Prof. Clemens Dubslaff
Master Computational Logic, 2010
Promotion: „Quantitative Analyse von konfigurierbaren und rekonfigurierbaren Systemen“, TUD, 2021
Was machen Sie heute?
Ich bin seit 2022 an Technischen Universität Eindhoven am Cluster für formale Systemanalyse als Professor tätig.
Sicherheitskritische Systeme – wie zum Beispiel medizinische Geräte oder selbstfahrende Autos – müssen zuverlässig funktionieren, damit niemand zu Schaden kommt. Daher erforsche und lehre ich sogenannte formale Methoden, mit denen man frühzeitig überprüfen kann, ob ein Computerprogramm Fehler enthält oder bestimmte Probleme garantiert nicht auftreten können. Auf diese Weise lassen sich Risiken erkennen und vermeiden, bevor die Systeme in der Realität eingesetzt werden.
Warum haben Sie sich für ein Informatikstudium entschieden?
In der Informatik können mathematische Konzepte direkt Anwendung finden. So kann man für bestimmte Probleme beweisen, dass sie gar nicht mit dem Computer lösbar sind. Statistische Methoden beim maschinellen Lernen und der künstlicher Intelligenz basieren auch auf theoretischen Grundlagen der Informatik. Schon zu Schulzeiten hatte ich Freude an der Mathematik und fand in der Informatik dann die passende praktische Motivation zur Anwendung.
Warum haben Sie an der an der TU Dresden studiert?
Das hatte mehrere Gründe. Die schöne Stadt mit ihrer Kultur, die reale Chance auf eine Wohnung, Freunde, sowie das breite Studienangebot, welches ich vor meiner Studienwahl beim Hochschulinformationstag kennenlernen konnte.
Woran erinnern Sie sich besonders gern aus Ihrer Studienzeit?
An die vielseitigen Angebote – beim Studium generale, Unisport, Musik, sowie beim Studiengang Computational Logic mit dem hervorragenden Betreuungsschlüssel, interessanten Vorlesungen und vielen Möglichkeiten für Auslandsaufenthalte.
Was folgte nach Ihrem Studium?
Nach meinem Masterabschluss habe ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Dresden und dem Exzellenzcluster CeTI gearbeitet. Am Lehrstuhl für Algebraische und logische Grundlagen der Informatik unter der Leitung von Professorin Christel Baier wurde ich 2021 zum Thema „Quantitative Analyse von konfigurierbaren und rekonfigurierbaren Systemen“ promoviert. Danach habe ich meine Forschungen als Postdoc fortgesetzt und bin seit 2022 Assistenzprofessor am Cluster für formale Systemanalyse der Technischen Universität Eindhoven.”
Was sind Ihre Hobbys?
Als Ausgleich zu meiner Arbeit gehe ich Schwimmen und singe im Chor.