18.03.2026
Tumwesigye N. Patience aus Uganda
(interviewt im Jahr 2026)
Thomas Scheufler
Naamara Patience aus Uganda fördert als Gründerin der Good Forests Foundation Uganda die Waldrestaurierung und Agroforstwirtschaft sowie Community-Projekte zur Sicherung nachhaltiger Einkommen und des Klimaschutzes.
Ein kurzer Überblick über Ihr Studium an der TU Dresden:
„Dresden ist meine Heimat in Europa und ich besuche die Stadt noch immer jedes Jahr. Ich habe dort großartige Freunde, die wie eine zweite Familie für mich sind. Dank der an der TUD erworbenen Qualifikationen habe ich einen Job gefunden, der mir viele Türen für meine berufliche Entwicklung geöffnet hat. In meiner derzeitigen Position kann ich politische Entscheidungen beeinflussen, die den Gemeinden, in denen wir tätig sind, zugutekommen.“
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Profil von |
Tumwesigye Naamara Patience |
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Studiengang |
Tropical Forestry and Management |
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Fakultät |
Umweltwissenschaften |
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Studienzeit |
2012 – 2014 |
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Derzeitige Tätigkeit |
Gründerin der Good Forests Foundation, Uganda |
Warum haben Sie sich für ein Studium an der TU Dresden entschieden?
Dresden hat sich für mich entschieden, würde ich sagen. Ich habe 2012 am CIPSEM-Programm teilgenommen und meine Abschlussarbeit befasste sich mit gemeinschaftlicher Waldbewirtschaftung. Mir wurde Prof. Jürgen Pretzsch als Betreuer zugewiesen, und er erzählte mir von dem Masterstudiengang Tropical Forestry. Ich hatte bereits sechs Monate in Dresden verbracht und die Entscheidung fiel mir leicht, da mich Dresden in seinen Bann gezogen hatte.
Wieso haben Sie gerade diese Studienrichtung gewählt?
Ich war schon immer naturverbunden, auch weil ich im Umfeld der Naturweidewirtschaft aufgewachsen bin. Ich habe Umweltmanagement studiert, aber meine wahre Liebe galt schon immer der Forstwirtschaft. Mehr Wissen über die Forstwirtschaft zu erwerben, um maßgeblich auf die Politik Einfluss nehmen zu können, hat meine Entscheidung für dieses Fachgebiet ebenfalls beeinflusst.
Wer aus Forschung und Lehre hat Sie in Ihrer Studienzeit am meisten geprägt?
Porträt Patience Naamara
Prof. Andreas Roloff – sein selbstloses Teilen von Wissen hat meine neu entdeckte Liebe zur Stadtforstwirtschaft beeinflusst.
Prof. Andreas Bitter – er hat meinen Führungsstil beeinflusst – durch seine Mischung aus Strenge und Geduld.
Dr. Ulrich Pietzarka – er hat mein Engagement für die Menschen, für die ich verantwortlich bin, beeinflusst.
Wo sind Sie heute beschäftigt, und in welcher Verantwortung?
Bis Dezember 2025 war ich Landesdirektorin bei Fairventures Worldwide FVW gGmbH. Derzeit bin ich Gründerin der Good Forests Foundation in Uganda.
Was würden Sie den heutigen Studienanfängerinnen und -anfängern mit auf den Weg geben?
Nutzen Sie Ihre Zeit an der TUD voll aus. Die Fakultät ist großartig und engagiert, und hier arbeiten einige der klügsten Köpfe im Bereich Forstwirtschaft. Solche Chancen bieten sich nicht sehr oft, lassen Sie sich die Gelegenheit nicht entgehen.
Woran erinnern Sie sich besonders gern in Ihrer Studienzeit?
Ich habe die Exkursionen geliebt. Sie haben mir neue Erfahrungen im Bereich der Forstwirtschaft und der allgemeinen Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen aus einer globalen Perspektive vermittelt.
Wo war Ihr Lieblingsort an der Uni?
Die SLUB.
Wovon profitieren Sie noch heute/ hätten Sie sich mehr gewünscht?
Die Universität hat mich an Fairventures Worldwide empfohlen, und das war ein wichtiger Wendepunkt für meine Karriere. Ich würde mir wünschen, dass die TUD sich mehr darum bemüht, mit den Alumni in Kontakt zu bleiben, insbesondere in den Monaten nach Abschluss des Studiums.
Wie gelingt ein guter Berufseinstieg in Ihrer Branche?
Habt schon vor dem Abschluss Eures Studiums einen Plan. Das hilft Euch dabei, einen Fahrplan für den gewünschten Weg zu entwerfen – egal, ob ihr einen Job sucht oder selbst einen neu erschaffen wollt.
Was verbindet Sie heute mit der TU Dresden?
Ich habe immer noch Kontakt zu einigen Lehrkräften und Studierenden. Außerdem habe ich mit der Vermieterfamilie in Tharandt eine lebenslange Freundschaft geschlossen, und wir besuchen einander regelmäßig. Ich komme fast jedes Jahr nach Dresden und besuche dann auch immer die SLUB.
Kontakt:
Tumwesigye Naamara Patience