Mobilitätsbefragung für Angehörige der TUD
Inhaltsverzeichnis
Im Zeitraum vom 6. Mai bis 6. Juni 2025 fand bereits zum vierten Mal die Mobilitätsbefragung an der TU Dresden statt. Die Befragung richtete sich an alle Studierenden und Beschäftigten der TU Dresden (ohne Medizinische Fakultät) mit dem Ziel, mehr über das Mobilitätsverhalten der Studierenden und Beschäftigten zu erfahren – also darüber, wie wir alle täglich zur Universität kommen, welche Verkehrsmittel wir nutzen und wie sich unser Verhalten im Laufe der Zeit verändert.
Ergebnisse
Die Ergebnisse der TUD-Mobilitätsbefragung 2025 wurden am 8. Januar 2026 in einer Informationsveranstaltung im Dülfer-Saal vorgestellt. Die Analysen geben einen aktuellen Überblick darüber, wie die Angehörigen der TUD ihren Studien- und Arbeitsort derzeit erreichen und welche Rahmenbedingungen ihre täglichen Entscheidungen dabei beeinflussen. Insgesamt zeichnet sich das Mobilitätsverhalten an der TUD durch vielfältige Mobilitätsoptionen, hohe Nutzungsanteile der Verkehrsmittel des Umweltverbunds (zu Fuß, Fahrrad, ÖPNV) und mehrheitlich günstige Rahmenbedingungen für eine ressourcenschonende und dennoch hohe Mobilität der Angehörigen der TUD aus.
Ergebnispräsentation TUD-Mobilitätsbefragung 2025
Autoren: PD Dr.-Ing. habil. Rico Wittwer, Dipl.-Ing. Florian Schönherr
Für einen Großteil der Universitätsangehörigen ist der Campus Südvorstadt sehr gut erreichbar. Die Wohnstandorte liegen überwiegend im Stadtgebiet und häufig auch in Campusnähe, vor allem bei Studierenden. Der Mehrheit der Befragten stehen mehrere Verkehrsmittel für ihren Weg zum Universitätsstandort zur Verfügung. Insbesondere das Fahrrad und der öffentliche Verkehr (Deutschlandsemesterticket und -jobticket) verzeichnen hohe Nutzungsanteile. Die Anwesenheit am Campus hat sich nach den Einbrüchen während der Pandemie (2020–2022) wieder stabilisiert. Dennoch verstetigt sich bei Beschäftigten das mobile Arbeiten, während Studierende 2025 den Campus wieder häufiger aufsuchten als noch 2022.
Am Stichtag der Befragung hatten 71% der Studierenden und 83% der Beschäftigten einen Weg zur Universität. Seit 2018 ist bei den Beschäftigten das Fahrrad das am häufigsten genutzte Verkehrsmittel auf dieser Relation, bei Studierenden sind es öffentliche Verkehrsmittel.
2025 kam etwa jeder vierte Beschäftigte mit dem Auto zur Arbeit, während nur etwa jede/-r 20. Studierende das Auto auf dem Weg zur Universität nutzte. Mit einem Anteil von über 50% kommt die Mehrheit der Studierenden nicht zuletzt aufgrund ihres dauerhaft verfügbaren Semestertickets mit Bus, Straßenbahn, S-Bahn und Zug zum Campus. Auch bei den Beschäftigten sorgen die sehr gute Erschließung des Campus Südvorstadt durch das System öffentlicher Verkehrsmittel, fußläufig erreichbare Haltestellen am Wohnstandort und das vergünstigte Deutschlandticket als Jobticket dafür, dass fast 30% von ihnen mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisten. Immerhin fast jede/-r achte Studierende läuft aufgrund einer sehr campusnahen Wohnlage ausschließlich zu Fuß zur Universität. Insgesamt schwanken die Anteile zwischen den Erhebungsjahren leicht, da die Verkehrsmittelwahl stark von der saisonalen Lage der Stichtage der Befragung abhängig ist.
Um saisonale Veränderungen des Mobilitätsverhaltens und stichtagsbezogene Schwankungen besser berücksichtigen zu können, wurde die übliche Verkehrsmittelwahl im Sommer und Winter in der Befragung analysiert.
Es zeigt sich deutlich, dass die Autonutzung (MIV) zwar leichten saisonalen Schwankungen unterliegt, jedoch im Zeitverlauf seit 2018 sehr stabile Nutzungsanteile zwischen 22% im Sommer und 28% im Winter aufweist. Erwartungsgemäß schwankt insbesondere die Fahrradnutzung saisonal deutlich stärker, während das Zufußgehen jahreszeitenunabhängig ist. Studierende wechseln im Winter verstärkt auf die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, während sich bei Beschäftigten im Winter sowohl die Autonutzung als auch die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel erhöhen. Insgesamt bestätigen die Auswertungen die hohe Vergleichbarkeit der Befragungsdurchgänge 2018, 2022 und 2025.
Hintergrundinformationen zur Studie
Die Mobilitätsbefragung wurde erstmals im Jahr 2008 im Rahmen einer Diplomarbeit durchgeführt und richtete sich zunächst nur an Beschäftigte. Seit 2018 gibt es auch einen Fragebogen für Studierende. Die Befragung hat sich seither zu einem wichtigen Instrument entwickelt, um die Mobilität an der Universität zu analysieren und mit früheren Ergebnissen zu vergleichen.
