Herzlich Willkommen ...
... an der Professur für Holztechnologie und holzbasierte Bioökonomie der Technischen Universität Dresden.
Wir haben für euch Dauerpräparate angefertigt, sodass ihr euch Holz auch unter dem Mikroskop anschauen könnt.
Dauerpräparate der Holzarten Rotbuche (Fagus Sylvatica L.) und Fichte (Picea abies Karst.)
Hier findet ihr die wichtigsten Fragen zu den Präparaten – wir liefern euch die Antworten!
Zu den wichtigsten Holzarten in Deutschland zählen die Buche und die Fichte. Die Fichte ist ein Nadelholz und zeichnet sich durch einen einfachen Strukturaufbau aus. Tracheiden sind hier die wichtigste Zellart. Laubhölzer wie die Buche besitzen eine zusätzliche Zellart, die Gefäße. Diese sind ein markantes Merkmal, das bei genauem Hinsehen im Querschnitt als Poren deutlich zu erkennen ist. [1]
In den Boxen findest Du genauere Erklärungen zu den beiden Holzarten.
Vereinfacht lassen sich drei Hauptrichtungen feststellen, welche sich an einem mathematischen Zylinder orientieren.
Das Holz ist nicht wie z.B. ein Metall gleichmäßig in alle Richtungen aufgebaut, sondern weißt verschiedene „Bauelemente“ mit unterschiedlichen Ausrichtungen auf. Das nennt man Anisotropie. Vereinfacht lassen sich drei Hauptrichtungen feststellen:
Die Grafik zeigt die Skalenebenen des Holzes vom Baum (Stammebene) bis zur molekularen Ebene. Hieran lässt sich gut beschreiben, was wir makroskopisch, also mit dem bloßen Auge bzw. einer Lupe sehen können und was darüber hinaus mit unterschiedlichen Mikroskopen sichtbar wird.
Hierarchischer Aufbau von Holz
In den nachfolgenden Bildern kannst du dir makroskopische und mikroskopische Aufnahmen von Buchen- und Fichtenholz anschauen. Dabei sind alle drei Hauptschnittrichtungen dargestellt.
In den nachfolgenden Bildern zeigen wir dir Anwendungen, für die wir Lichtmikroskope aber auch speziellere Mikroskope verwenden.
Das folgende Video wurde von Studierenden der Holztechnik für Euch erstellt und zeigt die Herstellung von Dauerpräparaten im Fach Holzanatomie.
In Dresden gibt es verschiedene Studienangebote rund um das Thema Holz.
Du hast die Wahl zwischen Holztechnik an der Dualen Hochschule Sachsen, wo du Theorie und Praxis bei einem Unternehmen kombinierst, oder einem Ingenieur-Studium an der TU Dresden. An der TU Dresden ist das Studium der Holztechnik und Faserwerkstofftechnik eine Vertiefungsmöglichkeit im Studiengang Verfahrenstechnik und Naturstofftechnik. Dieses Studium ist in zwei Teile aufgeteilt:
In den ersten beiden Studienjahren lernst du wichtige theoretische Grundlagen in naturwissenschaftlichen, technischen und ingenieurwissenschaftlichen Fächern. Das sind zum Beispiel Mathe, Physik, Chemie, Elektrotechnik oder Thermodynamik. Später kannst du dein Wissen in bestimmten Studienrichtungen, wie beispielsweise Holz- und Faserwerkstofftechnik vertiefen.
Im Hauptteil des Studiums beschäftigst du dich zunächst mit Fragen wie:
- Warum und wie verändert sich Holz, wenn es zum Beispiel Wasser ausgesetzt ist?
- Welche Bestandteile hat Holz und was ist ihre Funktion?
- Was unterscheidet die Holzarten voneinander?
- Wie werden Holzwerkstoffe und Papier hergestellt und weiterverarbeitet?
Danach kannst du dann genau das wählen, was dich am meisten interessiert und zu deinen Stärken passt. Ob Möbelentwicklung, CNC-Technik, Holztrocknung, Papierchemie oder Altpapieraufbereitung – du hast die Möglichkeit, dich in spannende Spezialgebiete zu vertiefen.
Die Theorie, die dir in kleinen Gruppen und entspannter Atmosphäre im Hörsaal vermittelt wird, wird durch Praktika und Exkursionen in die Industrie ergänzt. Ein jährliches Highlight ist eine einwöchige Exkursion zu verschiedenen Unternehmen in Deutschland oder im europäischen Ausland. Im Praxissemester hast du zudem die Möglichkeit dein erlerntes Wissen in der Industrie anzuwenden.
Bei uns hast du die Chance dein Können aktiv in aktuelle Forschungsprojekte einbringen, zum Beispiel im Rahmen von studentischen Arbeiten. Außerdem bietet dir die Anstellung als studentische Hilfskraft die Möglichkeit dich stärker mit Forschungsthemen zu beschäftigen und damit dein Studium mitzufinanzieren.
Die aktuelle Forschung beschäftigt sich vor allem mit der Entwicklung nachhaltiger Werkstoffe für eine grünere Zukunft, sowie deren Markteinführung.
Forschungsprojekte, welche sich mit diesem Thema beschäftigen sind z.B. der Ersatz von tropischen Hölzern im Musikinstrumentenbau durch einheimische Holzarten, mittels geeigneter Veränderung von Eigenschaften. Ein weiteres Beispiel ist die Entwicklung von Einwegverpackungen Einwegverpackungen (s. Bild) aus Pflanzen-Reststoffen, wie sie bei der Pilzproduktion und in der Landwirtschaft anfallen.
© HFT
Holztechnik und Faserwerkstofftechnik
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Bestimmungsschlüssel einheimischer Nadelhölzer und Laubhölzer
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