MelanOmics "Integrative Analyse von Melanommetastaseda­ten"

Das Melanom stellt eine Krebserkrankung dar, die durch bösartige Veränderungen der Melanozyten der Haut entsteht. Bis zu 75% der Patienten entwickeln im Verlauf ihrer Erkrankung Metastasen im Gehirn. Diese Hirnmetastasen verschlechtern die Überlebensprognose der betroffenen Patienten erheblich. Obwohl es eine große Übereinstimmung in den Mutationsprofilen von Hirn- und Nichthirnmetastasen gibt, sprechen Patienten mit Hirnmetastasen nicht ausreichend auf verschiedene Therapien an. Dies deutet auf spezifische Resistenzmechanismen von Hirnmetastasen hin.

Um neue prognostische und prädiktive Biomarker aufzudecken, haben wir eine weltweit einzigartige Patientenkohorte zusammengestellt. Diese Kohorte beinhaltet 27 Melanompatienten, die jeweils eine Metastase im Gehirn und gleichzeitig noch eine Metastase in einem anderen Organ entwickelt haben. Um Gene zu identifizieren, die mit dem unterschiedlichen Verhalten von Hirn- und Nichthirnmetastasen assoziiert sind, werden wir die Transkriptome und Epigenome der beiden Metastaseklassen vergleichen. Identifizierte Biomarker werden dann in nachfolgenden funktionellen Validierungsexperimenten weiter untersucht, um Zielproteine und assoziierte Signalwege zur für die zukünftige Überwindung der Therapieresistenz zu charakterisieren.

Die Core Unit "Bioinformatik" ist im Rahmen dieses Projekts für die Analyse der molekularen Daten verantwortlich.

Beteiligte Wissenschaftler (* direkte Finanzierung durch das Projekt)

  • Michael Seifert

  • Assad Majid*

Publikationen

Hinweis: Der nachfolgende Inhalt wird von einer externen Quelle eingebettet.

Finanzierung

...

Zu dieser Seite

Katja Tampe
Letzte Änderung: 06.04.2017