01.01.2026
Förderstart für die fünf TUD-Exzellenzcluster
Damit zählt sie bundesweit zu den fünf erfolgreichsten Universitäten in dieser Förderlinie der Exzellenzstrategie und ist zugleich die stärkste Technische Universität.
Seit dem 1. Januar läuft die neue siebenjährige Förderphase der nun fünf Exzellenzcluster der TUD. Im vergangenen Jahr verteidigte die TUD nicht nur ihre drei bereits etablierten Exzellenzcluster CeTI, ctd.qmat (vormals ct.qmat) und PoL, sondern warb erfolgreich zwei weitere ein: CARE und REC2. Damit zählt sie bundesweit zu den fünf erfolgreichsten Universitäten in dieser Förderlinie der Exzellenzstrategie und ist zugleich die stärkste Technische Universität.
Alle Projekte tragen dazu bei, das Wissen in Grenzbereichen der Forschung zu erweitern, alle suchen nach Lösungen für die großen globalen Herausforderungen – und alle sind interdisziplinär angelegt. Das ist kein Zufall: Bahnbrechende Erkenntnisse entstehen im Zusammenspiel vieler Perspektiven. Deshalb versteht sich die TUD als „The Collaborative University“.
Drei Cluster trägt die TUD eigenverantwortlich, zwei in Kooperation, eines mit der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und eines mit der RWTH Aachen. Die fünf Exzellenzcluster sind in den Bereichen ressourceneffizientes Bauen, nachhaltige Mikroelektronik, Robotik und taktiles Internet, Quantenmaterialien sowie der Physik des Lebens angesiedelt.
Die geförderten Bereiche sind vielfältig und zukunftsweisend:
CARE treibt die disruptive Transformation des Bauwesens hin zu klimaneutralen, ressourceneffizienten und sozial nachhaltigen Lösungen voran. Das Team entwickelt neuartige mineralische Materialien und zirkuläre Konstruktionsprinzipien und überführt sie mithilfe digitaler Methoden, automatisierter Fertigung und ganzheitlicher Nachhaltigkeitsbewertung in skalierbare Anwendungen. Demonstratoren, gemeinsame Forschungs- und Transferplattformen sowie enge Industriepartnerschaften beschleunigen den Weg in die Praxis – und ermöglichen eine frühe Einbindung von Gesellschaft und Politik.
Mithilfe enger interdisziplinärer Zusammenarbeit möchte CeTI Menschen und Maschinen zur Interaktion in Quasi-Echtzeit in globalen realen und virtuellen Umgebungen befähigen. Der Schwerpunkt der zweiten Förderphase liegt auf der Erforschung konkreter Anwendungsfelder, darunter immersive Fernzusammenarbeit, KI-gesteuerte Unterstützung von Arbeitskräften, sensorische Augmentation in der Pflege sowie Telepräsenz zur Reduzierung von Reisen. Ziel sind technologische Lösungen für globale Herausforderungen wie Pandemien, alternde Gesellschaften, Klimawandel und Fachkräftemangel.
ctd.qmat erforscht und entwickelt neuartige Quantenmaterialien mit maßgeschneiderten Eigenschaften. Etwa 300 Wissenschaftler:innen aus mehr als 30 Ländern entwerfen an der Schnittstelle von Physik, Chemie und Materialwissenschaften die Grundlagen für die Technologien der Zukunft. In der zweiten Förderperiode hat sich der Fokus auf die Dynamik von Quantenprozessen erweitert. Ein besseres Verständnis der Quantendynamik gilt als Schlüssel, um neuartige Phänomene in Quantenmaterialien für Anwendungen wie grüne Energietechnologien, Quantencomputing oder hochsensible Sensorik nutzbar zu machen.
Die Vision von PoL ist es, in den nächsten sieben Jahren die physikalischen Prinzipien der raumzeitlichen Organisation lebender Materie zu entschlüsseln. Dabei konzentriert sich das Team auf Mechanismen, die biologische Robustheit und Funktion auf molekularer, Zell- und Gewebeebene ermöglichen. PoL treibt durch neue Messmethoden, computergestützte Ansätze und KI die Erforschung lebender Systeme maßgeblich voran. Dieser interdisziplinäre Ansatz zusammen mit dem kooperativen Umfeld in Dresden hilft dabei, das große Ziel zu erreichen: zu verstehen, was Materie zum Leben erweckt.
In den kommenden sieben Jahren ist es das Hauptziel von REC2, die wissenschaftliche Grundlage für verantwortungsbewusste Elektronik zu schaffen. Das Cluster wird neue Materialbibliotheken erstellen, die die Wiederverwendung von Komponenten ermöglichen, biologisch abbaubare Materialien für kurzlebige Geräte untersuchen und autarke Sensor- und Kommunikationssysteme demonstrieren, die den Elektronikschrott und den Energiebedarf erheblich reduzieren. Durch die Zusammenführung eines interdisziplinären Teams aus Naturwissenschaftler:innen, Ingenieur:innen, Sozial- und Umweltwissenschaftler:innen, Ökonom:innen sowie Expert:innen für Ressourcenmanagement und Recycling wird REC2 den Weg für verantwortungsvolle Elektronik ebnen – für die Elektronik der Zukunft.
Bund und Länder fördern bundesweit insgesamt 70 Exzellenzcluster mit jeweils bis zu zehn Millionen Euro pro Jahr.
Weitere Informationen zu den fünf Exzellenzclustern
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