Studien- oder Diplomarbeit: Optimierung des Widerstandsnetzwerkes einer GTEM-Zelle
In der EMV-Messtechnik werden als eine der alternativen Mess- und Prüfumgebungen sogenannte Gigahertz-Transverse-Electromagnetc-Cells (GTEM-Zellen) eingesetzt. Diese Messumgebungen bieten gegenüber Absorberkammern einige Vorteile, da sie unter anderem in einem weiten Frequenzbereich arbeiten können (DC bis einige GHz). An der Professur für TET und EMV sind zwei solche Messumgebungen unterschiedlicher Größe vorhanden.
Außenansicht der großen GTEM-Zelle der Professur für TET und EMV
GTEM-Zellen bestehen aus einem pyramidenförmig aufgeweiteten Wellenleiter, der an einem Ende mit einer Kombination aus einem verteilen resistiven Abschlusswiderstand sowie einer Reihe von Hochfrequenzabsorbern abgeschlossen ist. Durch seine Geometrie und den reflexionsarmen Abschluss breiten sich im Inneren Transversal- Elektromagnetische-Wellen aus. Eine Messung in einer GTEM-Zelle erlaubt somit Messungen unter Fernfeldbedingungen und ist somit der Messung im Freifeld ähnlich.
Der Übergangsbereich der Wirkung dieser beiden Abschlussmethoden weist einige Unzulänglichkeiten auf, die zum Auftreten höherer Moden in der GTEM-Zelle, insbesondere bei der Störfestigkeitsprüfung, führen. Dies äußert sich anhand von Resonanzerscheinungen.
Im Rahmen dieser Arbeit soll eine Optimierung des Frequenzganges und der Positionierung des Widerstandsnetzwerkes in der GTEM-Zelle realisiert und messtechnisch untersucht werden.
Spezielle Vorkenntnisse im Bereich der EMV und der Hochfrequenzmesstechnik sind nicht erforderlich. Hilfreich sind Freude am Umgang mit Messtechnik und der praktischen Arbeit im Labor.
Vorkenntnisse in Python oder einer anderen Skriptsprache wären ebenfalls hilfreich, um notwendige Messungen zu automatisieren, sind aber keine Voraussetzung.
Je nach gewünschter Art der Arbeit kann der Umfang entsprechend angepasst sowie eigene Wünsche berücksichtigt werden.
Ansprechpartnerin:
Luzia Christiane Tesar, GOE 214
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