Mar 18, 2026
Alumni Talk Part 11: Thomas Wagner
Warum haben Sie sich für ein Studium im Bereich Technisches Design entschieden?
Schon während meiner Schulzeit interessierte ich mich sowohl für technische als auch für künstlerische bzw. designorientierte Berufe. Damals war mir jedoch noch nicht klar, wie sich diese beiden Richtungen sinnvoll miteinander verbinden lassen. Auf einer Berufsmesse in Leipzig besuchte ich einen Vortrag von Dr. Kranke über den Studiengang Technisches Design. Ich war sofort davon überzeugt, dass diese Spezialisierung die richtige Wahl für mich ist, und schrieb mich nach meinem Schulabschluss an der TU Dresden ein. Bis heute bin ich – sowohl während als auch nach meinem Studium – sehr zufrieden mit dieser Entscheidung und froh, diesen Weg eingeschlagen zu haben.
Wie hat sich Ihre berufliche Laufbahn nach dem Studium des Technischen Designs entwickelt?
Bereits während meines Studiums absolvierte ich ein zusätzliches sechsmonatiges Praktikum bei CLAAS in Harsewinkel. Nach Abschluss meiner Diplomarbeit bei Liebherr in Kirchdorf erhielt ich die Möglichkeit, meine berufliche Laufbahn bei CLAAS in Harsewinkel zu beginnen. Zu dieser Zeit wurde dort eine neue Designabteilung aufgebaut, die für das unternehmensweite Design aller weltweit entwickelten und produzierten Maschinen verantwortlich war.
Was ist Ihre aktuelle Position und wo arbeiten Sie?
Ich arbeite nach wie vor bei CLAAS in Harsewinkel und beschäftige mich hauptsächlich mit Mähdreschern und Futtererntemaschinen. Der Schwerpunkt meiner Projekte liegt auf der Entwicklung von Verkleidungen und Bedienelementen. Meine Arbeit reicht dabei von kleinen Komponenten wie Abdeckungen an Schneidwerken bis hin zu kompletten Innenraumkonzepten für neue Traktoren- oder Erntemaschinenkabinen. Diese Vielfalt sorgt für eine große Abwechslung hinsichtlich der eingesetzten Materialien, Fertigungsverfahren und funktionalen Anforderungen der von mir entwickelten Komponenten.
Welche beruflichen Ziele haben Sie noch und wie möchten Sie diese erreichen?
Unsere Branche war in den vergangenen Jahren von zahlreichen unterschiedlichen Herausforderungen geprägt. Internationale Konflikte, Wirtschafts- und Handelspolitik, technologische Entwicklungen wie künstliche Intelligenz und autonome Systeme, zunehmend komplexe regulatorische Rahmenbedingungen und natürlich der Klimawandel haben einen erheblichen Einfluss auf die Landmaschinenbranche.
Die wirtschaftlichen Zyklen haben sich im Laufe meiner Karriere spürbar beschleunigt und erfordern innerhalb des Unternehmens hochgradig agile Planungs- und Arbeitsmethoden. Gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen in der Designabteilung sowie vielen weiteren Fachbereichen möchte ich dazu beitragen, diese Herausforderungen zu bewältigen.
Für mich bedeutet das, die besten Landmaschinen zu entwickeln, die jemals gebaut wurden – für unsere Kunden und für die Welt, in der wir leben. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir uns mit jeder neuen Maschinengeneration weiter verbessern und neue Wege finden, um mit den Herausforderungen unserer Zeit umzugehen.