ElViS
Entwicklung und Erprobung ultraleichter Verbundstrukturen mit integrierter elektrischer Speicherfunktion (Teilvorhaben: Bauweisenentwicklung, Herstellung und experimentelle Charakterisierung)
Die Zukunft der urbanen Mobilität kann durch das elektrische Fliegen nachhaltig und ökologisch verändert werden. Leichtbau und Energiespeicherung nehmen dabei einen besonderen Stellenwert ein, da aufgrund des hohen zusätzlichen Gewichts gegenwärtiger Energiespeichersysteme nur reduzierte Reichweiten oder Transportkapazitäten erzielt werden können. Insbesondere bei kleineren Luftfahrzeugen bzw. Lufttransportsystemen (Drohnen, Multicopter) können schwere, kompakte Batterien zu bauraumbedingten Herausforderungen und unvorteilhaften Gewichtsverteilungen führen. Der Durchbruch elektrischer oder hybrid-elektrischer Antriebssysteme basierend auf der aktuellen Batteriesystemtechnologie steht allerdings noch aus. Um signifikante Fortschritte im Bereich des elektrischen Fliegens zu erzielen, wurden zwei wesentliche Entwicklungsansätze identifiziert. Einerseits kann eine Verbesserung der Speichersysteme durch eine Erhöhung der gravimetrischen Energiedichte der einzelnen Speicherzellen erfolgen. Andererseits kann das Strukturgewicht infolge einer gezielten Multifunktionalisierung der verwendeten Werkstoffe (Materialsubstitution zur Vermeidung redundanter Eigenschaften und Funktionen) gesenkt werden. Mit der Entwicklung sogenannter strukturtragender Energiespeicher können etwa mechanische Schutzgehäuse entfallen und/oder bestehende Faserverbundstrukturen ersetzt werden, um zusätzliche elektrische Energie pro Masseneinheit bereitzustellen. Das Ziel im Verbundvorhaben ElViS war es, mechanisch beanspruchbare Verbundstrukturen mit integrierter elektrischer Speicherfunktion zu entwickeln, experimentell zu analysieren und bezüglich ihrer Eignung für Luftfahrzeuge zu bewerten.
Abb.01: Mögliche Anwendung für strukturtragende Batterien mit multifunktionalen Kohlenstofffasern.
Abb. 01: Poröse Kohlenstofffaser mit den wesentlichen Eigenschaften hohe Leitfähigkeit und große Oberfläche.
01.05.2022–31.08.2025
- Professur für Leichtbau und Verbundwerkstoffe der Hochschule für Technik, Wirtschaft, Kultur Leipzig (HTWK)
- Professur für Anorganische Chemie II (AC) der TU Dresden
Assoziierte Partner
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Professur für Systemleichtbau und Mischbauweisen
NameProf. Dr.-Ing. habil. Maik Gude
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Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik
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- Thomas Behnisch (Sonderwerkstoffe und Sonderverfahren)
Publikationen Thomas Behnisch | TU Dresden