28.09.2026
Zeitzeug:innen des 'Hochschulumbau Ost' gesucht: Erzähle Transformation!
Dr. Karoline Oehme-Jüngling, Aron Schulze und Constanze Wirsing (v.l.n.r.) bergüßen die Zeitzeug:innen beim ersten Erzählcafé in der Kustodie der TUD.
Für Erzählcafés werden Menschen gesucht, die die späten 1980er- bis 1990er-Jahre in der Dresdner Hochschullandschaft miterlebt haben – egal ob als Studierende, als Beschäftigte in Verwaltung oder Forschung oder als politische Entscheidungsträger:innen – und bereit sind, ihre Erinnerungen an die Zeit des sogenannten Hochschulumbau Ost mit anderen zu teilen. Die Zeitzeug:innen müssen in dieser Zeit nicht notwendigerweise der TU Dresden angehört haben. Auch Angehörige von Institutionen, die im Laufe des Hochschulumbaus in die TU Dresden integriert wurden, (ehemalige) Mitarbeitende des 1991 neugegründeten Studentenwerks oder der Sächsischen Landesbibliothek (SLB), aus deren Zusammenschluss mit der Universitätsbibliothek 1996 die SLUB hervorging, sind angesprochen. Das Forschungsteam des Projekts "Erzähl(t)e Transformation" ist an möglichst vielfältigen Perspektiven interessiert!
Ein erstes Erzählcafé hat bereits am 11. September in den Räumlichkeiten der Kustodie stattgefunden, weitere Termine folgen am 02. Oktober, 06. November und 04. Dezember, jeweils nachmittags in verschiedenen Veranstaltungsorten. Den Hauptteil der Veranstaltungen bilden jeweils die Zeitzeug:innengespräche in kleinen Tischgruppen. Gerahmt werden diese von Kurzvorträgen zu Teilaspekten der Dresdner Hochschulgeschichte. Wer daran interessiert ist, sich mit anderen Zeitzeug:innen über die eigenen Erfahrungen und Erinnerungen auszutauschen, ist herzlich willkommen. Für eine Anmeldung kontaktieren Sie bitte Constanze Wirsing per E-Mail oder unter der Telefonnummer +49-351-463-36270.
Das Projekt „Erzähl(t)e Transformation“ ist eine Kooperation des Potenzialbereichs Gesellschaftlicher Wandel, des Lehrstuhls für Soziologische Theorien und Kultursoziologie, des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte, des Instituts für Sächsische Geschichte und Volkskunde (ISGV), des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung (HAIT) und der Kustodie der TU Dresden. Es entstand in Zusammenhang mit dem bevorstehenden Universitätsjubiläum und aus dem Wunsch heraus, sich mit dem Themen biografische Hochschulforschung und Transformationsjahre auseinanderzusetzen. Auch über 35 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung sind die sie vorbereitenden Ereignisse sowie die darauffolgenden Umbrüche nicht ausreichend erforscht, insbesondere mit Blick auf die arbeitsbiografischen Erfahrungen der Angehörigen der heutigen TU Dresden. Das Projekt bietet dabei die Möglichkeit, verschiedene wissenschaftliche Ansätze zu betrachten, um sowohl methodische Parallelen wahrzunehmen als auch interdisziplinäre Befruchtungen zu fördern. Im Vorfeld der Erzählcafés fanden methodische Workshops statt.