06.10.2026
IRTG 2773 meets ERASMUS+
Ghana, Kenia und Dresden: Gemeinsam forschen zu psychischer Gesundheit
Was verbindet Nachwuchswissenschaftler:innen aus Ghana, Kenia und Dresden? Das Interesse, psychische Gesundheit besser zu verstehen und Forschung gemeinsam weiterzuentwickeln. Im August und September waren Studierende, Ärzt:innen in Weiterbildung und Staff-Mitglieder aus den Partneruniversitäten Ghana University, Uzima University und Maseno University im Rahmen des Erasmus+ Programms zu einem achtwöchigen Forschungsaufenthalt an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der TU Dresden. Im Fokus des Austauschs, der durch die NGO On the Move e.V. vor vielen Jahren etabliert wurde, stand dieses Jahr erstmalig das Forschungsinteresse an affektiven Erkrankungen und Früherkennung psychischer Störungen.
Während ihres Aufenthalts arbeiteten die Teilnehmenden in fünf Dresdner Arbeitssgruppen unter Leitung von Andrea Pfennig, Eva Mennigen, Julia Martini, Nadine Bernhardt, und Philipp Ritter. Sie erhielten so Einblicke in unterschiedliche Schwerpunkte: von psychiatrischer Epidemiologie und der Neurobiologie psychischer Erkrankungen bis hin zu Chronopsychiatrie sowie der Entwicklung affektiver und psychotischer Symptome.
Neben der individuellen Arbeit in den Arbeitsgruppen, wurde den Teilnehmenden ein anspruchsvolles Weiterbildungsprogramm angeboten: neben Workshops zu statistischen Verfahren und Vorträgen der Dresdner Gruppenleiter:innen, boten Ärzt:innen der Klinik für Psychiatrie Möglichkeiten zum klinischen Austausch zu verschiedenen Erkrankungsbildern.
Rony Okoth Ochieng, Priscilla Elikplim Afi Kushigbor, Luise Henke, John Otieno Okello, Melina Stange und Julia Martini (Arbeitsgruppe: Verlauf psychischer Störungen in Transitionsphasen)
Zum Abschluss kamen die Teilnehmenden gemeinsam mit den beteiligten Staff-Mitgliedern und Projektleiter:innen und PhD Studierenden des IRTG zu einer „Mini-Konferenz“ zusammen: ERAMUS+ meets IRTG 2773.
Nach der Vorstellung des IRTG 2773 und aktueller Forschungsprojekte präsentierten die Staff-Mitgleider und Erasmus+ Teilnehmenden ihre eigenen Arbeiten im Rahmen einer Posterpräsentation. Anschließend diskutierten die Teilnehmenden im Panel „Mental Public Health – Prevention and Health Services Research“ über Prävention und psychiatrische Versorgung und brachten dabei Perspektiven aus unterschiedlichen Ländern und Forschungskontexten zusammen.
Bei einem gemeinsamen Mittagessen wurde der Austausch anschließend in informeller Atmosphäre fortgesetzt. Die Konferenz bot damit nicht nur Gelegenheit, die Ergebnisse und Erfahrungen des Forschungsaufenthalts zu teilen, sondern auch neue Kontakte zu knüpfen und Ideen für zukünftige Kooperationen zwischen den beteiligten Institutionen weiter zu vertiefen.