22.10.2026
AMPEL-Projekttreffen in Dresden: Gemeinsam die standortübergreifende klinische Entscheidungsunterstützung voranbringen
Viertes AMPEL-Partnertreffen in Dresden (v.l.n.r. Clemens Malkawi, Sandra Waske, Toralf Kirsten, Alexander Twrdik, Mario Menk, Miriam Goldammer, Martin Federbusch, Katharina Schuler, Katja Hoffmann)
Die Übertragung klinischer Entscheidungsunterstützung in unterschiedliche Versorgungskontexte stand im Mittelpunkt des vierten AMPEL-Projekttreffens am 15. Oktober 2026 in Dresden. Die Projektpartner aus Leipzig und Dresden stellten aktuelle Ergebnisse vor und diskutierten die Schwerpunkte für das letzte Projektjahr.
Das AMPEL-Projekt hat zum Ziel, das in Leipzig entwickelte klinische Entscheidungsunterstützungssystem mit Echtzeitalarmierung auf den Standort Dresden zu übertragen und technisch weiterzuentwickeln. Ergänzend werden innovative KI-Modelle für den Einsatz im klinischen Alltag erforscht. So sollen Ärztinnen und Ärzte künftig noch gezielter bei diagnostischen und therapeutischen Entscheidungen unterstützt werden.
Zum Auftakt des Treffens berichteten die vier Arbeitskreise über Fortschritte und die geplanten nächsten Vorhaben:
- Für den Transfer an das Universitätsklinikum Dresden liegen technische und organisatorische Konzepte vor. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen in einen Implementierungsleitfaden einfließen.
- Die überarbeitete Benutzeroberfläche bildet die Grundlage für die geplante Evaluation mit medizinischem Personal sowie für die Erhebung des Schulungsbedarfs.
- Mit einem positiven Votum zur Ethik und Datennutzung wurden wichtige Voraussetzungen für die geplante prospektive Studie zur Untersuchung des Sepsis-Modells anhand Dresdner Daten geschaffen.
- Parallel werden die Rahmenbedingungen weiterer Kliniken erfasst, um Perspektiven für den Einsatz des Systems außerhalb der Universitätsmedizin zu entwickeln.
Ein weiterer Schwerpunkt war die geplante Open-Source-Veröffentlichung der AMPEL-Plattform des Universitätsklinikum Leipzig. Die Bereitstellung von Quellcode, technischen Anleitungen und regulatorischen Begleitinformationen soll den Wissenstransfer erleichtern und weitere Einrichtungen bei der Entwicklung eigener Implementierungen unterstützen.
Aufbauend auf den Statusberichten stimmten die Projektpartner die weiteren Prioritäten und ausstehenden Meilensteine für das letzte Projektjahr ab. Im Fokus stehen die wissenschaftliche Auswertung der Ergebnisse und die Entwicklung übertragbarer Implementierungskonzepte. Die Diskussionen unterstrichen, dass eine erfolgreiche Übertragung auf weitere Standorte das Zusammenspiel von technischer Integration, klinischer Validierung und benutzerzentrierter Gestaltung erfordert.
Finanzierung
Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Förderkennzeichen: 100730967