Bilateral-grenzüberschreitendes Interreg Sachsen – Tschechien-Projekt (D/CZ): „Ursachen für den Rückgang der Grünlandvielfalt in Schutzgebieten der tschechisch-sächsischen Grenzregion (DiGraSo)"
(2024-2027), Friederike Roy & Harald Kellner
Aktuelles
DiGraSo ist ein internationales und interdisziplinäres Forschungsprojekt, das Forschende aus Tschechien und Deutschland zusammenbringt, um den Einfluss botanischer und mikrobieller Vielfalt in artenreichem Grünland in der Grenzregion zu untersuchen. Beteiligt sind die Technische Universität Liberec als Leadpartner, das IHI-Zittau (TU Dresden), die Senckenberg-Museum Görlitz und die Česká Zemědělská Univerzita v Praze, die sich jeweils unterschiedlichen wissenschaftlichen Schwerpunkten widmen.
Projektpartner bei der Messung der Bodenatmung mit einem Trace Gas Analyzer (LI-COR LI-7810 CH4/CO2/H2O) im Vorland des Zittauer Gebirges.
Das Team des IHI legt seinen Fokus auf die molekularbiologische Erfassung der pilzlichen Artenvielfalt auf extensiv bewirtschafteten Wiesen, insbesondere im Hinblick auf seltene Wiesenpilzarten („Rote-Liste-Arten“), über die in der untersuchten Region bislang kaum etwas bekannt ist. Zudem messen wir die Emissionen von klimarelevanten Gasen wie Methan (CH4) und Kohlendioxid (CO2) in naturnahen und intensiv bewirtschafteten Wiesen, um die Veränderung von Stoffkreisläufen in Abhängigkeit von der Bewirtschaftungsform zu erfassen.
Kleiner Fuchs (Aglais urticae) auf einer Acker-Witwenblume (Knautia arvensis) auf einer der Wiesen im Vorland des Zittauer Gebirges.
Ziel dieses Projektes ist es, aus unseren Forschungsergebnissen Managementempfehlungen für Eigentümer und Informationsmaterial für interessierte Bürger zu entwickeln, wobei nicht nur Pflanzen, sondern auch Bodenorganismen wie Pilze, Bakterien und die Mesofauna Berücksichtigung finden. Damit möchten wir einen Beitrag leisten, um gesunde Ökosysteme und Habitate in der Grenzregion der Oberlausitz umfassender zu erfassen und zu schützen.
EU-Förderung (EFRE): 1.079.743,49 €
Danksagung:
Wir möchten uns beim Geldgeber (EFRE), unseren Projektpartnern und Unterstützern bedanken. Insbesondere bei Susann Koppelt und Maren Mählig (Untere Naturschutzbehörde), Ute Pfeiffer (EPC TU Dresden), Henning Haase (Naturschutzzentrum Zittau), Michael Schlitt (Stiftung Oberlausitz) und Alexander Karich (Wiesenpilzexperte am IHI Zittau) und alle fleißigen Helfer.