03.12.2018

­Gastvortrag am 11.12.2018: "'Wer Christum nicht erkennen wil, den las man faren'. Luthers Antijudaismus" (Prof. Dr. Anja Lobenstein-Reichmann, Göttingen)

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Als die evangelische Kirche im Jahr 2017 überall in Deutschland das Reformationsjubiläum feierte, standen auch Martin Luthers antijudaistische Äußerungen im Brennpunkt der Diskussion. Der mediale Widerhall des Großereignisses war für die einen willkommener Anlass komplexitätsreduziert den Reformator zum Großvater des deutschen Antisemitismus zu erklären und für die anderen, ihn geradezu apologetisch aus der historischen Verantwortung zu entlassen. Beide Perspektiven sind weder richtig noch falsch. Sie sind vor allem Ausdruck der modernen Perspektivierung auf eine historische Zeit. Der Vortrag soll ein Versuch sein, dieser historischen Zeit sprach- und diskursgeschichtlich auf die Spur zu kommen.

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Alexander Eisold
Letzte Änderung: 04.12.2018