24.04.2026; Vortragsreihe
Vielfalt to go@TUD: Kurzfilm & Gespräch: "I am what I am"
Der Kurzfilm „I am what I am“ zeichnet die Geschichte der Familie Blum nach, die in den 1930er Jahren am Laubegaster Ufer in Dresden lebte und im Nationalsozialismus deportiert wurde.
m Zentrum steht Ella Braun, Zeitzeugin und Bürgerrechtlerin, die seit Jahrzehnten für Anerkennung und Würde von Sinti und Roma kämpft. Gemeinsam mit ihrer Tochter und ihrem Enkel spannt der Film einen Bogen von der NS-Verfolgung über die Nachkriegszeit bis in die Gegenwart und macht Kontinuitäten von Antiziganismus sichtbar.
Gerade für den Hochschulkontext gewinnt der Film zusätzliche Relevanz: Mit Daniel kommt auch die Perspektive eines Studierenden zur Sprache, der seine Identität als Sinto in der heutigen Gesellschaft reflektiert. Seine Erfahrungen verweisen auf aktuelle Herausforderungen von Vielfalt, Zugehörigkeit und Diskriminierung im Studienalltag und machen deutlich, dass Antiziganismus kein abgeschlossenes historisches Phänomen ist, sondern auch im universitären Umfeld wirksam sein kann.
Im Beisein der Filmemacherin wird im Anschluss über die Entstehung des Films sowie über historische und aktuelle Formen von Antiziganismus gesprochen.