Studiennetzwerk des Netzwerk Universitätsmedizin mit integrierten Fachnetzwerken Infektionen, Intensivmedizin und Schlaganfall
Projektlaufzeit
01.07.2025 – 30.06.2030
Projektinhalt
Das NUM Studiennetzwerk ist ein Teilprojekt des Netzwerk Universitätsmedizin (NUM), das im Rahmen der dritten Förderphase des NUM vom 01.07.2025-30.06.2030 gefördert wird.
Klinische und klinisch-epidemiologische Studien stehen in Deutschland vor zahlreichen wissenschaftlichen, administrativen, technischen und organisatorischen Herausforderungen. Im Vergleich zur internationalen Konkurrenz sind insbesondere Defizite wie ein aufwendiges und langsames Vertragswesen, landesspezifische Regelungen sowie eine mangelnde öffentliche Wahrnehmung des Werts klinischer Studien problematisch. Diese Faktoren führen zu Verzögerungen und erschweren die effiziente Durchführung von Studien in Deutschland.
Das NUM Studiennetzwerk (NUM SN) verfolgt das Ziel, ein dezentrales, sektorenübergreifendes Netzwerk für klinische und klinisch-epidemiologische Studien in Deutschland zu etablieren. Aufbauend auf Infrastrukturen wie NAPKON, NUKLEUS und NUM-DIZ soll das NUM SN Studienprozesse nachhaltig vereinheitlichen, professionalisieren und digital unterstützen. Hierbei steht die Reduktion administrativer Hürden, die Standardisierung von Abläufen sowie die stärkere Einbindung universitärer und nicht-universitärer Partner im Mittelpunkt.
Zentrale Bausteine sind die Entwicklung und Integration digitaler Werkzeuge für Machbarkeitsanfragen, Prescreening, Projektkoordination sowie ein webbasiertes Studienportal zur Unterstützung aller am Studienprozess beteiligten Akteure. Studien sollen schneller initiiert, effizienter durchgeführt und qualitativ hochwertiger ausgewertet werden können – mit dem langfristigen Ziel, moderne Therapien schneller verfügbar zu machen und den Anteil an Studienteilnahmen in der Patientenversorgung signifikant zu erhöhen.
Die Rolle der Hochschulmedizin Dresden
Die Hochschulmedizin Dresden übernimmt im Rahmen des NUM SN die technische Weiterentwicklung und bundesweite Verbreitung digitaler Prescreening-Instrumente. Unter Leitung der Professur für Medizinische Informatik der TU Dresden wird die bereits begonnene Entwicklung einer Infrastruktur zur Rekrutierungsunterstützung (recruIT) fortgeführt und auf alle NUM-DIZ Standorte ausgeweitet.
Der Fokus liegt auf der Bereitstellung interoperabler, vollautomatisierter Softwaremodule zur Identifikation potenzieller Studienteilnehmer*innen anhand standardisierter Ein- und Ausschlusskriterien. Diese sollen standortübergreifend an die lokalen Datenintegrationszentren (NUM-DIZ) angebunden und direkt mit klinischen Datenrepositorien verknüpft werden.
Ziel ist es, eine zentrale technische Komponente im NUM Studiennetzwerk bereitzustellen, die über Fachnetzwerke hinweg universell einsetzbar ist und sowohl akademische als auch kommerzielle Studien unterstützt. Dresden ist dabei auch maßgeblich an der Integration dieser Tools in das Studienportal des NUM SN beteiligt und bringt umfangreiche Erfahrung aus Projekten wie CODEX, MIRACUM und NAPKON ein.
Die Infrastruktur zur Rekrutierungsunterstützung, recruIT, ist als freie Software öffentlich zugänglich: https://gitlab.ukdd.de/pub/num-sn/recruit. Sie erreichen unser Team per E-Mail an num sn-techsupport.
Ansprechpartnerinnen
© UKD/Michael Kretzschmar
wissenschaftliche Mitarbeiterin
NameFrau Dr. rer. medic. Elisa Henke
Eine verschlüsselte E-Mail über das SecureMail-Portal versenden (nur für TUD-externe Personen).
© MF/Stephan Wiegand
wissenschaftlicher Mitarbeiter
NameHerr Dr.-Ing. Thomas Ruprecht
Eine verschlüsselte E-Mail über das SecureMail-Portal versenden (nur für TUD-externe Personen).
© MF/Stephan Wiegand
wissenschaftliche Mitarbeiterin
NameFrau Yuan Peng M.Sc.
Eine verschlüsselte E-Mail über das SecureMail-Portal versenden (nur für TUD-externe Personen).
Finanzierung
Gefördert im Rahmen des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM) durch das BMFTR.
Förderkennzeichen: 01KX2425