26.02.2026; Vortrag
Echtzeit-AGVirtualisierung einer USB-HID Braillezeile für die Nutzung virtueller Maschinen
Presentation Language: German
Virtuelle Maschinen (VMs) ermöglichen die Ausführung mehrerer isolierter Betriebssysteme auf einem einzigen physischen Gerät. Dabei ist das Multiplexing von Ein- und Ausgabegeräte wie Tastatur, Braillezeile oder Maus notwendig. Einerseits gibt es die Variante des Pass-Through, um Geräte an eine VM weiterzureichen. Andererseits kann ein Hypervisor virtuelle Geräte zur Verfügung stellen, die von einer VM genutzt werden können. Während für Geräte wie Maus und Tastatur viele Möglichkeiten angeboten werden, bietet einzig QEMU eine virtuelle Braillezeile an. Gerätetreiber für Braillezeilen sind oft proprietär und nicht standardisiert, sodass es stark abhängig von Betriebssystem und Bildschirmleser ist, welche Hardware unterstützt wird. Durch die Einführung von USB-HID-Braille gibt es seit einigen Jahren einen Standard, um unterstützte Braillezeilen generisch anzusprechen. Im Rahmen dieses Projekts wurde QEMU zunächst um eine virtuelle Braillezeile nach dem USB-HID-Braille-Standard erweitert. Evaluiert wurde, inwiefern sich HID-Braille für die Bereitstellung einer virtuellen Braillezeile eignet und ob das Zusammenspiel mit den Host-seitigen Braillezeilen-Multiplexer BRLTTY Vorteile bringt.