Nachweis der Krankenversicherung

Warum muss ich an der Hochschule nachweisen, dass ich gesetzlich krankenversichert oder von der gesetzlichen Krankenversicherung befreit bin?

Nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 SGB V besteht für Studenten, die an staatlichen oder staatlich anerkannten  Hochschulen eingeschrieben sind, die Krankenversicherungspflicht. Die Krankenversicherungspflicht besteht bis zum Abschluss des 14. Fachsemesters , längstens bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres. Danach sind Studenten nur versicherungspflichtig, wenn die Art der Ausbildung oder familiäre sowie persönliche Gründe, insbesondere der Erwerb der Zugangsvoraussetzung auf dem zweiten Bildungsweg, die Überschreitung der Altersgrenze oder eine längere Fachstudienzeit  rechtfertigen. Das Sächsische Hochschulfreiheitsgesetz schreibt deshalb gemäß § 18 Abs. 2 Nr. 3 vor, dass die Immatrikulation zu versagen ist, wenn der Studierende nicht nachweist, dass er krankenversichert ist oder von der gesetzlichen Krankenversicherung befreit ist. Weiteres ist geregelt in: Sozialgesetzbuch, Fünftes Buch - Gesetzliche Krankenversicherung (SGB V), Studentenkrankenversicherungsmeldeverordnung (SKV-MV)

Wer stellt mir die Krankenversicherungsbescheinigung aus?

Diese Bescheinigung müssen Sie bei der gesetzlichen Krankenkasse anfordern, bei der Sie als Mitglied versichert oder als Familienangehöriger mitversichert sind oder bei der Sie zu Studienbeginn versichert sein werden.

Wenn künftige Studenten privat versichert oder bei Familienangehörigen privat mitversichert sind, müssen sie sich bei einer gesetzlichen Krankenkasse von der Versicherungspflicht befreien lassen (Befreiungsbescheinigung). Die Befreiung wird i.d.R. von der Krankenkasse vorgenommen, bei der zuletzt eine gesetzliche Krankenversicherung bestand. Falls man noch nie in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert war, nehmen auch andere gesetzliche Krankenkassen die Befreiung vor (z.B. AOK). Bescheinigungen über Versicherungen in privaten Krankenkassen nimmt die Universität nicht entgegen.

Worauf muss ich achten, wenn ich die Krankenversicherungsbescheinigung bei meiner Krankenkasse beantrage?

Jeder zugelassene Studienbewerber muss zur Immatrikulation durch die Krankenversicherungsbescheinigung nachweisen, dass er

  • versichert,
  • versicherungsfrei,
  • von der Versicherungspflicht befreit oder
  • nicht versicherungspflichtig

ist, sofern er nicht das 30. Lebensjahr vollendet oder bereits 14 Fachsemester an Hochschulen studiert hat.

Diese Bescheinigung wird von den gesetzlichen Krankenkassen erstellt. Das Formular ist der Hochschule zu übergeben, wenn man im Zusammenhang mit der Immatrikulation dazu aufgefordert wird. Der zukünftige Student sollte unbedingt darauf achten, dass auf dem Formular:

  • seine persönlichen Angaben (Name, Geb.-Datum, Anschrift)
  • die Krankenversicherungsnummer,
  • die Betriebsnummer sowie
  • die Anschrift der Krankenkasse enthalten sind.

Es ist zu beachten, dass die Vorlage von Chipkarten oder Kopien derselben sowie Bescheinigungen von privaten Krankenkassen von der Hochschule nicht akzeptiert werden.

Was muss ich beachten, wenn ich während des Studiums die Krankenkasse wechsle?

Wechselt der Studierende oder der Familienangehörige, bei dem eine Mitversicherung vorliegt, die Krankenkasse, muss dem Immatrikulationsamt/Auslandsamt umgehend eine neue Krankenversicherungsbescheinigung zugestellt werden.

