Extending NUM Research Infrastructures through Collaboration and Harmonization
Projektlaufzeit
01.02.2026 – 31.07.2028
Projektinhalt
NUM ENRICH ist ein Teilprojekt des Netzwerk Universitätsmedizin (NUM), das die bestehenden NUM-Forschungsinfrastrukturen besser miteinander vernetzen und für die Forschung nutzbarer machen soll.
Im NUM sind Forschungsinfrastrukturen für unterschiedliche medizinische Datenarten und Nutzungskontexte entstanden, etwa für klinische Routinedaten, Studiendaten, Bildgebungsdaten, Bioproben und weitere spezialisierte Datenbestände. Sie bilden eine wichtige Grundlage für standortübergreifende Forschung, sind jedoch bislang nur begrenzt miteinander verbunden. Unterschiedliche Prozesse, technische Systeme und Zugangsbedingungen führen zu Fragmentierung, Datensilos und heterogener Datenverfügbarkeit. Dadurch kann das Potenzial des NUM-Datenraums derzeit noch nicht vollständig ausgeschöpft werden.
ENRICH verfolgt das Ziel, die Sichtbarkeit, Auffindbarkeit und Zugänglichkeit der NUM-Forschungsdaten nachhaltig zu verbessern. Im Mittelpunkt steht die Harmonisierung von Metadaten, die bessere Verzahnung bestehender Forschungsinfrastrukturen und die Entwicklung gemeinsamer technischer und organisatorischer Rahmenbedingungen.
Zentrales Element ist ein gemeinsames NUM-Datenportal, das Forschenden künftig einen einheitlichen Zugang zu NUM-Ressourcen ermöglichen soll. Über einen Wissensgraphen werden relevante Metadaten aus den verschiedenen Infrastrukturen harmonisiert, vernetzt und durchsuchbar gemacht, während die Daten weiterhin dezentral bei den jeweiligen Infrastrukturen verbleiben.
Darüber hinaus soll ENRICH den NUM-Datenraum um zusätzliche Datenbestände erweitern, darunter OMICS-, Pathologie-, Register-, Versicherungs- und mHealth-Daten. Durch interoperable Standards, föderierte Datenhaltung und harmonisierte Prozesse schafft ENRICH die Grundlage für eine nachhaltige, skalierbare und besser nutzbare Forschungsinfrastruktur im NUM.
Die Rolle der Hochschulmedizin Dresden
DIZ-NUKLEUS
Das Datenintegrationszentrum (DIZ) Dresden fungiert in diesem Projekt als Pilotstandort für die Entwicklung und Erprobung einer automatisierten Überführung von Labordaten aus klinischen Informationssystemen in die zentrale NUKLEUS-Studienplattform.
Ziel ist es, die bislang überwiegend manuelle Übertragung von Laborbefunden in Studiendatenbanken durch standardisierte und interoperable Prozesse zu ersetzen. Hierfür entwickelt und implementiert das DIZ Dresden die erforderlichen technischen Schnittstellen, begleitet die Anbindung der lokalen Labor- und Informationssysteme und evaluiert die Lösung unter realen Einsatzbedingungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Sicherstellung einer hohen Datenqualität sowie der standardkonformen Bereitstellung der Labordaten für die klinische Forschung. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in eine übertragbare Referenzlösung ein, die künftig auch an weiteren Standorten für die automatisierte Integration klinischer Routinedaten eingesetzt werden kann.
NUM Externe Daten
Die Hochschulmedizin Dresden übernimmt im Rahmen von NUM ENRICH eine führende Rolle bei der technischen Integration und Harmonisierung externer versorgungsnaher Daten. Unter Leitung des Instituts für Medizinische Informatik und Biometrie (IMB-MI) der TU Dresden wird die bereits begonnene Entwicklung der generischen Plattform zur Datenannahme und -aufbereitung externer Daten (NUM DAAeD) fortgeführt.
Ziel ist die Weiterentwicklung der generischen Plattform NUM DAAeD mit Blick auf zusätzliche Datenquellen, Datentypen und Rechtsgrundlagen. Dies umfasst insbesondere die Einbindung privater Krankenversicherer, Einwohnermeldeämter und Krebsregister.
Die Verarbeitung der Daten erfolgt auf Grundlage geeigneter Einwilligungen sowie unter Berücksichtigung der jeweiligen rechtlichen und datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen. Die projektspezifisch pseudonymisierten Daten werden getrennt voneinander verarbeitet, harmonisiert und anschließend über NUM NUKLEUS (NUM Klinische Epidemiologie- und Studienplattform) für die studienspezifische Nutzung bereitgestellt.
Ansprechpartnerinnen
© UKD/Michael Kretzschmar
wissenschaftliche Mitarbeiterin
NameFrau Dr. rer. medic. Elisa Henke
Eine verschlüsselte E-Mail über das SecureMail-Portal versenden (nur für TUD-externe Personen).
© UKD/Michael Kretzschmar
wissenschaftlicher Mitarbeiter
NameHerr Dr. Daniel Barth
Eine verschlüsselte E-Mail über das SecureMail-Portal versenden (nur für TUD-externe Personen).
© UKD/Michael Kretzschmar
wissenschaftliche Mitarbeiterin
NameFrau Vishnu Priya M.Sc.
Eine verschlüsselte E-Mail über das SecureMail-Portal versenden (nur für TUD-externe Personen).
Finanzierung
Gefördert im Rahmen des Netzwerks Universitätsmedizin 3.0 (NUM 3.0) durch das BMFTR.
Förderkennzeichen: 01KX2524