Interaktion an der FlexiWall © Professur für Mediengestaltung Glyphen auf einem Tablet © Professur für Mediengestaltung

Technische Visualistik

Als Technische Visualistik* wird ein Forschungs- und Anwendungsfeld im Schnittgebiet von Hard- und Softwareentwicklung bezeichnet. Die Fokussierung erfolgt auf die nutzerabhängige Visualisierung von Daten.
Die Technische Visualistik versteht sich als anwendungsorientierte Forschungsrichtung zur Untersuchung der Abbildbarkeit situativer und interaktiver Relationen der Nutzer untereinander und zu ihren Interaktionsobjekten unter der Bedingung der Zeitlichkeit.

(*) Änderungen im Sinne des forschungs- und wissenschaftlichen Fortschrittes behalten wir uns vor.

mehr erfahren Technische Visualistik
Skizze von Gedankenprozessen © Professur für Mediengestaltung

Forschungsthemen

Sowohl im Hardware- als auch im Softwarebereich gibt es zahlreiche auf Visualisierung gerichtete Systeme und Anwendungen, es fehlen jedoch integrierte Lösungen unter Einbeziehung des Nutzerverhaltens. Die bei der Gestaltung von Nutzerschnittstellen vorherrschende Fenstermetapher belässt den Nutzer in der Rolle des einäugigen Zuschauers. Ort, Blickrichtung und Blickverhalten haben keine Einflüsse auf den Visualisierungsprozess. Bislang wird der Nutzer einseitig auf seine intellektuellen und auf Abstraktion beruhenden Fähigkeiten hin angesprochen. Die Alltagserfahrung zeigt, dass der Nutzer beim Bewältigen komplexer und dynamischer Situationen die Raumrelation schnell und sicher erfassen kann und in die Lösungssuche mit einbezieht.

Ein erster Schritt zur Überwindung der restriktiven Fenstersicht besteht in der Definition eines neuen Interaktions-Paradigmas: Situatives Interagieren. Der Nutzer wird hier systemisch, raum-zeitlich und multimodal verknüpft mit seinem Interaktionsgegenstand und mit anderen Nutzern.

Weiter zur Forschung an der Professur für Mediengestaltung.