01.08.2023
Refiba
Klippfisch
Recycelbare Kartonverpackungen für tiefgekühlte Meeresfrüchte und konventionelle Fischprodukte
| Laufzeit | 08/2023 – 05/2026 |
| Finanzierung |
FHF – Norwegian Seafood Research Fund |
| Förderkennzeichen | 901856 |
| Kontakt | |
| Schlagworte | Recycelbare Verpackung, Meeresfrüchte, Fischprodukte, Barrierebeschichtung |
Ziel
Das Projekt verfolgt das Ziel, recycelbare Verpackungen aus wettbewerbsfähigen Materialien für tiefgekühlte Meeresfrüchte sowie Klippfisch und Salzfisch zu entwickeln. Gleichzeitig sollen die positiven Eigenschaften der bisherigen Verpackungslösungen erhalten bleiben.
Ein global gehandeltes Produkt
Tiefgekühlte Meeresfrüchte sowie Klippfisch und Salzfisch werden überwiegend in holzfaserbasierten Verpackungen wie Kartons und Wellpappenkisten verpackt. Im Jahr 2022 exportierte Norwegen rund 820.000 Tonnen tiefgekühlter Meeresfrüchte (pelagische Fische, Kabeljau, Garnelen usw.) sowie etwa 120.000 Tonnen konventioneller Fischprodukte (Trockenfisch, Salzfisch und Stockfisch).
Mit den Fischprodukten werden auch erhebliche Mengen an Verpackungsmaterial weltweit transportiert. Aufgrund ihrer vergleichsweise kurzen Nutzungsdauer verbrauchen Verpackungen große Mengen an Rohstoffen und belasten die Recycling- und Entsorgungssysteme.
Norwegische Meeresfrüchte sind ein weltweit gehandeltes Exportgut. Zwischen 2012 und 2022 wurde Klippfisch in 92 Länder exportiert. Dasselbe gilt für tiefgekühlte Makrelen, Heringe, Weißfische und Garnelen. Zwischen den Empfängerländern bestehen jedoch erhebliche Unterschiede hinsichtlich Abfallmanagement und Recyclingmöglichkeiten.
Portugal, die Dominikanische Republik und Kongo zählen zu den wichtigsten Absatzmärkten für Klippfisch. Portugal unterliegt der neuen EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR), die strenge Anforderungen an die Recyclingfähigkeit von Verpackungen stellt. In der Dominikanischen Republik und im Kongo hingegen besteht ein höheres Risiko, dass gebrauchte Verpackungen – sofern sie nicht wiederverwendet werden – auf Deponien landen oder unkontrolliert entsorgt werden.
Derzeitige Verpackungen verfügen meist über eine PE-Barriere
Die meisten heute verwendeten Verpackungen für tiefgekühlte und konventionelle Fischprodukte sind auf einer oder beiden Seiten mit einer PE-Barriere (Polyethylen) beschichtet. Diese Beschichtung muss entfernt werden, damit die Papierfasern recycelt und wiederverwendet werden können. In Ländern, in denen Kartonverpackungen auf Deponien entsorgt oder unkontrolliert weggeworfen werden, kann dies zur Verschmutzung der Umwelt durch Kunststoffe beitragen.
Im Rahmen dieses Projekts wird untersucht, ob Verpackungen ohne Barrierebeschichtung für bestimmte Märkte eine bessere Alternative darstellen. Von besonderem Interesse ist dabei, ob neue Barrierematerialien oder vollständig barrierefreie Verpackungen die Qualität und Haltbarkeit der Fischprodukte ebenso zuverlässig gewährleisten können.
Partner
SINTEF-Institute
- Manufacturing
- Nordvest
- Ocean
- Industry
Universitäten
- Technische Universität Dresden, Professur für Holztechnologie und holzbasierte Bioökonomie
- NTNU – Norwegian University of Science and Technology, Department of Design
Industriecluster
- Woodworks! Cluster
Industriepartner
Meeresfrüchte
- Brødrene Sperre
- Cold Water Prawns
- H.P. Holmeset
- Olav E Fiskerstrand
Verpackung
- BEWI
- Molzau
- VPK Packaging
Recycling
- Attvin
- Fiskeby
Links
https://www.fhf.no/prosjekter/prosjektbasen/901856/
Förderhinweis
FHF – Norwegian Seafood Research Fund