06.07.2026
MIRACUM-DIFUTURE Symposium 2026: Gemeinschaft macht stark
Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen kamen am 30. Juni und 1. Juli Expert:innen aus Medizinischer Informatik, Forschung, Versorgung, IT und Gesundheitswesen in Mannheim zusammen, um beim letzten gemeinsamen MIRACUM-DIFUTURE-Symposium aktuelle Entwicklungen und Zukunftsperspektiven der datengetriebenen Medizin zu diskutieren.
Der erste Veranstaltungstag stand im Zeichen internationaler Perspektiven und zukunftsweisender Keynotes. Im Mittelpunkt befanden sich aktuelle Entwicklungen rund um den Einsatz Künstlicher Intelligenz in biomedizinischen Umgebungen, Generative AI und digitale Zwillinge sowie Social Robots in Medizin und Lehre. Weitere Themen waren das Potenzial synthetischer Daten und des European Health Data Space, Strategien für den Übergang von Datensilos zu vernetzten Datenräumen sowie datengetriebene Ansätze in der Präzisionsonkologie. Die Vorträge verdeutlichten eindrucksvoll, welche Chancen moderne Dateninfrastrukturen und innovative Technologien für Forschung und Gesundheitsversorgung bieten.
Nach den internationalen Perspektiven des ersten Symposiumstags rückte am zweiten Veranstaltungstag die praktische Umsetzung in den Mittelpunkt. Vorgestellt wurden regionale Innovationsprojekte aus Mannheim, Ergebnisse der MIRACUM-DIFUTURE Modul-3-Projekte sowie Ansätze zu föderierten Analysen, Real-World-Daten und interoperablen KI-Services. Darüber hinaus diskutierten die Teilnehmenden, wie Komponenten der Medizininformatik-Initiative nachhaltig weiterentwickelt und in zukünftigen Projekten genutzt werden können.
Ein zentrales Thema war zudem die nationale und internationale Anschlussfähigkeit der Medizininformatik-Initiative. In der Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass gemeinsame Standards, enge Kooperationen sowie die langfristige Nutzbarkeit von Daten und Infrastrukturen entscheidende Voraussetzungen für die Weiterentwicklung einer datenbasierten Medizin sind. Dr. Ines Reinecke, ehemalige Leiterin des Datenintegrationszentrums Dresden und heute Leiterin des Forschungsbereichs Internationale Sekundärnutzung an der Medizinischen Universität Lausitz - Carl Thiem, hob insbesondere die vertrauensvolle und ergebnisorientierte Zusammenarbeit hervor, die durch die Medizininformatik-Initiative in den vergangenen Jahren deutschlandweit entstanden ist.
Den Abschluss des Symposiums bildete eine von Prof. Martin Sedlmayr moderierte Session zur nachhaltigen Nutzung der im Rahmen der Medizininformatik-Initiative aufgebauten Komponenten und Infrastrukturen. Dabei wurde deutlich: Die in den vergangenen Jahren geschaffenen Strukturen bilden eine wichtige Grundlage für zukünftige Forschungs- und Versorgungsprojekte.
Mit dem Symposium endet zwar das gemeinsame Veranstaltungsformat von MIRACUM und DIFUTURE, nicht jedoch die Zusammenarbeit. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass nachhaltige Fortschritte in der datenbasierten Medizin nur gemeinsam gelingen. Die aufgebauten Netzwerke, Infrastrukturen und Kooperationen werden auch künftig die Weiterentwicklung der Medizininformatik prägen – und den Transfer von Forschungsergebnissen in die medizinische Versorgung weiter vorantreiben.