Forschungsfelder
Die wissenschaftlich interdisziplinären Forschungsfelder des Bereiches Ingenieurwissenschaften weisen in ihrer thematischen Bandbreite eine große Vielfalt auf. In deren Zentrum stehen die Menschen und ihre Bedürfnisse mit dem Ziel unser Leben für Morgen zu erleichtern und zu verbessern. Zum Finden innovativer Lösungen bauen die Forscher:innen untereinander Netzwerke auf und arbeiten gemeinsam in den folgenden interdisziplinären Forschungsfeldern:
Digitale Gesundheit
Neue Technologien und Erkenntnisse in der Medizin ermöglichen eine nie da gewesene Lebensqualität. Um Wissen und Technik zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort bereitzustellen, benötigen wir eine neue digitale Infrastruktur, zukunftsfähige Prozesse und interdisziplinäre Kooperationen, um die Fortschritte in alle Lebensbereiche zu spiegeln. Mit Forschungsprojekten zum Schwerpunkt Digitale Gesundheit leisten wir einen wichtigen Beitrag dazu, die Effizienz, die Qualität und die Sicherheit der Gesundheitsversorgung zuverlässig zu verbessern.
Industrie 4.0
Die vierte industrielle Revolution ist in vollem Gange. Digitalisierung und Technologieentwicklung verändern die Herstellungsprozesse unserer Güter und verändern unsere Arbeit in der Zukunft. Im "Internet der Dinge" wachsen reale und virtuelle Welt zusammen. Durch moderne Informations- und Kommunikationstechnik werden Maschinen und Abläufe in der Industrie intelligent vernetzt. Mensch, Maschinen, Anlagen und Produkte kommunizieren und kooperieren zukünftig miteinander.
Kreislaufwirtschaft
Kreislaufwirtschaft zielt auf konsequente Vermeidung von Abfall und Emissionen (zero waste, zero emission). Vor diesem Hintergrund müssen zu jedem einzelnen Stoff/ Material aus einem Wertstoff- und Nutzungskreislauf Verfahren zur Aufbereitung und Rückgewinnung entwickelt werden. In diesem Zusammenhang ist die Vernetzung der Stoff- und Energieströme auf unterschiedlichstem Niveau an einem Standort wichtig. Standorte, die heute durch Energiebereitstellung aus fossilen Quellen geprägt sind, müssen in klimaneutrale zukunftsfähige Industriestandorte umgewandelt werden. Beginnend bei heutigen Recycling-Ansätzen führt der Weg durch Verbundwirtschaft mit vernetzten Produktionsprozessen nur über ein funktionierendes zirkuläres Wirtschaften zu einer nachhaltigen Ökonomie. Generelles Ziel, so wie im European Green Deal angelegt, ist dabei den absoluten Ressourcenverbrauch ebenso zu verringern wie die Abhängigkeit von seltenen Erden oder anderen für Deutschland schwer zugänglichen Rohstoffen.
Materialien 4.0
Digitalisierung, Mobilität, neue Energie-Systeme - die Welt ist im Wandel. Innovative Materialien sind eine der Schlüsseltechnologien, um Produkte und industrielle Prozesse wirtschaftlich wettbewerbsfähig und ökologisch nachhaltig zu halten. Die Digitalisierung erfasst nicht nur die in Produkten verwendeten Materialien, sondern revolutioniert auch die Entwicklung neuer Materialien. Das „digitale Labor im Computer“ gewinnt hier als „Dritte Säule“ neben Experiment und modellbasierter Theorie zunehmend an Bedeutung. Dies wird ermöglicht durch enorme wissenschaftliche Fortschritte in den Simulationsmethoden und durch den stetigen Ausbau der verfügbaren Hochleis-tungsrechner. Ohne Simulationen sind heute keine neuen Materialien mehr vorstellbar.
Smart Human
Unser Leben verändert sich, alles ist vernetzt. Damit die Menschen diesem Wandel gewachsen sind, forschen wir an Technologien zur Erweiterung unserer Realität (virtuelle/ erweiterte Realität) und zur Unterstützung unserer Sinne. Damit alle in der Gesellschaft mitwirken und mitbestimmen können.
Zukunftige Energiesysteme
Um den Energiewandel zu meistern benötigen wir neue Technologien basierend auf regenerativen Energieträgern. Damit dieser Übergang sicher und effektiv verläuft, wird in den Ingenieurwissenschaften an verschiedenen Themen geforscht.