Projekt "ZellSys"
Inhaltsverzeichnis
ZellSys - Zellulare Energieversorgung zur Umgestaltung der Energieversorgung im suburbanen Raum
| Projektleitung und -koordination: |
Prof. Dr.-Ing. habil. Joachim Seifert |
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Auftraggeber: |
BMWE (FKZ: 46SKD186X) |
| Projektpartner: | |
| Laufzeit: | 10/2022 - 03/2026 |
| Links: | |
| DOI Kurzbericht: | https://doi.org/10.25368/2026.051 |
Kurzbeschreibung
Zum 31. März 2026 endete unser Projekt ZellSys – Zellulare Energiesysteme, das in den letzten dreieinhalb Jahren gemeinsam mit regionalen Partnern und der Professur für Vernetzte Energiesysteme des IEEH der TU Dresden umgesetzt wurde. Ziel des Projektes war es, die zukünftige Energieversorgung der Stadt Wittichenau ganzheitlich und nachhaltig neu zu denken.
Prognose zur Änderung der Struktur des Energiesystems
Was macht ZellSys besonders?
Während die klassische Kommunale Wärmeplanung (KWP) in der Regel auf Wärmeanalysen fokussiert ist, geht ZellSys einen Schritt weiter: Unsere Methode kombiniert diese Wärmeanalysen mit detaillierten elektroenergetischen Betrachtungen. Damit ist ZellSys ein Vorreiter in der Kommunalen Energieplanung und verfolgt einen integrierten Ansatz, der die Bereiche Wärme, Strom, PV-Potenziale, E-Mobilität und Netzfragen gemeinsam berücksichtigt.
Struktur des Berechnungsablaufs,
Ein zentrales Projektergebnis: Der Energieatlas Wittichenau
Mit dem Energieatlas Wittichenau haben wir ein innovatives Werkzeug entwickelt, das Wärme- und Stromdaten, Gebäudemodelle, PV-Eignung, Szenarien bis 2050 und Netzanalysen in einer Plattform vereint. Dieses Tool bildet die Grundlage für eine strategische Energie- und Netzplanung in der Region und ermöglicht es, fundierte Entscheidungen zur nachhaltigen Energiezukunft zu treffen.
Wichtige Erkenntnisse aus dem Projekt
Im Rahmen von ZellSys wurden zahlreiche weitreichende Ergebnisse erarbeitet, die die Grundlage für zukünftige Planungen und Maßnahmen bilden:
- Hochaufgelöste Gebäudemodellierungen – räumlich und zeitlich.
- Szenarien bis 2050: Analyse von Wärmebedarf, Sanierungsmöglichkeiten, PV-Potenzialen, Wärmepumpenzubau und E-Mobilität.
- 100 stochastische Simulationen pro Szenario: Umfassende Analysen verschiedener Entwicklungspfade.
- Entwicklungstrends:
- Sinkender Wärmebedarf, aber gleichzeitig steigende elektrische Lasten.
- PV-Ausbau führt zu höherer Einspeisung, jedoch mit zeitlichen Diskrepanzen zwischen Produktion und Verbrauch.
- Netzengpässe: Ab 2035 könnten in dicht besiedelten Bereichen Engpässe auftreten.
- Übergeordnete Infrastruktur zeigt sich überwiegend ausreichend.
Simulierter Wärmebedarf im Gebäudebestand der Stadt im Szenario V1: BevMax für die Jahre 2025, 2035 und 2050 für einen beispielhaften Simulationsdurchlauf. Die Darstellung basiert auf einer realisationsbezogenen Simulation und berücksichtigt nicht die Streuung bzw. Unsicherheit aus der zugrunde liegenden Wahrscheinlichkeitsverteilung.
Publikationen und Kurzbericht
Im Rahmen des Projekts ZellSys wurden zentrale Ergebnisse in verschiedenen Fachzeitschriften und Konferenzen veröffentlicht. Diese Publikationen bieten detaillierte Einblicke in die Methodik, Analysen und Erkenntnisse des Projekts:
- Paul Seidel, Pauline Grun, Joachim Seifert: Zellulare Energiesysteme – ein methodischer Ansatz zur Analyse und Auslegung. EHP, Euroheat & Power/Fernwärme International, 1/2026, ISSN: 0949-166X, S. 16-24
- Pauline Grun, Paul Seidel, Joachim Seifert: Cellular energy systems in suburban areas. Lecture Notes in Civil Engineering, 15th REHVA HVAC World Congress CLIMA: Decarbonized, healthy and energy conscious buildings in future climates, 04.-06.06.2025, Mailand, Italien
- Pauline Grun, Joachim Seifert, Paul Seidel: Gebäudescharfe Analyse der Wärmebedarfssituation im suburbanen Raum. HLH: Heizung, Lüftung, Klima, Haustechnik, Heft 03, 2024, S. 16-21
- Pauline Grun, Joachim Seifert, Paul Seidel: Gebäudescharfe Analyse der Wärmebedarfssituation im suburbanen Raum am Beispiel der Stadt Wittichenau. EnInnov2024: 18. Symposium Energieinnovation, 14.-16.02.2024, Graz, Session F6: Energieversorgung von Quartieren
Danksagung
Wir danken allen Bürger*innen, kommunalen Akteuren und unseren Projektpartnern für die enge Zusammenarbeit und das Engagement in den letzten Jahren. Gemeinsam konnten wir einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Energiezukunft leisten.Für weiterführende Informationen besuchen Sie bitte unsere Projektseite: zellsys.de/de