08.09.2017

"Hot Edge" Demonstrator at IFA 2017

"Hot Edge" Demonstrator © Christian Piechnick "Hot Edge" Demonstrator © Christian Piechnick

"Hot Edge" Demonstrator

"Hot Edge" Demonstrator

"Hot Edge" Demonstrator © Christian Piechnick

Auf der IFA 2017 hat das Team von Prof. Uwe Aßmann (Lehrstuhl Softwaretechnologie) in Kooperation mit Prof. Frank Fitzek (Deutschen Telekom Lehrstuhls für Kommunikationsnetze) einen gemeinsamen Demonstrator „Hot Edge“ zum Thema Mensch Roboter Interaktion im Zeitalter von 5G präsentiert. Auf dem Messestand der Deutschen Telekom wurde eine moderne Version des Spiels „Der heiße Draht“ gezeigt, bei dem Messebesucher mit Hilfe eines Spielecontrollers einen Roboter live über Körperbewegungen steuern konnten. Das Ziel dabei war es den Roboter so zu steuern, dass dieser den Draht nicht berührt, der durch zwei weitere Roboter zufällig bewegt wurde. 

Für den Wissenschaftler der TU Dresden ging es dabei jedoch nicht vordergründig darum, eine unterhaltsame Messedemo zu entwickeln, sondern die Mächtigkeit ihrer Forschungsergebnisse zu evaluieren. Die für den Demonstrator entwickelte Software basiert auf den ersten Ergebnissen des EU ECSEL Projektes IoSense, bei der eine Toolbox für dynamische und adaptive Sensordatenfusion und -analyse konzipiert und entwickelt wird. Die Softwarearchitektur ist dabei in der Lage beliebige Sensordaten (z.B. Controller, Roboter, Berührungserkennung etc.) zu sammeln, zu fusionieren, auszuwerten und daraus Steuersignale abzuleiten. 

Die Daten des Controllers wurden im vorgestellten Aufbau zu einem Server übertragen, dort verarbeitet und zurück an den Roboter gesendet. Teil des Spiels war es, dass die Ausführungslogik während des Spiels auf andere Server verschoben wurde. Abhängig vom Standort des Servers entstehen so unterschiedlich hohe Latenzen. Je weiter der Server vom Demonstrator entfernt ist, umso höher ist die entstehende Latenz. Höhere Latenzen beeinflussen dabei direkt den Schwierigkeitsgrad des Spiels und es wurde deutlich, dass die Spieler bei Latenzen über 100ms kaum noch in der Lage waren, die gestellte Aufgabe zu bewältigen. Dies demonstriert, wie entscheidend Technologien wie Edge-Cloud Computing im Zeitalter von interaktiven Cyber-Physikalischen Systemen somd, um die Durchlaufzeiten der notwendigen Kontrollschleifen zu minimieren. 

Die Deutsche Telekom verloste dabei 3-mal täglich ein aktuelles Smartphone an den besten Spieler. Im Laufe der Internationalen Funkausstellung spielten weit mehr als 1500 Messebesucher am Demonstrator und sowohl das Interesse als auch die Resonanz waren überwältigend. Einige besonders enthusiastische Besucher kamen täglich mehrmals um das kurzweilige und unterhaltsame Spiel zu spielen. 

Der "Hot Edge" Demonstrator auf Youtube

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Sebastian Götz
Letzte Änderung: 15.09.2017