14.10.2026
Workshop Wissenschaftskommunikation
Was heißt es eigentlich, als Forschende:r auf Social Media in Kurzvideoformaten über Wissenschaft zu kommunizieren? Was ist der Beitrag, den aktive Forschende, die selbst Content produzieren, zum expandierenden Feld der Wissenschaftskommunikation beisteuern können? Und welche Skills und Rahmenbedingungen brauchen Forschende, um Social Media erfolgreich mit Wissenschaftscontent zu bespielen?
Diesen Fragen widmete sich ein Workshop, der organisiert durch die Professur für Angewandte Linguistik vom 30.9.–1.10.2026 im Kultur Form Riesa Efau in Dresden stattfand. Finanziert wurde der Workshop durch die TU Dresden über den TUD-Preis für exzellente Wissenschaftskommunikation, der im Jahr 2025 an Prof. Simon Meier-Vieracker verliehen worden war.
Teilnehmende des Workshops Wissenschaftskommunikation
Teilnehmende waren Wissenschaftscreator:innen aus unterschiedlichen Disziplinen und auf verschiedenen Karrerestufen vom Studium bis zur Professur, die seit langem Kurzvideos für die Plattformen TikTok und Instagram produzieren. Auf dem Programm standen am ersten Tag ein Kompakttraining in professionellem Bühnensprechen durch Ulrike Kobalz (Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden), ein Praxis-Input zum Thema Science Slam durch Dr. Ina Hollerer.
Am zweiten Tag schilderte Karl J. Donath vom Social-Media-Team der TU Dresden die institutionelle Perspektive auf Science Creator:innen in den eigenen Reihen. Dabei zeigte sich: Kommunizierende Forschende können mit ihren Persönlichkeiten, ihren Forschungsnähe und besonders auf Social Media mit ihrer Reichweite die zentrale Kommunikationsstrategie von Universitäten maßgeblich bereichern.
Anschließend stand die Content Werkstatt auf dem Programm. Ganz bewusst in kürzester Zeit und mit viel Freude an der Umsetzung spontaner Ideen haben die Teilnehmenden Material für Videos produziert, die auf ihren Social-Media-Kanälen veröffentlicht wurden und weiter veröffentlicht werden.
Zum Abschluss diskutierten die Teilnehmenden unter dem Eindruck des Workshops noch einmal die Grundprinzipien ihrer Arbeit. Ein Fazit: Kommunizierende Forschende sind sowohl im Feld der Wissenschaftskommunikation als auch im Social-Media-Umfeld Akteur:innen mit einer eigenen Stimme und mit einer eigenen Perspektive. Worin diese besteht, ist in einem gemeinsam verantworteten Positionspapier ausgeführt, das auf Zenodo veröffentlicht ist.