Zellkultur & Tiermodelle

Zellen interagieren vielfältig miteinander und mit Biomaterialien. Die Untersuchung von Zellen und deren Verhalten sind daher von großem Interesse, sowohl in der Zellkultur (in vitro), als auch in Tiermodellen (in vivo). 

Zellkultur

Biphasig © KS Biphasig © KS

Zweischichtiger Hydrogel-Scaffold zur Regeneration eines osteochondralen Gewebedefekts. Oben: Knorpelschicht mit eingebetteten Knorpelzellen, unten: mineralisierte Knochenschicht

Biphasig

Zweischichtiger Hydrogel-Scaffold zur Regeneration eines osteochondralen Gewebedefekts. Oben: Knorpelschicht mit eingebetteten Knorpelzellen, unten: mineralisierte Knochenschicht © KS

Wir verwenden für unsere Untersuchungen Zellen aus unterschiedlichen Quellen. Als S1-zertifiziertes Labor arbeiten wir mit Zelllinien, aber auch mit primären Zellen, die direkt aus humanen und tierischen Quellen isoliert werden. Neben klassischen Zellkulturen sind auch eine Vielzahl von Kokultur-Modellen am Zentrum etabliert. In neuen Studien zum "Green Bioprinting" verwenden wir auch Zellen pflanzlichen Ursprungs.

Zelllinien
  • SAOS-2, humane Osteosarkomazelllinie
  • C2C12, Mausmyoblastenzelllinie
  • ST-2, Mausknochmarksstammzelllinie
  • L929, Mausfibroblastenzelllinie
  • RAW 264.7, Mausmakrophagenzelllinie
  • Weitere Maus- und Rattenzelllinien
Humane Primärzellen
  • Mesenchymale Stammzellen (aus Knochenmark, Fettgewebe, Sehne)
  • Humane Chondozyten
  • Humane Osteoblasten (Hüftkopf)
  • Human dermal microvascular endothelial cells (HDMEC)
  • Human umbilical vein endothelial cells (HUVEC)
  • Humane dermale Fibroblasten
  • Human peripheral blood mononuclear cells (PBMC)
  • Humane Pulpastammzellen
Tierische Primärzellen

• Bovine MSC (Knochenmark)
• MSC von Kaninchen und Ratten (Knochenmark)
• Porcine MSC (Knochenmark)

Pflanzenzellen
  • Basilikumzellen
  • Algen

Besondere Zellkulturbedingungen

Wir sind mit Zellkulturbänken und Inkubatoren ausgestattet, die eine strikte Trennung von mykoplasmafreien Kulturen und frischen Primärzellen erlauben. Alle Inkubatoren regeln die CO2-Konzentration der Luft, drei Inkubatoren erlauben überdies das Kultivieren unter hypoxischen Bedingungen. Zahlreiche Perfusionssysteme (aus kommerziell erhältlichen und selbst konstruierten Modulen) ermöglichen die dynamische Kultivierung von Zellen in 2D- und 3D-Scaffolds. 

Perfusion © AB Perfusion © AB

Eines der Perfusionssysteme am Zentrum für Translationale Knochen-, Gelenk- und Weichgewebeforschung

Perfusion

Eines der Perfusionssysteme am Zentrum für Translationale Knochen-, Gelenk- und Weichgewebeforschung © AB

Analytische Methoden
Die Zellcharakterisierung kann mit Hilfe verschiedener Analysen durchgeführt werden. Im Biochemielabor werden antikörperbasierte Nachweisverfahren (ELISA) für Proteine wie Kollagen II, BMP-2 oder VEGF verwendet. Weiterhin führen wir routinemäßig kolorimetrische und Fluoreszenz-spektrometrische Messungen zur Quantifizierung des DNA-Gehaltes und von Enzymaktivitäten (LDH, ALP, TRAP, GPDH, CAII und weitere) in Zelllysaten durch. Die Expression von mRNA kann mittels RT-PCR (qPCR und semiquantitative PCR) untersucht werden. Eine Vielzahl weiterer Methoden wie Histologie oder Immunofluoreszenzfärbungen sind ebenfalls etabliert. Sind Sie an einem speziellen Verfahren oder dessen Durchführung interessiert, zögern Sie bitte nicht, Kontakt mit uns aufzunehmen.

Tiermodelle

Im Aufbau.

Zu dieser Seite

Ulrike Weißflog
Letzte Änderung: 27.10.2016