25.09.2026
ILK-Wissenschaftler Dr.-Ing. Tino Wollmann erhält Johann-Andreas-Schubert-Preis 2026
Preisverleihung im Beisein des sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer
ILK-Wissenschaftler Dr.-Ing. Tino Wollmann wird mit dem Johann-Andreas-Schubert-Preis 2026 von SACHSENMETALL und der Johann-Andreas-Schubert Stiftung ausgezeichnet. Der Preis wird in der Kategorie „Herausragende Dissertationen“ für seine wissenschaftliche Arbeit „Methoden zur Analyse des schädigungsabhängigen Schwingungsverhaltens von rotierenden Faserverbundstrukturen“ verliehen.
Die feierliche Preisverleihung fand am Montag, 21. September 2026, im BMW Group Werk Leipzig statt. An der Veranstaltung nahmen unter anderem der Sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer und der Arbeitgeberpräsident Dr. Jörg Brückner teil.
Worum geht es in der ausgezeichneten Arbeit?
Rotierende Bauteile sind im Betrieb unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt. Kommt es zu Schäden, können sich auch ihr Verformungs- und Schwingungsverhalten verändern. Genau diese Zusammenhänge untersucht die Dissertation von Tino Wollmann.
Ziel der Arbeit war es, verschiedene Methoden zu entwickeln, mit denen sich das schädigungsabhängige Schwingungsverhalten rotierender Strukturen unter möglichst realitätsnahen Betriebsbedingungen analysieren lässt. Im Mittelpunkt stehen dabei Rotoren aus Faserverbundwerkstoffen.
Dafür entwickelte Tino Wollmann analytische, numerische und experimentelle Verfahren. Unter anderem entstanden Methoden zur Untersuchung von Verformungen, Schwingungen und Schäden. Außerdem entwickelte er einen numerischen Ansatz, mit dem sich Nichtlinearitäten durch das Öffnen und Schließen von Rissen abbilden lassen.
Auch für die experimentelle Untersuchung wurden neue Verfahren entwickelt und erstmals eingesetzt. Dazu gehört ein mitrotierendes System zur Schwingungsanregung. Die verschiedenen Methoden wurden an unterschiedlichen Rotorgeometrien überprüft und validiert.
Von der Forschung zur Anwendung
Die Arbeit entstand im Rahmen anwendungsorientierter und industrienaher Forschung an der TU Dresden mit Bezug zu Hochleistungsrotoren. Obwohl der Schwerpunkt der Arbeit auf Faserverbundwerkstoffen liegt, wurden die Methoden bewusst so entwickelt, dass sie auch auf metallische Bauweisen übertragbar sind.
Ein wichtiger Aspekt der Dissertation ist ihre praktische Relevanz. Die entwickelten Methoden sollen dazu beitragen, das Verhalten rotierender Strukturen unter verschiedenen Belastungs- und Schädigungszuständen besser zu verstehen. Die Erkenntnisse können somit in die Auslegung und Validierung von Hochleistungsrotoren einfließen.
Mit dem Johann-Andreas-Schubert-Preis wird die wissenschaftliche Arbeit von Dr.-Ing. Tino Wollmann und ihr Bezug zu aktuellen Fragestellungen der industriellen Forschung gewürdigt.
Wir gratulieren Dr. Wollmann herzlich zum Johann-Andreas-Schubert-Preis 2026 und wünschen ihm für seinen weiteren wissenschaftlichen und beruflichen Weg viel Erfolg.