CellEncap – Neue Ansätze zur Behandlung von Typ-1-Diabetes
Projektübersicht
CellEncap ist ein Forschungsprojekt, das neue Wege für die Behandlung von Typ-1-Diabetes entwickelt. Ziel ist es, insulinproduzierende Zellen so zu schützen, dass sie im Körper eingesetzt werden können, ohne dass eine dauerhafte Unterdrückung des Immunsystems notwendig ist.
Dafür kombiniert das Projekt zwei innovative Ansätze:
- ein schützendes Implantat, das transplantierte Zellen vom Immunsystem abschirmt
- sowie die Entwicklung standardisierter, funktionsfähiger Zellcluster aus Schweinezellen (sogenannte Pseudoinseln)
Diese Kombination soll eine langfristig verfügbare und skalierbare Zelltherapie ermöglichen.
Wie funktioniert das System?
Prinzip der Immunisolierung
Das CellEncap-Implantat bildet eine Art schützende Hülle für Zellen, die Insulin produzieren. Diese Hülle ist so gestaltet, dass lebenswichtige Stoffe wie Sauerstoff, Nährstoffe, Glukose und Hormone hindurchgelangen können. Gleichzeitig verhindert sie den direkten Kontakt zwischen den transplantierten Zellen und dem Immunsystem. Dadurch werden die Zellen vor Abstoßungsreaktionen geschützt. Die eingebetteten Zellen können weiterhin wichtige Hormone wie Insulin produzieren und so zur Regulierung des Blutzuckers beitragen.
Ziel der Technologie
CellEncap - cell encapsulation device
Ein zentrales Ziel von CellEncap ist es, eine funktionierende und langfristig stabile Zelltherapie für Typ-1-Diabetes zu entwickeln. Dafür wird das Implantat speziell auf die Bedürfnisse der Zellen abgestimmt.
CellEncap könnte langfristig neue Möglichkeiten für Menschen mit Typ-1-Diabetes eröffnen. Ein funktionierendes Implantat könnte helfen, Blutzuckerschwankungen besser zu kontrollieren und die tägliche Insulintherapie zu ergänzen oder teilweise zu ersetzen. Die Technologie befindet sich derzeit noch in der präklinischen Entwicklungsphase und ist noch nicht für den klinischen Einsatz verfügbar.