Alle Beschäftigten und Studierenden wurden über die zentralen E-Mail-Verteiler der Universität eingeladen an der Befragung teilzunehmen. Es gab mehrere Erinnerungsstufen und Kanäle zur internen Bekanntmachung der Befragung. Die Teilnahme erfolgte bequem online über ein Befragungstool. Es gab einen speziellen Fragebogen für Studierende und einen für Beschäftigte. In diesen Fragebögen wurden Informationen zum täglichen Mobilitätsverhalten, wie zum Beispiel die genutzten Verkehrsmittel und die Häufigkeit der Nutzung, erhoben. Die Ergebnisse wurden im Anschluss an die Feldphase anonymisiert ausgewertet, sodass Ihre persönlichen Daten geschützt bleiben. Um das Mobilitätsverhalten an einem typischen Tag an der Universität zu erfassen, wurden schwerpunktmäßig mittlere Werktage (Dienstag, Mittwoch, Donnerstag) im regulären Vorlesungszeitraum außerhalb von Ferienzeiten und Feiertagen betrachtet.
- Ihre Teilnahme an der Befragung trägt dazu bei, das Mobilitätsverhalten an der Universität besser zu verstehen und langfristige Trends zu erkennen.
- Die Ergebnisse liefern wichtige Erkenntnisse, um das Mobilitätsangebot der Universität weiter zu verbessern und nachhaltige Lösungen zu entwickeln.
- Darüber hinaus können gezielte Maßnahmen zur Förderung einer umweltfreundlichen Mobilität und zur Verbesserung der Verkehrsbedingungen erarbeitet werden.
Die Befragung zielt darauf ab, die Mobilitätsbedürfnisse und -erfahrungen der Universitätsangehörigen besser zu verstehen und die bereits gute Erreichbarkeit der TUD noch weiter optimieren zu können.
Die Befragung untersucht u. a. folgende Leitfragen:
- Mit welchen Verkehrsmitteln erreichen Beschäftigte und Studierende täglich die TUD und warum entscheiden sie sich für genau diese?
- Welche individuellen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen haben Beschäftigte und Studierende für ihr Mobilitätsverhalten?
- Können charakteristische Muster im Mobilitätsverhalten festgestellt werden und wie entwickelt sich die Mobilität an der TUD in der Zeitreihenbetrachtung?
- Wo liegen die spezifischen Handlungserfordernisse und wie stehen die Beschäftigten und Studierenden zu potenziellen mobilitätsbezogenen Maßnahmen an der TUD?
Im Fokus der Befragung steht das Mobilitätsverhalten der Universitätsangehörigen, d. h. die Wege zur Universität, welche Herausforderungen dabei auftreten und wo es noch Verbesserungsbedarf gibt.
- Verkehrsmittelwahl auf den Wegen zur Universität
- Saisonale Unterschiede im Mobilitätsverhalten
- Veränderungen des Mobilitätsverhaltens
- Wohnstandortsituation
- Einfluss von Homeoffice und Digitaler Lehre auf die Anwesenheit auf dem Campus
- Fahrzeugverfügbarkeit und Zugang zu Verkehrsmitteln
- ÖPNV-Nutzung
- Beweg- und Hinderungsgründe der Nutzung verschiedener Verkehrsmittel
- Deutschlandticket als Job- und Semesterticket
- Sharing-Angebote
- Parkraumsituation auf dem Campus
Die Inhalte der Mobilitätsbefragung gewährleisten eine hohe Vergleichbarkeit mit den Daten aus den zurückliegenden Befragungsdurchgängen und ermöglichen dadurch unter anderem die Auswertung von Zeitreihenvergleichen der Jahre 2008, 2018, 2022 und 2025. Durch die Befragung soll eine ausgewogene Analyse aller Verkehrsarten erfolgen.
Durchgeführt wird die Mobilitätsbefragung an der Fakultät Verkehrswissenschaften "Friedrich List", federführend von der Professur für Mobilitätssystemplanung, wo die Ergebnisse anschließend ausgewertet und mit vorangegangenen Befragungsdurchgängen verglichen werden. Langfristig soll eine solche Befragung regelmäßig, etwa aller 3–5-Jahre stattfinden.
Kontakt
Bei Fragen zur Erhebung wenden Sie sich gerne per E-Mail an unser Team unter . Für alle weiteren Anliegen können Sie sich auch gern persönlich an uns wenden:
© IVST
Außerplanmäßiger Professor im Fachgebiet Mobilitätsverhalten
NameProf. Dr.-Ing. habil. Rico Wittwer
Eine verschlüsselte E-Mail über das SecureMail-Portal versenden (nur für TUD-externe Personen).
Besuchsadresse:
Gerhart-Potthoff-Bau, POT 204 Hettnerstraße 1
01069 Dresden
Sprechzeiten:
Mo–Fr n. V.
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Wissenschaftlicher Mitarbeiter
NameDipl.-Ing. Florian Schönherr
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01069 Dresden
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