26.05.2026
TUD Forschungsteam BeLEAF erhält Auszeichnung bei BoOst DemoDay Pitch Competition
Das Spin-off-Projekt BeLEAF des Dresden Integrated Center for Applied Physics and Photonic Materials (IAPP) und des Instituts für Angewandte Physik an der TU Dresden wurde beim BoOst DemoDays Pitch Wettbewerb mit dem Jurypreis für das Thema mit dem „Größten Potenzial“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung stellt einen bedeutenden Meilenstein für das Team dar und unterstreicht das wachsende Vertrauen potenzieller Investor:innen sowohl in die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Geschäftsmodells als auch in die Umsetzbarkeit der zugrunde liegenden Technologie.
Das Projekt wurde im Herbst 2025 mit Unterstützung der Joachim Herz Stiftung im Rahmen des Innovate! Academy-Programms gestartet und konzentriert sich auf die direkte Abscheidung von CO₂ aus der Atmosphäre zur Erzeugung negativer Emissionen – ein Prozess, der als Direct Air Capture (DAC) bekannt ist. Seitdem hat das Team, bestehend aus Dr. Anna-Lena Hofmann, Tommy Meier und Dr. Hans Kleemann, erfolgreich das Inkubatorprogramm der Start-Up Factory boOst abgeschlossen.
„Das Programm war intensiv und deckte Themen wie Entrepreneurship, Unternehmensaufbau, Pitching und Teamentwicklung ab. Gleichzeitig war es unglaublich wertvoll, um uns auf die nächste Phase in Richtung Ausgründung vorzubereiten“, sagt Anna-Lena Hofmann, die bei BeLEAF die Bereiche Technologietransfer und Marktentwicklung verantwortet. Während des Programms erhielt das BeLEAF-Team zudem umfassende Unterstützung durch ein YETI-Team, das zahlreiche Interviews mit potenziellen Kunden und Partnern führte und das wirtschaftliche Potenzial des Projekts eingehend analysierte.
Neben der Validierung des Business Cases erreichte BeLEAF auch einen wichtigen technologischen Meilenstein mit der Entwicklung eines ersten Demonstrators für die eigene CO₂-Filtertechnologie. „Es ist inspirierend, diesen Demonstrator endlich in den Händen zu halten“, erklärt Tommy, der die wissenschaftliche und technologische Entwicklung des Filtersystems leitet. „Doch darüber hinaus erfüllt er einen viel größeren Zweck. Wir haben ein vollständiges Mess- und Analysesystem aufgebaut, um die physikalischen Parameter zu untersuchen, die unserem Geschäftsmodell zugrunde liegen.“ Das Filtersystem basiert auf der Leaftronics-Technologie, die am IAP entwickelt wurde. Laut Tommy wäre der schnelle Fortschritt ohne die Zusammenarbeit mit der Professur für Energieverfahrenstechnik der TU Dresden, deren Expertise im Bereich der Gasseparationstechnologie entscheidend zum Fortschritt des Projekts beigetragen hat, so nicht möglich gewesen.
Mit den erheblichen technologischen Fortschritten und wertvollen wirtschaftlichen Erkenntnissen der vergangenen Monate bereitet sich das BeLEAF-Team nun auf den nächsten Schritt vor: die Überführung der Technologie aus dem Labor in reale Anwendungen sowie die Etablierung einer skalierbaren Lösung für wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige negative CO₂-Emissionen.
Kontakt:
Dr. Hans Kleemann
Institut für Angewandte Physik
Integrated Center for Applied Physics und Photonic Materials
TU Dresden
Tel.: +49 351 463-43379
E-Mail: