06.04.2018

Datenschutzskandale oder Medienhysterie - Prof. Thorsten Strufe im Interview

Prof. Thorsten Strufe © Katharina Knaut Prof. Thorsten Strufe © Katharina Knaut

Prof. Thorsten Strufe

Prof. Thorsten Strufe

Prof. Thorsten Strufe © Katharina Knaut

Deutschlandradio @mediasres und hr-inforadio interviewen Prof. Thorsten Strufe zu den gehäuften Zwischenfällen mit persönlichen Daten, über die kürzlich berichtet wurde. Dabei stellt sich die Frage, ob hier von Medienhysterie und tatsächlichen Pannen geredet werden kann - oder ob sich hier nicht schlicht das System des "Datenreichtums" manifestiert. Natürlich lassen sich die anonymisierten von der Post vermieteten Daten leicht wieder mit Individuen verketten, natürlich sind Informationen über die politische Einstellung, sexuelle Präferenzen und Krankheiten besonders schützenswert und natürlich wird hier gegen die Grundrechte von Bürgern verstoßen - die Zwischenfälle können aber niemanden überraschen, da auf diese Sicherheitslücken seit Jahren aktiv hingewiesen wurde. Die Gesellschaft und der Gesetzgeber werden sich darüber klarer werden müssen, ob man solche Angriffe auf Grundrechte und Demokratie in Kauf nehmen, oder die Daten, die Bürger und unsere Grundrechte doch besser gegen Partikularinteressen schützen will.

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Silvia Kapplusch
Letzte Änderung: 06.04.2018