NUM^OHDSI Connect
Projektlaufzeit
01.04.2026 – 31.03.2028
Projektinhalt
Die Internationalisierung medizinischer Forschung ist eine zentrale Voraussetzung, um komplexe Gesundheitsfragen in einer global vernetzten Welt adressieren zu können. Insbesondere im Bereich der datenbasierten Forschung erfordert dies eine enge Abstimmung zwischen internationalen Partnern, gemeinsame methodische Standards sowie interoperable Datenstrukturen. Das Projekt NUM^OHDSI Connect setzt genau an dieser Schnittstelle an: Ziel ist der Aufbau einer nachhaltigen transatlantischen Vernetzungsstruktur zwischen dem Netzwerk Universitätsmedizin (NUM) und der internationalen Open-Science-Community OHDSI (Observational Health Data Sciences and Informatics). Im Mittelpunkt steht dabei die Schaffung der strukturellen, methodischen und organisatorischen Voraussetzungen für internationale Zusammenarbeit.
Ausgehend von bestehenden Infrastrukturen wie dem NUM Studiennetzwerk (NUM SN), den Datenintegrationszentren (NUM-DIZ) sowie dem Vorhaben NUM4Rare werden Ansätze entwickelt, um deutsche Forschungsstrukturen gezielt an internationale Standards anzubinden und damit langfristig international anschlussfähig zu machen. Die Zusammenarbeit erfolgt in ko-kreativen Austauschformaten, wie beispielsweise Study-a-thons und Site Visits, in denen deutsche und nordamerikanische Partner:innen gemeinsam Herausforderungen identifizieren, Lösungsansätze entwickeln und diese direkt erproben. Ein exemplarischer Anwendungsfall ist die Forschung zu Seltenen Erkrankungen, bei der internationale Kooperation aufgrund geringer Fallzahlen besonders relevant ist. Die im Projekt entwickelten Ansätze sind jedoch bewusst so gestaltet, dass sie auf weitere medizinische Fragestellungen – etwa im Bereich der Infektiologie – übertragbar sind.
Im Ergebnis trägt NUM^OHDSI Connect dazu bei, nachhaltige internationale Kooperationsstrukturen aufzubauen, die deutsche Forschungscommunity stärker in globale Netzwerke einzubinden und die Voraussetzungen für zukünftige gemeinsame Forschungsprojekte zu schaffen. Damit leistet das Projekt einen wesentlichen Beitrag zur strategischen Internationalisierung der medizinischen Forschung in Deutschland.
Rolle der Hochschulmedizin Dresden
Die Koordination des Projekts liegt bei der Professur für Medizinische Informatik des Instituts für Medizinische Informatik und Biometrie der Technischen Universität Dresden. Das Dresdner Team übernimmt die zentrale Rolle in der Projektsteuerung, der wissenschaftlichen Koordination sowie der internationalen Vernetzung. Durch die enge Anbindung an die NUM-Infrastrukturen fungiert die Hochschulmedizin Dresden als verbindendes Element zwischen nationalen Strukturen und internationalen Partner:innen.
Das Team bringt ihre umfassende Expertise in den Bereichen Datenharmonisierung, Interoperabilität und Forschung zu Seltenen Erkrankungen ein. Diese Kompetenzen bilden die Grundlage für die Entwicklung und Erprobung international anschlussfähiger Methoden und ermöglichen eine aktive Mitgestaltung innerhalb der nationalen und internationalen Forschungscommunities.
Ansprechpersonen
© MF/Stephan Wiegand
wissenschaftliche Mitarbeiterin
NameFrau Dipl.-Ing. (FH) Katja Hoffmann
Eine verschlüsselte E-Mail über das SecureMail-Portal versenden (nur für TUD-externe Personen).
© MF/Stephan Wiegand
wissenschaftliche Mitarbeiterin
NameFrau Dipl.-Wi.-Inf. Michéle Zoch
Eine verschlüsselte E-Mail über das SecureMail-Portal versenden (nur für TUD-externe Personen).
Weiterführende Informationen
- Netzwerk Universitätsmedizin (NUM): https://www.netzwerk-universitaetsmedizin.de/
- NUM Studiennetzwerk (NUM SN): https://www.netzwerk-universitaetsmedizin.de/plattformen/num-studiennetzwerk-num-sn
- Datenintegrationszentren (NUM-DIZ): https://www.netzwerk-universitaetsmedizin.de/plattformen/num-diz
- NUM4Rare: https://www.netzwerk-universitaetsmedizin.de/forschung/num4rare
- OHDSI International: https://www.ohdsi.org/
- OHDSI Germany: https://www.ohdsi-europe.org/index.php/national-nodes/germany
Förderung
Gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).