HOPE

New Scenario. Paul Barsch & Tilman Hornig
Ein Projekt von New Scenario und der Kustodie der TU Dresden
8. Mai bis 30. Juni 2017
Altana Galerie im Görges-Bau
Helmholtzstraße 9, 01069 Dresden


Online part feat. Joachim Coucke, Connor Crawford, Mariechen Danz, Hilary Galbreaith, Monia Ben Hamouda, Jason Hirata, Daniel Keller, Max Kowalewski, Kareem Lotfy, Annie Pearlman, Nicolas Pelzer, Jon Rafman, Gregor Różański, Bailey Scieszka (newscenario.net)
Initiiert von Gwendolin Kremer, Kuratorische Leiterin, Ausstellungshaus der Kustodie

New Scenario: HOPE © New Scenario New Scenario: HOPE © New Scenario
New Scenario: HOPE

© New Scenario

Das Künstlerkollektiv New Scenario, Paul Barsch und Tilman Hornig, hat auf Einladung der Kustodie der Technischen Universität Dresden (TUD), ein innovatives Projekt entwickelt, das Kunst und Wissenschaft neu verbindet. In HOPE haben Paul Barsch und Tilman Hornig sich mit dem Campus auseinandergesetzt: Ihre Vision einer möglichen Zombie-Apokalypse entwerfen sie in 17 universitären Räumen, die in 360 Grad Panorama-Fotografien festgehalten wurden. Die Online-Ausstellung auf der Plattform newscenario.net präsentiert Werke internationaler Künstler*innen in den inszenierten Räumen.
In performativen Aktionen und mit bis zu 200 Darsteller*innen wurden Hörsäle, Mensen, Bibliothek, Gänge, Kopierräume, Labore und Hochspannungshalle für die Panoramen, in denen sich der Betrachter immer im Zentrum des Geschehens befindet, narrativ inszeniert. Das Hauptbild, das in einem historischen Hörsaal im Zeuner-Bau aufgenommen wurde, erinnert in seinem epischen Ausmaß an Gemälde Pieter Brueghel d. Ä., rekurriert aber auch auf die inszenierten Fotografien des Künstlers Jeff Wall oder die installativ filmischen Arbeiten von Aernout Mik.
Warum ein Zombie-Campus? An der TUD beschäftigen sich verschiedene Disziplinen und Professuren mit der Figur des Zombie wie u.a. der Arbeitskreis „Weiter sehen. Dresdner Beiträge zur interdisziplinären Medienforschung“. Fragen nach Störungen oder Katastrophen sind populärkulturell wie wissenschaftlich von ungebrochenem und gar neuem Interesse. Überlebenshandbücher, Hollywood-Blockbuster und Serien wie The Walking Dead greifen diese ambivalente Faszination an apokalyptischen oder dystopischen Imaginationen von Brüchen unserer Gesellschaftsordnung auf, die in Zeiten von Verschwörungstheorien und alternative facts ungebrochener denn je ist.
Paul Barsch und Tilman Hornig gelingt es, mit ihren zeitlich wie räumlich verschachtelten und geschichteten Inszenierungsformen und performativ entwickelten Darbietungen Begrenzungen von Zeit und Raum aufzuheben und uns als teilhabenden Betrachter “Right In The Middle” der Inszenierung zu katapultieren. New Scenario hat eine formale bildkünstlerische Sprache für seine kuratierten Ausstellungsprojekte gefunden, die die psychosoziale Verfasstheit unserer Gesellschaften, unserer Gegenwart, sichtbar macht.
Im Ausstellungshaus der Kustodie wird das Projekt HOPE vorgestellt.

Paul Barsch (*1982 in Karlsburg) und Tilman Hornig (*1980 in Zittau) studierten beide an der Hochschule für Bildende Künste (HfBK) in Dresden, ihr Studium schlossen sie als Meisterschüler in der Klasse von Professor Lutz Dammbeck und Professor Martin Honert ab. Die Künstler leben und arbeiten in Berlin und Dresden. Durch gemeinsame Ausstellungsprojekte ist 2015 das Künstlerkollektiv New Scenario entstanden.

Zu dem Projekt erscheint ein Katalog mit Beiträgen von Mark Arenhövel und Anja Besand, Andreas Handschuh, Gwendolin Kremer und Tanja Prokić im Verlag für moderne Kunst.
In Kooperation mit der Professur für Medienwissenschaft und Neuere deutsche Literatur, Institut für Germanistik der TU Dresden, dem  Arbeitskreis „Weiter sehen. Dresdner Beiträge zur interdisziplinären Medienforschung” des Netzwerkes von Sozial-, Literatur- und Kulturwissenschaftler*innen an der TU Dresden und dem Zentrum für Integrationsstudien der TU Dresden u.a.

Die Ausstellung und der Katalog werden unterstützt durch die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung im Rahmen des Förderpreises „Kataloge für junge Künstler“.

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Letzte Änderung: 26.04.2017