25.04.2018

Alexander von Humboldt-Stipendiat forscht an leistungsfähigeren OLEDs und Solarzellen

Dr.-Ing. Marcos M. Soldera © Veronica Somaglia Dr.-Ing. Marcos M. Soldera © Veronica Somaglia
Dr.-Ing. Marcos M. Soldera

© Veronica Somaglia

Dr. Marcos M. Soldera arbeitet seit dem 1. April 2018 als Alexander von Humboldt-Stipendiat an der Professur für Laserbasierte Methoden der großflächigen Oberflächenstrukturierung der TU Dresden. Der 34-Jährige forschte bisher am National Council of Science and Technology (CONICET) in Argentinien und wird nun für 24 Monate seine Tätigkeit in der Arbeitsgruppe seines Gastgebers Prof. Andrés Lasagni an der Fakultät Maschinenwesen fortsetzen.

Dr. Soldera studierte Elektronik an der Universidad Nacional del Comahue in Argentinien und promovierte im Jahr 2015 an der Instituto Balseiro - Universidad Nacional de Cuyo. Während seiner Doktorarbeit entwarf und konstruierte er eine Niederdruck-Vakuumkammer zur Herstellung von Solarzellen auf Basis von Perowskit und organischen Halbleitern. Solch eine organische oder auf Perowskitbasis hergestellte Solarzelle besteht aus mehreren gestapelten Schichten verschiedener Materialien, die zwischen 10 und 1000 Nanometer dick sind. Durch diese Kammer können alle organischen und Perowskitschichten mit geringen Kosten und Materialverlust nacheinander produziert werden – ähnlich eines Sandwiches. Der Argentinier entwickelte darüber hinaus Modelle, um das elektrische und optische Verhalten dieser Solarzellen zu simulieren. Anhand dieser ist es möglich, die physikalischen Mechanismen zu verstehen, die sich im Inneren des untersuchten Stoffes abspielen und die Effizienz einer Solarzelle begrenzen. Weiterhin können auf Grundlage seiner Forschungsergebnisse neue Wege gefunden werden, um die derzeitigen Effizienzgrenzen zu übertreffen.

Seinem bisherigen Forschungsschwerpunkt, der Herstellung und Modellierung von Solarzellen, die auf organisch-anorganischen Hybridmaterialien basieren, wird er treu bleiben und während seines Aufenthaltes Lichtmanagementstrategien erarbeiten, die zukünftig die Leistung von optoelektrischen Bauelementen wie Solarzellen, OLEDs oder Infrarotsensoren verbessern sollen. Dazu wird er zunächst die optischen Designs mit Hilfe von mathematischen Verfahren wie der Finite-Elemente-Methode optimieren. Durch den Einsatz der direkten Laserinterferenzstrukturierung, die sein Gastgeber Prof. Dr. Andrés Lasagni (Professur für Laserbasierte Methoden der großflächigen Oberflächenstrukturierung) entwickelt hat, werden die Strukturen dann auf reale Proben übertragen. Die Herstellung und Charakterisierung der Bauelemente auf die strukturierten Substrate führt Dr. Soldera am Dresden Integrated Center for Applied Physics and Photonic Materials (IAPP) der TU Dresden bei Prof. Dr. Karl Leo durch.

Soldera war bereits 2015 im Rahmen eines EU-Austauschprogrammes für Wissenschaftler zwei Monate in Dresden - diesmal hat er seine Familie mitgebracht. Seit seinem Aufenthalt ist der Argentinier ein Fan der Stadt: „Dresden bietet mir durch die enge Zusammenarbeit zwischen der Universität, den zahlreichen außeruniversitären Forschungseinrichtungen und den Unternehmen aus den Bereichen Mikroelektronik und Halbleitertechnik viele Möglichkeiten, meine Forschung voranzutreiben. Außerdem ist Dresden mit seinem kulturellen und historischen Hintergrund eine fantastische und wunderschöne Stadt“, so Dr. Soldera.

Informationen für Journalisten:
Dr.-Ing. Marcos M. Soldera
Professur für Laserbasierte Methoden der großflächigen Oberflächenstrukturierung
Institut für Fertigungstechnik, TU Dresden
Tel.: +49 (0) 351 463-40265
marcos.soldera@mailbox.tu-dresden.de

Zu dieser Seite

Letzte Änderung: 25.04.2018