29.06.2026
MiHUB-Konsortium tauscht sich bei Präsenztreffen in Dresden zu Forschungsfragen, Architektur und Datenschutz aus
Die Teilnehmenden des MiHUB-Präsenztreffens am 23. Juni 2026 im Medizinisch-Theoretischen Zentrum der TU Dresden.
Mit dem Medical Informatics Hub – MiHUB entsteht in Ostdeutschland ein zentraler Hub, der Forschende, Versorgende und Patient:innen über einen sektorübergreifenden Datenraum zusammenbringt. Geleitet wird das Projekt von der Professur für Medizinische Informatik am Institut für Medizinische Informatik und Biometrie (IMB) der TU Dresden unter Prof. Dr. Martin Sedlmayr. MiHUB wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit rund 11 Millionen Euro gefördert und läuft vom 1. Januar 2026 bis 31.12.2029.
Am 23. Juni 2026 kamen rund 20 Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitspaket- und Themenraumleitungen zu einem standortübergreifenden Koordinations- und Abstimmungstreffen im Medizinisch-Theoretischen Zentrum (MTZ) der TU Dresden zusammen. Ein Schwerpunkt des Treffens war die gemeinsame Diskussion offener konzeptioneller Fragestellungen. Dabei standen mögliche Forschungsfragen, Anforderungen an die Plattformarchitektur sowie datenschutzrechtliche Rahmenbedingungen im Mittelpunkt.
In seinem Eröffnungsimpuls beschrieb Prof. Sedlmayr MiHUB als regionale Plattforminfrastruktur für die transsektorale Nutzung von Gesundheitsdaten – orientiert an den Datenintegrationszentren und der Forschungsdatenplattform Gesundheit der Medizininformatik-Initiative. Als gemeinsamer Entwicklungs- und Referenzfall dient dem Konsortium der Lungenkrebs. Ziel ist es, auf dieser Grundlage eine nachhaltige Plattform zu entwickeln, die künftig auch auf weitere Anwendungsfälle übertragbar ist.
Im Bereich Architektur wurde der aktuelle Stand eines standortübergreifenden Komponentenbilds vorgestellt. Darauf aufbauend verständigten sich die Projektpartner darauf, bestehende Bausteine und Schnittstellen gemeinsam weiterzuentwickeln und offene Architekturentscheidungen – etwa zur Ausgestaltung der Datenhaltung – in den kommenden Abstimmungsrunden weiter zu konkretisieren.
Auch datenschutzrechtliche Fragestellungen wurden intensiv diskutiert. Die Rückmeldungen der Projektpartner fließen nun in die Vorbereitung der weiteren Abstimmungen mit den Datenschutzbeauftragten ein. Darüber hinaus wurde die Einrichtung einer Arbeitsgruppe beschlossen, die einen gemeinsamen MiHUB-Consent erarbeiten und bis Ende des dritten Quartals 2026 einen ersten Entwurf vorlegen soll.
Bei aller fachlichen Vielfalt der Standorte und Disziplinen stand am Ende des Tages eines fest: Gemeinsam lässt sich aus den einzelnen Bausteinen eine echte Plattform schaffen. Die Teilnehmenden sprachen sich dafür aus, das erfolgreiche Format des Präsenztreffens im halbjährlichen Rhythmus fortzuführen: Das nächste Treffen ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen.