09.02.2026
Projektstart: Analyse zum Einfluss einer Agri-Photovoltaikanlage auf die Flächenbewirtschaftung
Aufgrund der Flächenkonkurrenz von Energieerzeugung mittels Photovoltaikanlagen und landwirtschaftlicher Urproduktion rückt die sogenannte „Agri-Photovoltaik“, welche beide Nutzungsarten kombiniert, zunehmend in den Fokus. Die Investition in Agri-Photovoltaik lässt sich insbesondere dann rechtfertigen, wenn der Flächenertrag in der kombinierten Nutzung höher als die Bewirtschaftung zweier getrennter Flächen für Landwirtschaft und Stromproduktion ist und der Mehraufwand in einem vertretbaren Rahmen bleibt.
Inwieweit die durch die PV-Modulreihen bedingte kleingliedrige Aufteilung der Fläche die Effizienz der landwirtschaftlichen Verfahrensabläufe beeinträchtigt, darüber soll das Projekt „Analyse zum Einfluss einer Agri-Photovoltaikanlage auf die landwirtschaftlichen Produktionsprozesse anhand eines Modellbetriebs“ Aufschluss geben.
Daher beauftragte das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) die Professur für Agrarsystemtechnik der TU Dresden, den ökonomischen Einfluss der kombinierten Nutzung zu untersuchen. Hierfür stellt der Partnerbetrieb „Gut Krauscha“ eine im Jahr 2024 in Betrieb genommene Agri-Photovoltaik-Anlage und eine benachbarte Vergleichsfläche zur Verfügung. Mittels automatisierter Datenaufzeichnung durch Telemetrieeinheiten auf den in den verschiedenen landwirtschaftlichen Verfahrensschritten eingesetzten Maschinen analysiert die TU Dresden alle Arbeitsabläufe über zwei Anbauperioden im Detail. Aus einer Vollkostenrechnung werden Handlungsempfehlungen und Optimierungsmöglichkeiten als effektive Unterstützung für landwirtschaftliche Unternehmen abgeleitet.
Der Auftakt zum Projekt erfolgte durch ein Treffen der Beteiligten am 21.01.2026 auf Gut Krauscha. Wir freuen uns auf eine fruchtbare Zusammenarbeit und sind gespannt auf die Projektergebnisse!
Dieses Projekt wird finanziert durch das Sächsische Kompetenzzentrum Nachhaltige Landwirtschaft – Kohleregion Lausitz mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.