dabei geht es auch darum, welche Barrieren vorzufinden sind und wie Empowerment insbesondere in peripheren Grenzregionen gefördert werden kann.
Basierend auf theoretischen Perspektiven aus der Politikwissenschaft und Soziologie entwickeln die Studierenden eigenständige empirische Forschungsprojekte. In deutsch-tschechischen Teams untersuchen sie konkrete Formen von Engagement, Mitgestaltung und Beteiligung – etwa in selbstverwalteten Räumen, Kulturinitiativen, Stadtteilprojekten, Jugendforen oder interkulturellen Begegnungsformaten. Methodisch arbeiten sie qualitativ und/oder quantitativ, z. B. mit Interviews mit lokalen Akteur:innen, Umfragen, ethnografischen Beobachtungen, Netzwerkanalysen oder Dokumentenanalysen.
Eine deutsch-tschechische Projektgruppe wird einen grenzüberschreitenden Schulprojekttag konzipieren und gemeinsam durchführen. Dabei erkunden Schüler:innen aus Deutschland und Tschechien, wie sie selbst in ihrem lokalen Umfeld aktiv werden können, welche Formen von Engagement es gibt, was sie sich wünschen, und wie sie demokratische Teilhabe im Alltag stärken können.
Zwei zweieinhalbtägige Blockveranstaltungen in Dresden und Most bilden den strukturellen Rahmen des Seminars. Hier entwickeln die Studierenden ihre Forschungsvorhaben, erhalten methodisches Feedback, tauschen sich mit Vertreter:innen aus Wissenschaft, kommunaler Praxis und unterschiedlichen zivilgesellschaftlichen Bereichen aus und reflektieren ihre Zwischenergebnisse. Im engen Austausch mit lokalen Akteuren analysieren sie sowohl bestehende als auch innovative Formen der Beteiligung und des Empowerments in grenzüberschreitenden und strukturschwachen Regionen.
Das Seminar verbindet wissenschaftliche Analyse, interkulturelle Zusammenarbeit und praxisorientiertes Lernen. Die Ergebnisse werden öffentlich zugänglich gemacht, um Impulse für Forschung, Zivilgesellschaft und Praxisakteure zu geben. Die Kosten für Präsenzangebote (Übernachtung, Kulturprogramm oder Fahrtkosten) werden durch Fördermittel abgedeckt.
PHF-SEBS-GK-05
(Das politische System der Bundesrepublik Deutschland im Vergleich)
- Vorlesung – [Pw Sys - Eichhorn] Das politische System der Bundesrepublik im Vergleich
- Lehrperson
-
- Dr. Kristin Eichhorn
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 200
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 5. Doppelstunde ABS/0E11/H In Präsenz - Beschreibung
- Diese Vorlesung führt erstens grundlegend in das politische System Deutschlands ein, arbeitet zweitens spezifische Merkmale heraus und zeigt drittens neuere Entwicklungen der Bundesrepublik auf. Neben der Entstehung und der institutionellen Struktur der Bundesrepublik werden politische Akteure und Prozesse sowie intermediäre Institutionen betrachtet. Ein wichtiger Fokus liegt zudem auf die Einbindung in die EU und dem Regieren in dem deutschen und europäischen Mehrebenensystem.
- Zuordnungen
-
- Nicht modular
-
- Zeitfenster Lehramt
- Seminar – [Pw Sys - Vollmann] Strategien von Herrschaftssicherung im Vergleich
- Lehrperson
-
- Erik Vollmann
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 2. Doppelstunde ABS/0213/U In Präsenz - Beschreibung
- Dieses Seminar untersucht zentrale Strategien, mit denen politische Herrschaft gesichert und stabilisiert wird. Im Mittelpunkt steht ein vergleichender Blick auf demokratische und autoritäre Systeme sowie die Instrumente, die politische Regime einsetzen, um ihre Macht zu erhalten.
Ausgehend von klassischen und aktuellen Ansätzen der vergleichenden Politikwissenschaft analysiert das Seminar u.a. drei zentrale Mechanismen der Herrschaftssicherung: Legitimation, Repression und Kooptation. Legitimation umfasst etwa ideologische Rechtfertigungen, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit oder demokratische Verfahren, die Zustimmung in der Bevölkerung erzeugen sollen. Repression bezieht sich auf den Einsatz von Zwang, Überwachung und Gewalt gegen Opposition und gesellschaftliche Akteure. Kooptation bezeichnet Strategien der Einbindung potenzieller Gegner oder gesellschaftlicher Eliten in politische Entscheidungsstrukturen, etwa durch Patronage, institutionelle Beteiligung oder materielle Anreize.
Anhand ausgewählter Fallstudien wird untersucht, wie unterschiedliche Regime diese Strategien kombinieren und an institutionelle sowie gesellschaftliche Kontexte anpassen. Ziel des Seminars ist es, theoretische Ansätze zur Stabilität politischer Regime kritisch zu diskutieren und empirisch vergleichend anzuwenden.
Die Teilnehmenden erwerben Kenntnisse zentraler Theorien zu Autoritarismus, Demokratie und Regimestabilität sowie Fähigkeiten zur Analyse politischer Herrschaftsstrategien in unterschiedlichen politischen Systemen.
- Seminar – [Pw Sys - Eichhorn] Digitaler Autoritarismus
- Lehrperson
-
- Dr. Kristin Eichhorn
- Maximale Teilnehmeranzahl
- 30
- Einschreibung
-
- Einschreibung über
- Keine Angabe
- Termine
-
Wochentag Uhrzeit Ort Durchführung Dienstag 4. Doppelstunde ABS/2-09/U In Präsenz