13.03.2026
Projektstart für neuartige Reifendruckregelung im Projekt ReProRa
Rad mit Verformungsmesstechnik im praktischen Einsatz während der Voruntersuchungen
Seit dem 1. März 2026 läuft das Projekt ReProRa (Entwicklung eines nachrüstbaren Reifendruckreglers für mobile Arbeitsmaschinen auf Basis eines neuartigen Sensorsystems zur Ermittlung realer Prozess-Radlasten).
Dabei wird in den nächsten 3 Jahren ein System zur Verstellung des Reifendrucks zur Nachrüstung an Traktoren, Anhängern und Erntemaschinen entwickeln, dessen Kernkomponente Radlastsensoren sind.
Das Projektkonsortium besteht dabei aus:
- Steuerungstechnik STG GmbH & Co. KG (Hilter am Teutoburger Wald)
- Angewandte Systemtechnik GmbH (Dresden)
- Technische Universität Dresden - Professur für Agrarsystemtechnik
Ziel des Projekts ist es, Reifendruckregelsysteme mit Sensoren zur Ermittlung der aus dem aktuellen Prozess resultierenden Radlasten zu entwickeln und in den Markt zu bringen. Darin sieht das Konsortium einen praktikablen Lösungsweg, das Potenzial moderner Reifenkonstruktionen zum energie- und kostenoptimierten Betrieb von Traktoren, deren Anhängern und selbstfahrenden Erntemaschinen dem breiten Markt zugänglich zu machen. Die permanente Ermittlung der Radlast im Einsatz ermöglicht eine vollautomatische Funktion des Reifendruckregelsystems ohne Bedienereingriff. Der Reifen wird vor Überlastung und damit Schädigung geschützt. Das erhöht das Vertrauen der Anwender und ermöglicht die maximal Druckabsenkung auf dem Feld. So kann der Bodendruck auf das technisch mögliche Minimum reduziert und Kraftstoff gespart werden: eine Win-Win-Situation für Ökonomie und Ökologie.
Rad mit Verformungsmesstechnik im Reifenprüfstand während der Voruntersuchungen
Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM).
Vorausgegangen war dem Projekt eine Feasibility-Study in den Jahren 2020/2021, gefördert Deutschen Bundesstiftung Umwelt (Az: 35510/01). Dabei konnte gezeigt werden, dass zwischen den Dehnungen in der Felge und den angreifenden Kräften am Rad nutzbare Korrelationen bestehen.