17.03.2026
Wenn Materialien mitdenken – Projektwoche zur Mikrofluidik
Wenn Materialien mitdenken – Projektwoche zur Mikrofluidik
Vom 23. bis 27. Februar waren drei Schüler der 8. Klasse des Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium zu Gast an der Professur. Im Rahmen der wissenschaftlichen Projektwoche beschäftigten sie sich mit der Frage: Wie können smarte Hydrogele als Ventile mikrofluidische Systeme autonom steuern?
Hydrogele sind wasserhaltige Polymernetzwerke, die uns im Alltag beispielsweise in Kontaktlinsen oder Wundauflagen begegnen. In der Forschung eröffnen sie jedoch weitreichendere Möglichkeiten: Durch gezielte Anpassung ihrer Zusammensetzung und ihres Vernetzungsgrades lassen sich ihre Quelleigenschaften präzise einstellen – eine zentrale Voraussetzung für ihren Einsatz als funktionale Ventile in mikrofluidischen Chips.
Während der Woche stellten die Schüler eigene Hydrogele her, untersuchten deren freie Quellung und integrierten sie in mikrofluidische Chips, um das Ventilverhalten experimentell zu untersuchen. Dabei zeigte sich deutlich: Sowohl die Materialzusammensetzung als auch eine präzise Fertigung sind entscheidend für eine zuverlässige Funktion.
Das Thema ist eng mit den Forschungsschwerpunkten der Professur verknüpft. Smarte Materialien und deren Einsatz in logischer Mikrofluidik und Lab-on-a-Chip-Anwendungen stehen im Fokus mehrerer laufender Projekte. Hydrogel-basierte Ventile gelten dabei als vielversprechender Ansatz für adaptive, energieeffiziente Mikrosysteme.
Für die 8. Klassen bildete am 27. Februar eine Postersession mit Pitch vor einer Jury den Abschluss. Die Projektwoche hat eindrucksvoll gezeigt, dass frühzeitige Einblicke in aktuelle Forschung nicht nur Begeisterung wecken, sondern auch den Blick für innovative Anwendungen scheinbar vertrauter Materialien fördern.