Es wird darauf hingewiesen, dass die Nichtvorlage der neuen Krankenversicherungsbescheinigung gemäß § 18 Abs. 2 Nr. 3 in Verbindung mit § 21 Abs. 3 Nr. 1 des Sächsischen Hochschulgesetzes vom 10.12.2008 zur vorzeitigen Exmatrikulation von Amts wegen führen kann.

Ebenso kann durch die Hochschule die Exmatrikulation eingeleitet werden, wenn der betreffende Studierende seinen Verpflichtungen gegenüber der Krankenkasse nicht nachkommt (z.B. Zahlung der Versicherungsbeiträge).

Muss ich auch während einer Beurlaubung vom Studium in Deutschland krankenversichert sein?

Beurlaubte Studenten bleiben in Deutschland gesetzlich krankenversichert, auch wenn bei einem Auslandsaufenthalt eine zusätzliche Krankenversicherung abgeschlossen wird.

Welche Auswirkungen hat eine Exmatrikulation auf meine Krankenversicherung?

Die Universität ist verpflichtet, der Krankenkassen Ihre Exmatrikulation zu melden. Über den weitergehenden Krankenversicherungsschutz berät Sie Ihre Krankenkasse gern.

Was kann passieren, wenn ich meiner Verpflichtung zur Zahlung des Krankenversicherungsbeitrages gegenüber der Krankenkasse nicht nachkomme?

Sofern Sie Ihrer regelmäßigen Verpflichtung zur Zahlung eines Beitrages an Ihre Krankenversicherung nicht nachkommen, informiert die Krankenkasse die Hochschule darüber. Die Hochschule ist in einem solchen Fall verpflichtet, den Studierenden zu exmatrikulieren.

Was gilt außerdem für ausländische Studierende?

Studierende aus EWR - Ländern

Bitte lassen Sie sich von Ihrer Krankenversicherung im Heimatland eine Internationale Versicherungskarte ausstellen (EHIC - European Health Insurance Card). Eine Kopie der Karte müssen Sie dem Akademischen Auslandsamt vorlegen.

Studierende aus anderen Ländern

Studierende, welche nicht aus EWR-Ländern kommen und unter 30 Jahre alt sind, müssen sich bei einer der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland versichern (Kosten etwa 80 € im Monat).

Achtung! Reisekrankenversicherungen aus dem Heimatland können nicht anerkannt werden! Bitte schließen Sie Reisekrankenversicherungen lediglich für den Zeitraum der Anreise oder ggf.  für zusätzliche Leistungen während Ihres Aufenthaltes in Deutschland ab!

Studierende im Propädeutikum oder im Orientierungssemester sowie Studierende, die älter als 30 Jahre sind

Studierende über 30 Jahre sind an der Universität nicht mehr zur Vorlage des Nachweises der Krankenversicherung verpflichtet. Studenten, für die eine Visumspflicht besteht, müssen Ihre Krankenversicherung allerdings bei der Ausländerbehörde nachweisen. Erforderlich ist der Beitritt als freiwillig Versicherter bei einer gesetzlichen Krankenkasse oder der Abschluss einer anerkannten privaten Krankenvollversicherung .
Bitte informieren Sie sich bei der Ausländerbehörde, welche Versicherungen anerkannt werden können.
Studierende im Propädeutikum oder im Orientierungssemester werden von den gesetzlichen Krankenversicherungen noch nicht als Studierende gesetzlich versichert. Sie müssen sich für dieses eine Semester entweder freiwillig gesetzlich oder privat versichern. Mit der Einschreibung in ein reguläres Fachsemester beantragen Sie dann den Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung.

Welchen Nachweis muss ich als Angehöriger der Bundeswehr vorlegen?

Bundeswehrangehörige sind über die Heilfürsorge versichert. Die Universität benötigt zur Immatrikulation statt eines Nachweises über die Krankenversicherung eine aktuelle Dienstzeitbescheinigung.

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Letzte Änderung: 07.01.2019