02.02.2026
MiHUB startet zweite Förderphase: Kick-off markiert Auftakt für sektorübergreifenden Datenraum in Ostdeutschland
Mit dem Medical Informatics Hub - MiHUB (https://mihubx.de/mihub/) entsteht in Ostdeutschland ein zentraler Hub, der Forschende, Versorgende und Patient:innen über einen sektorübergreifenden Datenraum zusammenbringt. Geleitet wird das Projekt von der TU Dresden und der Professur für Medizinische Informatik am Institut für Medizinische Informatik und Biometrie (IMB) unter Prof. Dr. Martin Sedlmayr. MiHUB wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit rund 11 Millionen Euro gefördert und läuft vom 1. Januar 2026 bis 31.12.2029.
Kern des Vorhabens ist der Aufbau eines sektorübergreifenden Datenraums, der durch ein leistungsfähiges Kommunikations-, Daten- und Forschungsnetzwerk unterstützt wird. Dieses Netzwerk verbindet regionale Datenintegrationszentren, stärkt die Zusammenarbeit über Sektorengrenzen hinweg und schafft die Grundlage, um versorgungsorientierte Netzwerke entlang realer Versorgungspfade wissenschaftlich zu begleiten und weiterzuentwickeln. Ziel ist es, medizinische Forschung und Versorgung enger zu verzahnen und regionale Strukturen nachhaltig zu stärken.
Ein zentrales Element von MiHUB ist die Weiterentwicklung des in der ersten Förderphase aufgebauten Patientenportals. In der zweiten Förderphase wird dieses gezielt erweitert, um die interprofessionelle und intersektorale Zusammenarbeit entlang des gesamten Versorgungskontinuums zu unterstützen. Darüber hinaus sollen Module kooperierender Digitaler FortschrittsHubs Gesundheit (DigiHUBs) (https://www.medizininformatik-initiative.de/de/use-cases-und-projekte/digitale-fortschrittshubs-gesundheit) integriert werden. Eine dezentrale, modulare Architektur gewährleistet dabei eine effiziente Umsetzung, hohe Interoperabilität sowie die Übertragbarkeit der entwickelten Lösungen auf andere DigiHUBs und nationale Infrastrukturen.
Inhaltlich konzentriert sich MiHUB auf einen gemeinsamen „Patient Journey“-Ansatz, um eine maximale kollektive Wirkung zu erzielen, konkrete Versorgungsvorteile aufzuzeigen und nachhaltige, skalierbare technische Lösungen bereitzustellen. Die Arbeiten orientieren sich an drei strategischen Anwendungsfällen: Prävention und Krebsvorsorge, kooperative Krebsbehandlung sowie Nachsorge und Langzeitüberleben. Diese decken unterschiedliche Phasen eines Patientenpfads ab und ermöglichen eine Längsschnittperspektive auf Risikopersonen und Versorgungsverläufe.
Den Start der zweiten Förderphase markierte das Kick-off-Meeting am 29. Januar 2026 am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden. Rund 30 Teilnehmende aus insgesamt 15 Kliniken, Arbeitsgruppen und Netzwerken der Partner – Technische Universität Dresden, Medizinische Universität Lausitz, Hochschule Mittweida und Klinikum Chemnitz – kamen zusammen, um MiHUB gemeinsam in die Umsetzung zu bringen. Im Mittelpunkt standen die gemeinsame Ausrichtung und der konkrete Projektstart: Der Verbund schärfte das Zielbild und verabschiedete eine gemeinsame Roadmap mit priorisierten Schritten und klaren Verantwortlichkeiten, die die Arbeit in den kommenden Wochen strukturiert. Damit ist die Grundlage für eine koordinierte Zusammenarbeit gelegt – mit dem Ziel, die geplanten Bausteine zügig zu operationalisieren und erste Mehrwerte entlang der Patient Journey sichtbar zu machen.
Auditorium zum Kick-off MiHUB
Teammitglieder des MiHUB